Goldbugpapagei im NABU-Artenschutzzentrum

 

Der männliche Goldbugpapagei im NABU-Artenschutzzentrum wurde als Einzelvogel aus einer unsachgemäßen Haltung eingezogen.

 

 

Die Einzelhaltung eines Papagei ist artenschutz- und tierschutzrechtlich verboten. Für die Haltung eines solchen Vogels gibt es Mindesthaltungsanforderungen. Der Erwerb von handaufgezogenen Tieren ist abzulehnen.

 

 

Wussten Sie?

 

Der Goldbugpapagei wird gelegentlich auch Meyerspapagei genannt – nach dem deutschen Ornithologen Bernhard Meyer. Der deutsche Arzt und Ornithologe Philipp Jakob Cretzschmar beschrieb den Goldbugpapagei erstmals zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

 

 

Es gibt sechs Unterarten,  die unterschiedliche Ausprägungen bei den gelben- und türkisfarbenen Abzeichen haben.

Sie erreichen eine Größe zwischen 20 und 22 cm und ein Gewicht zwischen 110 und 180 Gramm und gehören eher zu den kleineren Papageien-Arten.

 

 

Der Goldbugpapagei ist in den Plateau-Wäldern südlich der Sahara beheimatet. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Zentral- und Ostafrika bis hin zum südlichen Afrika.

Diese Papageien treten normalerweise in Paaren oder kleinen Gruppen auf, können aber - wo reichlich Nahrung vorhanden ist - auch in größeren Gruppen zusammenkommen.

 

Die Vögel sind sehr aktiv und bewegen sich gerne kletternd, aber auch fliegend.

Sie ernähren sich normalerweise von Früchten, Nüssen und Beeren, aber auch von den Samen der verschiedenen Hülsenfrüchte der afrikanischen Wälder.

Das sehr große Nage- und Beschäftigungsbedürfnis kann in Gefangenschaft mit frischen Ästen befriedigt werden.

 

 

Menschen und Goldbugpapageien

 

 

Der Goldbugpapagei ist in freier Wildbahn immer noch weit verbreitet, wenngleich der Bestand aufgrund weitreichender Habitatzerstörungen in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen ist.

In Teilen Afrikas (z. B. Simbabwe und Angola) werden sie häufig als Schädlinge gejagt, da sie angebautes Getreide und Beeren fressen.

 

 

Aktuell hat der Goldbugpapagei den Status‚ nicht gefährdet‘ (IUCN).

 

 

Möchten Sie uns helfen?

Hier finden Sie mehr Information dazu:   https://www.nabuzentrum-leiferde.de/helfen/