Rotrückenara im NABU-Artenschutzzentrum

 

Der Rotrückenara im NABU-Artenschutzzentrum stammt aus einer Einziehung eines Veterinäramtes. Das Veterinäramt tritt dann in Aktion, wenn z.B. ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegt. In diesem Fall wurden die vor Ort gehaltenen Tiere sich u.a. komplett selbst überlassen, während der/die BesitzerInn nicht da war.

 

Nachdem der Ara hier zu Kräften gekommen ist und die abgeschnittenen Handschwingen nachgewachsen sind, könnte das weibliche, noch relativ junge und sehr nette Tier sehr gerne in eine WG zu Artgenossen in einen Zoo oder Wildpark umziehen.

 

 

Die Einzelhaltung eines Papagei ist artenschutz- und tierschutzrechtlich verboten. Für die Haltung eines solchen Vogels gibt es Mindesthaltungsanforderungen. Der Erwerb von handaufgezogenen Tieren ist abzulehnen.

 

 

 

Wussten Sie?

 

Der Rotrückenara ist ein kleiner, sozialer, intelligenter und sehr neugieriger Vogel. 

Sein Ruf ähnelt dem einer Krähe.

 

Ein roter Fleck auf dem Rücken des Vogels hat zu seinem Namen geführt.

 

Im Englischen auch bekannt als „Illiger‘s Macaw" - nach dem deutschen Zoologen Johann Karl Wilhelm Illiger, der die Vögel zuerst der wissenschaftlichen Gemeinschaft beschrieb.

 

Diese kleine Araart lebt in Mittel- und Ost-Südamerika (Ost- und Südbrasilien, Paraguay sowie im Nordosten Argentiniens und Boliviens), wo sie normalerweise etwa 40 Jahre alt werden kann. Dort halten sie sich in Gruppen zu sieben bis zwanzig Vögeln auf. Interessanterweise interagieren sie gerne mit anderen Papageienarten.

 

Vom Verhalten her sind sie typische Aras aber wesentlich aktiver als ihre großen Verwandten.

 

Die Palme ist ihre bevorzugte Nahrungsquelle, zudem bietet sie Schutz vor Beutegreifern und stürmischem Wetter. Außerdem fressen sie grünes Gemüse, Getreide, Samen, Nüsse und eine große Auswahl an Früchten.

 

Rotrückenaras können anfällig für Viren, Pilz- und bakterielle Infektionen sein.

 

 

Menschen und Rotrückenaras

 

Wie bei den meisten Papageienarten ist auch der Bestand dieser Art rückläufig. Mittlerweile wird er auf weniger als 10.000 Tiere geschätzt.

Als typischer Waldpapagei sind ihre Lebensräume von legalem als auch illegalem Holzeinschlag betroffen und die Art wird mittlerweile von der IUCN als „potenziell gefährdet“ eingestuft.

Von lokalen Landwirten werden sie oft als Schädlinge betrachtet, da Ernten ein Ersatz für die verschwindenden natürlichen Nahrungsquellen geworden sind.

Eine weitere Gefährdung stellen illegale Tierentnahmen (meist aus Nestern) dar, von denen der größte Teil der Tiere nicht überlebt.

 

Möchten Sie uns helfen?

Hier finden Sie mehr Information dazu:   https://www.nabuzentrum-leiferde.de/helfen/