Schwarzohrpapagei im NABU-Artenschutzzentrum

 

 

Der im Zentrum gepflegte Schwarzohrpapagei wurde mit seinem Kumpel einem Maximilianpapagei in einer Wohnung eines Verstorbenen aufgefunden und zu und gebracht. Es ist zu vermuten, dass beide Tiere schon lange zusammen einen Käfig bewohnt haben. Sie zeigen sich als sehr fröhliche, muntere und sehr verträgliche kleine Papageien.

 

 

Die Einzelhaltung eines Papagei ist artenschutz- und tierschutzrechtlich verboten. Für die Haltung eines solchen Vogels gibt es Mindesthaltungsanforderungen. Der Erwerb von handaufgezogenen Tieren ist abzulehnen.

 

 

 

Wussten Sie?

Schwarzohrpapageien sind lebhafte, liebevolle Vögel, die aber nicht für die menschliche Sprachnachahmung bekannt sind.

 

Alle drei Unterarten der Schwarzohrpapageien sind von Costa Rica bis Ecuador verbreitet, aber auch von Venezuela, Kolumbien, Peru und Nord-Bolivien bis ins nördliche Brasilien und die Guayanas sowie im südöstlichen Teil Brasiliens.

 

Meistens sind sie in Gruppen oder Paaren im Flachland anzutreffen, wo sie in Baumkronen nach Früchten, Sämereien, Blüten und Nüssen suchen. In Getreideanbaugebieten tauchen sie auch in Schwärmen auf.
https://www.youtube.com/watch?v=r5Fcd0koKSU


Wie viele andere südamerikanische Papageienarten sucht auch der Schwarzohrpapagei regelmäßig Lehmbänke entlang von Flüssen auf, um das Mineral aufzunehmen und um Giftstoffe zu neutralisieren, welche mit der Nahrung aufgenommen wurden.
https://www.youtube.com/watch?v=-6ey9xGytec

 

Menschen und Schwarzohrpapageien

 

Die Vögel gelten in einigen Gebieten als Schädling, da sie sich von lokalen Getreiden ernähren.

 

Schwarzohrpapageien leiden unter dem Verlust ihres Lebensraums aufgrund von Abholzung. Derzeit sind sie noch als „nicht gefährdet“ (IUCN) eingestuft. Obwohl sie zu den häufigsten Papageienarten in Südamerika gehören, werden sie – vielleicht gerade wegen ihrer mangelnden Sprachfähigkeit – eher selten gewildert. Trotzdem nimmt ihre Population durch die Abholzung ab.

 

Möchten Sie uns helfen?

Hier finden Sie mehr Information dazu:   https://www.nabuzentrum-leiferde.de/helfen/