Weißstörche

Schon seit Gründung der Station vor über 30 Jahren, zählen Weißstörche zu den Pfleglingen des Zentrums.

Mittlerweile wurden über 400 Weißstörche von hier ausgewildert.

 

 

Storchenrückmeldungen aus dem Jahr 2016

 

Seit dem Jahr 1898 werden Vögel beringt, um Näheres über ihre Lebenswege zu erfahren. Um zu überprüfen, wie sich Pfleglinge aus dem NABU-Artenschutzzentrum nach der Aufzucht oder Rekonvaleszenz in der freien Wildbahn verhalten, werden größere Vögel vor der Auswilderung beringt.

 

 Interessante Rückmeldungen aus dem Jahr 2016 sind im Folgenden aufgeführt:

 

 

 

Große Freude machte uns die Meldung eines im Jahr 2012 ausgewilderten, damals diesjährigen, Schwarzstorches aus dem Raum Celle. Er wurde schon im Oktober 2015 in Ungarn, auf seinem Zug in den Süden abgelesen und wurde erneut, im Au­gust 2016, im Raum Magdeburg bei der Nahrungssuche beobachtet.

 

 

 

Ein „alter Bekannter“ ist Weißstorch 1x357, der als Jungtier im Jahr 2003 vom Zent­rum abflog. Insgesamt liegen schon 31 Rückmeldungen über die Jahre vor. Dieser in Niedersachsen geschlüpfte Storch lebt seit 2006 im „Sommer“ in der Umgebung von Schönborn (Sachsen) und zieht mit seiner Partnerin jedes Jahr Nachwuchs groß, so auch im letzten Jahr, wo 3 Jungstörche ausflogen.

 

 

 

Traurig war die Nachricht von 1x793, der im Jahr 2004 im NABU-Artenschutzzentrum im Brutapparat schlüpfte und seit 2008 alljährlich in der Umgebung von Detmold (NRW) erfolgreich brütete. Nach 127 Meldungen über seinen Aufenthalt, verwies die letzte vom Mai 2016 auf den Totfund des Tieres. Ursache war ein vorausge­gange­ner schwerer Kampf um das Nest mit erheblichen Verletzungen.

 

 

 

Ein im Jahr 2010 vom Zentrum ausgewilderter Weißstorch 5x573, der schon 45 mal abgelesen werden konnte, erbrachte winterliche Meldungen aus Spanien, während er in den letzten Jahren im Sommer in Leiferde bzw. Vollbüttel erfolgreich brütete. Die letzte Meldung stammt aus dem August des letzten Jahres, wo er in den Braun­schweiger Rieselfeldern gesichtet wurde.

 

 

Ausschließlich Rückmeldungen (2014 und 2016)  aus Spanien erhielten wir bisher von Storch 5x577, der als diesjähriger Storch im Jahr 2011 aus Leiferde startete und wahrscheinlich sein Winterquartier in Spanien hat.

 

 

 

Interessant und ungewöhnlich ist die Meldung eines 1-jährigen Storches, der 2015 als Jungstorch in Leiferde startete und im August 2016 mit einer Gruppe Artgenossen in Niederbayern und Sachsen abgelesen werden konnte. Normalerweise verbringen Jungstörche die ersten beiden Lebensjahre im „Winterquartier“.

 

 

 

Ähnliches ist von 8x490 zu berichten, der 2015 hier im Brüter schlüpfte und sich ein Jahr später in der Region Braunschweig mit bis zu 44 Artgenossen herumtrieb.

 

 

 

Ein besonderer Fall stellte für die Mitarbeiter ein Jungstorch dar, der aus dem Elb­bereich im Alter von ca. einer Woche ins Artenschutzzentrum kam, da er aus dem Nest geschmissen wurde. Dies alles war nicht so ungewöhnlich, jedoch lag der Schlupfzeitpunkt dieses Jungvogels äußerst spät, da er erst Ende Juni die Eierschale verließ. Normalerweise schlüpfen junge Störche, je nach Ankunft der Elterntiere, ab dem letzten Aprildrittel bis zu Beginn des Junis. Somit waren alle gespannt, wie sich der Nachkömmling entwickelt und ob er rechtzeitig abfliegen würde. Allen Be­fürch­tungen zum Trotz schaffte er den rechtzeitigen Abflug und wurde sogar im Oktober mehrfach in Frankreich abgelesen. Im Januar 2016 tauchte er in der Nähe von Mad­rid in Spanien auf.

 

 

 

Ox642 schlüpfte 2012 im Brüter des Artenschutzzentrums und flog im selben Jahr ab. Sein Winterquartier war fortan alljährlich ein Gebiet in Frankreich, nur wenige Kilometer von der spanischen Grenze entfernt, während er den Sommer in der Elb­region in Niedersachsen/Hamburg verbringt.

 

 

 

2012 erhielten wir einen Jungstorch aus Uetze, der wahrscheinlich durch ein trauma­tisches Geschehen das Schlüsselbein gebrochen hatte und ein Bein schonte. Nach Gesundwerdung flog das Tier ab und wurde in Frankreich und Spanien registriert. Seit 2015 verbringt er die Sommerzeit in NRW (Detmold) wo er auch schon brütete und im Oktober wieder in Frankreich kurz vor der spanischen Grenze abgelesen werden konnte.