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3 wilde Weißstorchenpaare

Das neu eingetroffene Storchenpaar auf der Kopfweide

Leiferde, April 2014

 

Nachdem Fridolin mitte Februar und Frida am zehnten März zurückgekommen war, musste sich Frida ihr Nest samt Männchen zurückerobern. Sie schaffte dies und das Paar besetzt jetzt im „verflixten 7. Jahr“ den Schornstein. Seit dem 25. März ist das Brutgeschäft der beiden Weißstör-che in vollem Gange. „Wenn nichts dazwischenkommt,“ so Bärbel Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum, „schlüpfen am 27. April, das ist der Termin unseres Storchenfestes, wieder junge Störche.

 

Seit mitte März ist eine Storchennisthilfe im nördlichen Teil des Geländes von einem Storchenmännchen besetzt. Am 22. März erschien eine neue dreijährige Partnerin aus Schweden (erkennbar an der Beringung). Beide harmonisieren sehr gut miteinander und brüten seit Anfang dieser Woche.

 

Pünktlich zum ersten April kam das Storchenpaar – wohl über die Ostroute – zu ihrem, im letzten Jahr bebrüteten Kopfweidennest, in einem der Storchengehege zurück. Beide sind sehr vertraut miteinander, reagieren aber scheu auf Menschen.

 

Somit sind zum zweiten Mal in der Geschichte von Leiferde 3 Nester im NABU-Artenschutzzentrum besetzt. Je nach dem wie sich das Wetter und die Nahrungsgrundlage dieses Jahr entwickelt, wird es in Leiferde wohl wieder ein interessantes und aufregendes Storchenjahr geben.

 

 

 

Ferienspaß im NABU-Artenschutzzentrum

Leiferde, April 2014

 

Ein Nistkasten für Mauersegler

 

Am Montag den 7. April 2014 bietet das NABU-Artenschutzzentrum von 10.00 bis 12.00 Uhr den Bau von Mauersegler-Nistkästen an. Hierbei geht es darum, dem fantastischen Jägern der Lüfte eine komfortable Behausung zu bauen. Nebenbei erfahren die Teilnehmer auch, dass der Mauersegler jedes Jahr in den Süden zieht oder in der Luft ein Nickerchen einlegen kann.

Da noch Plätze frei sind, wird die Anmeldefrist bis Sonntag den 6.4.2014 verlängert. Bitte nutzen Sie hierzu die Anmeldung per Mail unter NABUARTENSCHUTZZENTRUM@t-online.de.

Ein Kreuzschlitzschraubendreher ist für diese Aktion unbedingt erforderlich. Der Unkostenbeitrag beläuft sich auf 17,- Euro pro Kind.

 

 

Tierischer Notfall – was nun?

 

Am Donnerstag den 10. April von 14.00 bis 16.00 Uhr veranstaltet das NABU-Artenschutzzentrum eine besondere Ferienspaßaktion für Kinder im Alter von acht bis zehn Jahren. Häufig finden grade Kinder beim Spielen oder auf dem Weg zur Schule hilflose Tiere. Wie sollen sie damit umgehen? Ist das Mitnehmen richtig oder eher das Liegenlassen? Was mache ich wenn zum Beispiel ein Igel grade über die Straße läuft, ein Jungvogel aus dem Nest gefallen ist oder eine humpelnde Ente am Teich aufkreuzt?

Das wollen wir den Kindern näher bringen und es mit viel Spaß spielerisch erproben. Für diese Ferienspaßaktion ist ein Unkostenbeitrag von 7,- Euro mitzubringen. Anmeldungen bitte bis zum Dienstag den 8.4.2014.

 

 

Vogelbestimmung für Anfänger

Leiferde, April 2014

 

Am Sonntag, den 6. April bietet das NABU-Artenschutzzentrum eine von Joachim Neumann geleitete Exkursion zum Thema „Vogelbestimmung für Anfänger“ an. Bei dieser Veranstaltung wird aufgezeigt, wie man mit verhältnismäßig einfachen Mitteln erfolgversprechend Vögel beobachten und vor allem bestimmen kann. Insbesondere werden verschiedenen Hilfsmittel vorgestellt, erläutert und anschließend in der Praxis erprobt. Exkursionsort wird das etwa 36 ha große Teichgebiet des Naturschutzgebietes Viehmoor sein, welches eine reiche Vogelwelt beheimatet. Neben häufigen Arten wie Buchfink, Zaunkönig, Stockente oder Graugans können mit etwas Glück auch Besonderheiten wie Schwarzspecht, Kranich oder Seeadler gesichtet werden.

 

Wer Interesse an dieser etwa zweistündigen Exkursion hat, sollte sich nach Voranmeldung (vormittags bis 11:30 Uhr unter Tel. 05373/6677) um 9:00 Uhr auf dem Parkplatz im Viehmoor einfinden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, festes Schuhwerk und, sofern vorhanden, ein Fernglas sollten mitgebracht werden.

Die Kosten liegen bei 8,00 € für Erwachsene, 5,00 € für Kinder und 15,00 € für Familien.

 

 

Von Amsel bis Zilpzalp - das Gartenvogel-Einmaleins für Multiplikatoren

Leiferde, März 2014

 

Die NAJU Niedersachsen bietet im beliebten Projekt "Max Meise macht blau - Das Gartenvogel-Einmaleins in eurer Schule" am Samstag, 22. März, von 10 bis 17 Uhr im NABU Artenschutzzentrum Leiferde eine Fortbildung für Multiplikatoren in der Umweltbildung an. Dort können die Teilnehmer zusätzlich einen Einblick in die Arbeit der Wildtierbetreuungsstation erhalten und einige Vögel hautnah erleben.

Die Fortbildung richtet sich an LehrerInnen, KindergärtnerInnen und GruppenleiterInnen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Für die Fortbildung erbitten wir einen Teilnehmerbeitrag von 10 €. Bitte melden Sie sich bis spätestens 14. März 2014 telefonisch unter 0511-9110530 oder per E-Mail unter maxmeise@NAJU-niedersachsen.de unter Angabe Ihres Namens und einer Telefonnummer an!

 

Mit dem frühlingshaften Wetter kehren auch Kraniche und Störche aus ihren Winterquartieren zurück und machen sich auf die Suche nach einem geeigneten Brutplatz. "Aber auch die Vögel, die den Winter bei uns verbracht haben, sind schon eifrig dabei. Sie verteidigen lautstark ihr Revier und versuchen ein Weibchen mit ihrem Gesang zu beeindrucken", weiß Anne Kessel, Projektleiterin bei der NAJU Niedersachsen zu berichten. "Solange die Bäume und Sträucher ihre Blätter noch nicht voll ausgebildet haben, ist die Gelegenheit günstig, einen Blick auf die Sänger zu erhaschen und sich ihre charakteristischen Lieder gut einzuprägen", so Kessel weiter.

 

Beim NAJU-Projekt "Max Meise macht blau" haben Grundschüler in ganz Niedersachsen nun die Möglichkeit, ihre Artenkenntnisse der heimischen Gartenvögel zu verbessern und etwas für deren Schutz auf dem eigenen Schulhof zu tun. Ausgestattet mit einer kindgerechten Vogelbeobachterausrüstung sollen über 100 Schulen dazu motiviert werden, bei der großen Zählaktion der "Stunde der Gartenvögel" des NABU im Mai mitzumachen. Zusätzlich bieten ein Nistkasten sowie ein Paket mit Heckensträuchern die Chance den Schulhof naturnaher zu gestalten und weitere Vögel anzulocken. Damit Lehrer optimal auf die Aktionen im Projekt vorbereitet sind, möchten die NAJU die Möglichkeit geben, sich theoretisches und praktisches Know-how zum Thema "Vögel auf dem Schulhof" anzueignen.

 

Dazu bieten die Projektträger eintägige Fortbildungen an, auf denen Hintergrundwissen und Artenkenntnis zu Vögeln vermittelt werden, es gibt Tipps zur Umsetzung der Angebote im Projekt und es werden Spielideen rund um das Thema gleich selbst ausprobiert.

 

Frida ist eingetroffen

Leiferde, März 2014

 

Als Fridolin am 15. Februar – so früh wie noch nie zuvor – das NABU-Artenschutzzentrum erreichte, gingen die Spekulationen los wann Frida eintreffen würde.

Das Warten begann, bei jeden Klappern schauten die Mitarbeiter zum Schornstein. Sieben Tage später tauchte ein Weißstorch auf. Fridolin flog keine Attacke und der neue Storch landete auf dem benachbarten Dachfirst des Zentrums. Die Vermutung lag nahe, dass es sich um ein Weibchen handelte. Flog Fridolin mal vom Nest, so war sofort das neue Weibchen dort, das Fridolin bei seiner Rückkehr verscheuchte. Doch die Neue war sehr hartnäckig und versuchte ständig gemeinsam mit Fridolin auf dem Nest zu stehen. Mitte der vergangenen Woche war es dann soweit, die durfte sich auf den Nest aufhalten und es kam zu Paarungen. Trotz allem entsprach der Umgang der beiden Weißstörche nicht dem Verhaltensschema, das in den vergangenen Jahren Frida und Fridolin an den Tag gelegt hatten.

Es blieb also weiter super spannend.

Am vergangenen Samstag traf Frida in Leiferde ein. Doch das Nest war durch Fridolin und die Neue belegt. So landete Frida auf dem nahen Dachfirst auf der Beobachtungskamera und Fridolin flog sogleich zu ihr herüber. Wenige Momente später paarte er sich mit Frida auf der Kamera.

Wie ging es weiter. „Frida wollte unbedingt auf das Schornsteinnest,“ berichtet Joachim Neumann vom NABU-Artenschutzzentrum, „und flog heftige Attacken gegen das neue Weibchen – ohne Unterstützung von Fridolin! Es kam zu heftigen Kämpfen zwischen den beiden Weibchen.“ Am nächsten Tag, nach Auswertung von Fotos war klar, Frida hat es geschafft. Sie ist mit Fridolin im Nest, das neue Weibchen ist verschwunden und zurück bleiben einige neue Kratzer am Schnabel von Frida. Aber das ist ihr ein sicherer Brutplatz wert.

 

Wer mehr über die Störche erfahren möchte, wissen möchte welche Vogelarten man durch Nisthilfen unterstützen kann oder was es sonst noch für Neuigkeiten im Zentrum gibt, kann sich für eine Führung am kommenden Sonntag anmelden. Bärbel Rogoschik wird gerne alle Fragen bei der mindestens einstündigen Führung am 16. März ab 14.00 Uhr beantworten. Anmeldungen bitte bis zum 14. März unter Tel. 05373/6677 vormittags oder per Mail. Es wird ein Unkostenbeitrag von fünf Euro pro Person erhoben.

 

 

Das Storchenjahr beginnt - Fridolin ist da

Fridolin inspiziert sein Nest auf dem Schornstein

Leiferde, Februar 2014

 

Bei frühlingshaften Temperaturen traf am Samstag den 15. Februar das Storchenmännchen Fridolin im NABU-Artenschutzzentrum ein. Der Weißstorch landete am Vormittag nach seiner Reise aus dem Winterquartier gesund und munter auf dem Schornstein. Er inspizierte das alte Nest und fing gleich an ein wenig Ordnung zu schaffen.

„Er ist in diesem Jahr so früh wie noch nie zuvor zurückgekommen“, berichtet Bärbel Rogoschik . „Im letzten Jahr war es der 18. Februar und der Winter war bei uns noch in vollem Gange“.

Fridolin ist zwar nicht beringt, besitzt auf der linken Seite an einer bestimmten Stelle aber eine markante schwarze Feder, die eigentlich weiß sein müsste. Daher kann er im-mer sicher erkannt werden.

 

Jetzt sind alle Mitarbeiter im NABU-Artenschutzzentrum gespannt wann Frida eintrifft und ob es, wie im letzten Jahr, noch weitere brütende Storchenpaare geben wird.

 

 

Jahresbilanz 2014

Leiferde, Februar 2014

 

Vom Storch bis zum Stachelschwein reichte die Palette der im NABU-Artenschutzzentrum gepflegten Tiere im Jahr 2013. Es wurden 1.976 Tiere in 166 Arten versorgt und 115 Veranstaltungen (das Storchenfest nicht mitgerechnet) durchgeführt, an denen 1.885 Personen teilnahmen.

 

Im Bereich der Vogelpflege wurden 1.342 Gefiederte in 91 Arten gepflegt. Dem Rekordbestand von 653 Weißstorchpaaren in Niedersachsen im Jahr 2013 entsprechend, wurden mit 44 Tieren auch im NABU-Artenschutzzentrum so viele Weißstörche gepflegt wie nie zuvor, obwohl das Wetter es den Störchen nicht immer leicht machte.

 

Auf hohem Niveau bewegte sich auch die Zahl der zu versorgenden Reptilien (und Amphibien), die mit 157 Exemplaren aus 31 Arten jedes Terrarium besetzt hatten. Probleme bereiten hier nach wie vor die - zumeist ausgesetzten - Schildkröten, da die Weitergabe an Zoos und Tiergärten fast zum Erliegen gekommen ist.

 

Auch die Gruppe der Säugetiere war zahlenmäßig mit 333 Fellträgern aus 24 Arten reichlich vertreten. Einen großen Anteil an der Gesamtzahl hatten einmal mehr Igel (187 Individuen), die überwiegend im Herbst des vergangenen Jahres als Jungtiere aufgenommen wurden. Der kurioseste Säuger der vergangenen Saison war sicherlich ein Stachelschwein, welches etwa drei Wochen als Fundtier im NABU-Artenschutzzentrum verweilte und einen bleibenden Eindruck in Form von durchgenagten Türen hinterließ. Auch im vergangenen Jahr gehörten vier Wildkatzen zu den Pfleglingen des NABU-Artenschutzzentrums, die im Harz nach erfolgreicher Rehabilitation wieder ausgewildert werden konnten.

 

Bei den Wirbellosen gab es nur zwei Vertreter. Diese hatten es aber durch ihre Giftigkeit in sich. So wurde eine Südliche Schwarze Witwe als auch ein afrikanischer Skorpion aus Afrika gepflegt.

 

An den Ergebnissen zur Auswertung der Herkunft der Pflegetiere ist zu erkennen, dass der Einzugsbereich weit über die Grenzen des Landkreises Gifhorn hinaus reicht. Mit 635 Tieren stammen zwar die meisten Tiere aus dem Heimatkreis des NABU-Artenschutzzentrums, insgesamt erreichten uns die Tiere jedoch aus 40 Landkreisen oder kreisfreien Städten aus acht verschiedenen Bundesländern oder Stadtstaaten.

 

Bei den Einlieferungsursachen standen wie gewohnt elternlose Jungtiere (721 Ind.) und bei Kollisionen zu Schaden gekommene Tiere (230 Ind.) auf den vorderen Rängen. Ungewöhnlich hoch stellte sich jedoch mit 151 Tieren die Zahl der Witterungsopfer dar, was aber ohne weiteres mit den Wetterkapriolen des vergangenen Jahres zu erklären ist. So war es bis in den April hinein sehr kalt, im Mai gab es beachtliche Niederschläge, ab Juni wurde es sehr trocken und im Juli ging ein heftiger Hagel nieder. Weitere häufigere Einlieferungsursachen waren Verletzungen durch andere Tiere (149 Ind.), negative Einflüsse durch Zivilisationsauswirkungen (112 Ind.) oder das Auffinden ausgesetzter oder entwichener Tiere (103 Ind.).

 

Wie wichtig die Möglichkeit zur Abgabe hilfloser Wildtiere außerhalb der regulären Geschäftszeiten (9:00 bis 17:00 Uhr) ist, zeigte einmal mehr die Auswertung der Einlieferungszeiten. So betraf dies im vergangenen Jahr knapp 37 %, d.h. 731 Notfälle. Während die Mitarbeiter von etwa Mai bis August aufgrund des hohen Jungtieraufkommens ohnehin von 6:00 bis 22:00 Uhr im NABU-Artenschutzzentrum anzutreffen sind, kann außerhalb dieser Zeit in wichtigen Fällen über eine Notrufnummer rund um die Uhr ein Mitarbeiter erreicht und ein Übergabetermin vereinbart werden.

 

Im Bereich der Umweltbildung galt es - wie bereits im Jahr zuvor - einige personelle Schwierigkeiten zu meistern. So verließ uns Mitte der Saison ein gerade eingearbeiteter Mitarbeiter wieder aus familiären Gründen. Die entstandene Lücke musste abermals hausintern geschlossen werden, was in der Kürze der Zeit nicht ohne Einbußen möglich war. Dennoch wurden insgesamt 115 Veranstaltungen angeboten, an denen 1.885 Personen (ohne Storchenfest gerechnet) teilnahmen.

 

Das Ende April stattgefundene Storchenfest war erneut hervorragend besucht und brachte den Verkehrsfluss zeitweise arg ins Stocken. Bei schönem Wetter suchten mindestens 4.000 Personen das Gelände des NABU-Artenschutzzentrums Leiferde auf, um sich über die Arbeit des Zentrums zu informieren, sich die einzelnen Stände anzusehen oder einfach nur bei guter Verköstigung den Tag zu genießen.

Besonders im personellen Bereich war und ist in Leiferde immer einiges im Fluss, wie Bärbel Rogoschik, die Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums, erläuterte: „Durch den Wegfall des Zivildienstes vor zwei Jahren waren wir gezwungen, unser Team neu zu formieren, um unsere Aufgaben vor allem im Bereich der Wildtierpflege weiterhin erfolgreich zu erfüllen. Anstelle der Zivildienstleistenden haben wir nun Bundesfreiwilligendienstler, und darüber hinaus haben wir im vergangenen Jahr zwei weitere Auszubildende einstellen können. Dem gesamten Team danke ich ganz herzlich für die geleistete Arbeit.“

 

Als gewohnt verlässlicher Rückhalt trat auch der Förderkreis des NABU-Artenschutzzentrums im vergangenen Jahr wieder in Erscheinung, indem er neben der laufenden Finanzierung von Personal auch im Rahmen des Sumpfschildkrötenprojektes wieder großzügige Unterstützung leistete. Uwe-Peter Lestin, der Vorsitzenden des Förderkreises, sieht in der finanziellen Förderung einen wichtigen Grundpfeiler innerhalb des Aufgabenbereiches des Förderkreises: „Wir sind von der Wichtigkeit der Aufgaben des NABU-Artenschutzzentrums wie auch von der praktischen Umsetzung überzeugt und möchten dazu beitragen, dass diese Arbeit auch in Zukunft weiterhin erfolgreich fortgesetzt werden kann. Mit der finanziellen Unterstützung können wir zwar die praktische Arbeit nicht beeinflussen, sehr wohl aber die Voraussetzungen schaffen, die ein erfolgreiches und effizientes Arbeiten ermöglichen“.

 

 

Nistkästen für das NABU-Artenschutzzentrum

Leiferde, Januar 2014

 

Heute übergaben acht Jungendliche der BBS II in Wolfsburg 21 Nistkästen an das NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde. Die Jugendlichen im Alter zwischen 16 bis 19 Jahren waren im Berufsvorbereitungsjahr auf die Idee gekommen heimische Singvögel mit selbstgebauten Nisthilfen zu unterstützen.

Hierzu recherchierten sie selbstständig im Internet, überlegten sich welche Art von Nisthilfen sie bauen wollten und machten sich an die Arbeit. Zunächst wurde unter Mithilfe von Frau Behrens eine Skizze angefertigt und das Material berechnet. Als nächstes wurde das Holz unter Mithilfe von Herrn Kolodinski zugeschnitten und dann ging es an den Zusammenbau der Kästen.

 

„Das Ergebnis ist super geworden“, berichtet Bärbel Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum. „Die Jugendlichen haben sich sehr viel Mühe gegeben und ihre Sache wirklich großartig gemacht. Wir werden einen Großteil der Nistkästen auf dem Gelände aufhängen, umso noch mehr Singvögeln die Brut zu ermöglichen“. Eine schöne Idee und eine tolle Ausführung, die uns große Freude bereitet hat und vielen Vögeln eine Heimstatt bieten wird.

 

 

Weihnachtsfeier des KiKi-Klubs

Von den Kindern selbstgebastelte Knusperhäuschen

Leiferde, Dezember, 2013

 

Auch dieses Jahr ist wieder sehr schnell vergangen und das Weihnachtsfest ist nicht mehr fern.

 

Zum Abschluß des Jahres richtet das NABU-Artenschutzzentrum für die beiden Kindergruppen des KiKi-Klubs, am 12. Dezember von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr eine Weihnachtsfeier aus. Wie diese ablaufen wird ist jedoch noch geheim.

 

 

Das Gartenvogel-Einmaleins für Lehrer

Leiferde, Oktober 2013

 

Von Amsel bis Zilpzalp

 

„Max Meise macht blau- Das Gartenvogel-Einmaleins in eurer Schule“ das neue Projekt der NAJU Niedersachsen richtet sich an Grundschulen und Kindergruppen, die sich für den Schutz von Blaumeise, Spatz und Co. einsetzen möchten. Neben der Verbesserung der Artenkenntnisse der Schüler, hat sich die NAJU zum Ziel gesetzt mithilfe vieler Kinder 100 Schulhöfe in Niedersachsen mit heimischen Sträuchern, Nistkästen und Futterstellen vogelfreundlicher zu gestalten.

 

Damit Lehrer optimal auf die Aktionen im Projekt vorbereitet sind, bietet die NAJU Niedersachsen eine eintägige Fortbildung an, auf der Hintergrundwissen und Artenkenntnis zu Vögeln vermittelt wird, es gibt Tipps zur Umsetzung der Angebote im Projekt und Spielideen rund um das Thema werden gleich selbst ausprobiert.

 

Die erste NAJU-Fortbildung findet am Samstag, 16. November, von 10 bis 17 Uhr im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde statt. Dort können die Teilnehmer zusätzlich einen Einblick in die Arbeit der Wildtierbetreuungsstation erhalten und erleben einige Vögel hautnah. Die Fortbildung richtet sich an LehrerInnen, KindergärtnerInnen oder GruppenleiterInnen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Es wird eine Teilnehmerpauschale in Höhe von 10 Euro erhoben.

 

Anmeldungen und weitere Informationen telefonisch unter 0511-9110530 oder per Mail an maxmeise@naju-niedersachsen.de

Informationen rund um das Projekt finden Sie auf www.naju-niedersachsen.de/max-meise-macht-blau/

 

 

Möchten Sie uns helfen?

 

Wir können Hilfe gebrauchen!

 

Neben der aktiven, persönlichen Hilfe, können wir eine Menge Sachmittel sehr dringend gebrauchen. Die Sachen müssen nicht Neu sein, wir übernehmen sie gerne auch im guten gebrauchten Zustand. Gerne stellen wir Ihnen auch eine Spendenbescheinigung aus.

 

• 1 Wäschetrockner

 

• Akkus für die Überwachungskamera (NiMH-Akku, AA 2600mA/h, 1 Satz = 12 St.) zur besseren Einschätzung des Verhaltens von Tieren

 

• zahlreiche Palettenboxen oder Großvolumenbehälter aus Kunststoff auf Füßen oder Rollen, ab 200 l mit oder ohne Auslassventil, zur Haltung u.a. von Schildkröten

 

• Arbeitsschrank aus Edelstahl mit Schubladen und/oder Türen

 

• Wandhängeschrank aus Edelstahl mit Schiebetüren

 

• Elektronische Tischwaage bis 15 oder 20 kg, zur Gewichtsfestellung unserer Tiere

 

• Käscher aller Art und Größe (zum Einfangen und Umsetzen von Tieren)

 

• Heizmatten für Reptilien, in unterschiedlichen Größen

 

• komplette Terrarien aus Glas, Kunststoff oder Aluminium verschiedener Größenordnungen ohne Risse

 

• Osram Ultra-Vitalux zur Bestrahlung von Reptilien. Deckt fast das gesamte Sonnenlicht ab.

 

• Leuchtstoffröhren für Reptilien (mit Vorschaltgerät) zur Abdeckung des Sonnenlichtspektrums

 

• Flüssige Seife als Handwaschmittel

 

• Handdesinfektionsmittel

 

• Schrubber, Abzieher, Besen, Handfeger, Kehrbleche

 

 

Jedes Kind ist kreativ

Zeichnung von G. Einstein

Leiferde, Oktober 2013

 

Kinder malen den Vogel des Jahres 2013

 

Am Donnerstag, den 17. Oktober 2013, bietet das NABU-Artenschutzzentrum in Zusammenar-beit mit der Kreiskunstschule Malwerk unter dem Aspekt „Kunst und Natur“ in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr die Veranstaltung „Kinder malen den Vogel des Jahres: Die Bekassine“ an.

Auf spielerische Weise gibt es zunächst Interessantes über Aussehen und Lebensweise der Bekas-sine zu erfahren. Anschließend können die Kinder mit verschiedensten Techniken experimentie-ren und den Vogel des Jahres illustrieren. Die Zeichnungen werden dann für eine Ausstellung in der Kreiskunstschule gesammelt. Zur Ausstellungseröffnung am 6. Dezember werden natürlich alle teilnehmenden kleinen Künstler eingeladen.

Diese Veranstaltung ist für Kinder ab 7 Jahren geeignet und kostet pro Kind 5 €. Eine Anmeldung vormittags unter der Telefonnummer 05373/6677 ist bis 15. Oktober erforderlich.

 

 

Und immer noch Exoten - Ausklang der Urlaubszeit

Hondurasnatter
kleiner Siebenschläfer

Leiferde, September 2013

 

Seit nunmehr drei Wochen ist die Ferienzeit zu ende doch noch immer werden exotische Fundtiere in der freien Landschaft oder in Häusern gefunden, wo sie anscheinend keinem gehören. So wurde ende August in Goslar eine sehr alte Maurische Landschildkröte aufgegriffen. Zunächst wurde sie im dortigen Tierheim untergebracht, in der Hoffnung, dass sich der Besitzer melden würde, was er aber nicht tat. So wurde die Schildkröte schließlich nach Leiferde ins NABU-Artenschutzzentrum überführt.

Am letzten Wochenende erreichte das Zentrum dann ein Hilferuf des Veterinäramtes Peine. In Edemissen wurde auf einer Kellertreppe eine Schlange mit rot-schwarzem Streifenmuster aufgefunden. Da sie im Haus keinem gehörte und nicht einheimisch war, wurde auch sie nach Leiferde gebracht und als Hondurasnatter identifiziert.

 

Hoffentlich geht damit unsere „exotische Saison“ zu ende“, berichtet Bärbel Rogoschik und verweist noch einmal auf den Verstoß gegen das Tierschutz- und Bundesartenschutzgesetz bei der Aussetzung solcher Tiere.

 

Langweilig wird es jedoch im Zentrum keinesfalls. Die ersten jungen verletzten Igel werden mit hohem Zeitaufwand versogt und der heutige Tag brachte noch zwei sehr kleine junge Siebenschläfer, deren Mutter einer Katze zum Opfer gefallen war.

 

 

Schildkröten und kein Ende

Leiferde, August 2013

 

Sie sind ruhig, augenscheinlich leicht zu Pflegen, werden meist im jungen Alter erworben, häufig für Kinder angeschafft und enden leider oftmals in der freien Landschaft. Ob entlaufen oder ausgesetzt werden mittlerweile unzählige Exemplare Wasser- und Landschildkröten in den niedersächsischen Betreuungsstationen gepflegt.

So wurden in Leiferde in diesem Jahr über 20 Schildkröten aus Hannover, Lehrte, Helmstedt, Wolfsburg, dem Landkreis Peine und Gifhorn, der Gemeinde Uetze, Northeim, Potsdam und Stade aufgenommen.

 

„Unsere Kapazitäten sind damit komplett ausgeschöpft“, berichtet Bärbel Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum, „zumal wir noch zahlreiche Schildkröten aus den vergangenen Jahren zu pflegen haben, die leider noch nicht vermittelt werden konnten“. Das hat seinen Grund, denn häufig werden die Tiere in schlechtem Zustand aufgefunden, was längere tiermedizinische Behandlungen nötig macht zum anderen handelt es sich bei allen Landschildkröten um artengeschützte Tiere, die nur an öffentlich geführte Einrichtungen (Zoos, Wildparks) weitervermittelt werden dürfen.

 

„Die Mentalität unliebsam gewordene Tiere in die freie Landschaft zu entsorgen kann und will ich nicht nachvollziehen. Es ist ein ganz klarer Verstoß gegen das Tierschutz- und Bundesartenschutzgesetz und kann mit hohen Strafen geahndet werden. Das man billigend den unter Umständen qualvollen Tod des ehemaligen Hausgenossen in Kauf nimmt ist mir unverständlich“, so Rogoschik Die Anschaffung eines „Haustieres“ bedarf vieler Überlegungen. Notfälle wird es immer geben, die Gründe für eine mögliche Trennung vom Hausgenossen hat sich in den letzten Jahren zunehmend gewandelt. Meist ist ein überstürzter Kauf und Unwissenheit was die Pflege und das Wachstum des Tieres betrifft der Grund für einen Abgabewunsch.

 

Wer Hinweise auf die am Donnerstag in Gifhorn auf der Wolfsburgerstraße gefundene Landschildkröte geben kann sollte sich wochentags vormittags unter Tel. 05373/6677 oder per mail mit dem NABU-Artenschutzzentrum in Verbindung setzen.

 

 

Langweilig ist woanders

Ein ungewöhnlicher Pflegling - ein Stachelschwein

Leiferde, August 2013

 

Gefährliches und Ungewöhnliches im NABU-Artenschutzzentrum

 

Wieder hatten die Mitarbeiter zwar auf ein ruhiges Wochenende gehofft aber es nicht wirklich erwartet, da täglich 15 bis 25 neue Pfleglinge das NABU-Artenschutzzentrum erreichen.

 

Langweilig wurde es dennoch nicht. So wurde am Freitag beispielsweise vom Storchenbetreuer ein geschwächter Jungstorch aus Wienhausen im Zentrum eingeliefert, gefolgt von einer ausgesetzten oder entlaufenen Maurischen Landschildkröte aus Hillerse und einer – erstmals im Zentrum gehaltenen - giftigen Schwarzen Witwe (Spinne aus Amerika), die sich in einem Importwagen versteckt hatte.

 

Der Samstag verlief tagsüber noch relativ normal mit zahlreichen Jungvögeln die aus dem Nest gefallen, von Katzen angeschleppt oder durch die Hitze geschwächt eingeliefert wurden. Gegen 22.00 Uhr wurde dann jedoch ein Stachelschwein (ebenfalls das Erste das in Leiferde gepflegt wird) eingeliefert. Das Tier war in einer aufwändigen Fangaktion in der Nähe der Ortschaft Hehlingen gesehen und in einem Betonrohr mit Hilfe der Feuerwehr in eine Regentonne bugsiert und in das NABU-Artenschutzzentrum gebracht worden. „Das Tier ist etwas mager und hat sich gleich auf das angebotene Futter gestürzt“, berichtet Bärbel Rogoschik „da Stachelschweine in Afrika, Asien und Südeuropa vorkommen, handelt es sich mit Sicherheit um ein ausgesetztes oder ein entlaufenes Tier. Wir bitten dringend um Hinweise aus der Bevölkerung wo dieses Tier herstammt“.

 

Der Sonntag verlief dann routinemäßig mit zahlreichen neuen Jungvögeln und einen stark geschwächten Weißstorch aus dem Landkreis Lüneburg.

 

Der Beginn der Woche geht dann mit einem Gifttier weiter. In einem Holzcontainer aus Afrika hatte sich ein Skorpion verirrt, der am Montag abgeholt und vorerst im NABU-Artenschutzzentrum Unterkunft und Verpflegung erhält.

 

 

 

Unwetter über dem NABU-Artenschutzzentrum

durchlöchertes Dach des Storchenunterstandes
zersprungene Scheibe der Praktikantenwohnung

Leiferde, Juli 2013

 

Dass es kein ruhiges Wochenende werden würde war den Mitarbeitern im NABU-Artenschutzzentrum schon klar gewesen, denn in den Sommermonaten herrscht reger Betrieb im Zentrum um alle 20 Minuten die Schnäbel einer großen Schar von Jungvögeln zu stopfen.

 

Am frühen Abend zogen dunkle Wolken auf, die auf eine Abkühlung hindeuteten. Vorsorglich wurden schon zahlreiche Jungtiere (Enten, Schwäne etc.) aus den Volieren und Gehegen ins Haus geholt. Die Freilandterrarien waren wegen der übergroßen Hitze schon vor einer Woche evakuiert worden, da die Temperaturen dort sogar für die hitzegewohnten Reptilien die Maximalwerte überschritten hatte.

„Letztendlich kam es schlimmer als erwartet, berichtet Bärbel Rogoschik traurig“. Über Leiferde zogen Hagelschauer, welche eine Spur der Verwüstung im Zentrum hinterließen. „Alle 3 Dächer der Freilandterrarien (die erst 2010 installiert wurden) weisen in Folge des Hagelschlags große Löcher auf, 2 Velux-Fenster der Praktikantenwohnung wurden von faustgroßen Hagelkörnern zerstört, ebenso das Dach des Unterstandes für die jungen Weißstörche. Es ist unfassbar. Wir kämpfen hier personell und finanziell immer gegen Windmühlen und nun auch noch das. Mein Dank gilt den Mitarbeitern, die sich beim Bergen weiterer Tiere viele „blauer Flecken“ geholt haben.“

Bei den wilden Jungstörchen hat es bei 2 Tieren kleinere Verletzungen am Kopf gegeben, ansonsten ist glücklicherweise kein Tier verletzt worden.

Die Bilanz des Wochenendes brauchte zudem noch 2 verletzte Weißstörche sowie einige Singvögel und Ringeltauben die durch Hagelschlag schwere Verletzungen aufwiesen.

 

 

Wir würden uns herzlich über Spenden freuen!

Unsere Kontoverbindung lautet:

Förderkreis des NABU-Artenschutzzentrums, Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg, BLZ 26951311, Konto 073000739

Gerne senden wir Ihnen auch eine Spendenbescheinigung zu. Geben Sie uns bitte hierzu per Mail Ihre Adresse bekannt.

Vielen herzlichen Dank!

 

Interessantes, Aufregendes und Trauriges im NABU-Artenschutzzentrum

junge Turmfalken im "Trainingslager"
junge Rohrweihen
aufgefundene deformierte Landschildkröte

Leiferde, Juli 2013

 

Der Hochsommer ist mit seinen heißen und trockenen Tagen bzw. Wochen über uns hereingebrochen. Für junge Vögel und Fledermäuse ist der Tisch reich gedeckt, mäusefressende Tierarten wie dem Turmfalken geht jedoch teilweise die Nahrung aus, da es einen Mäuseeinbruch in diesem Jahr gibt.„Aus diesem Grunde werden jetzt zahlreiche Turmfalken ins NABU-Artenschutzzentrum gebracht“, berichtet Bärbel Rogoschik. „Junge Turmfalken haben die Angewohnheit bei Nahrungsknappheit aus dem sicheren Nest zu springen“. So wurden in diesem Jahr bereits 33 verletzte bzw. abgemagerte Turmfalken eingeliefert.

 

Als nicht ganz gewöhnliche Pfleglinge erreichten gestern 3 junge Rohrweihen aus dem Raum Uelzen das Zentrum. Der aufmerksame Landwirt entdeckte diese bei der Ernte (die kleinste Weihe lag schon auf dem Schneidtisch der Maschine) und barg die Tiere. Er alarmierte gleich die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises, welche die Weihen in das NABU-Artenschutzzentrum zur Aufzucht brachte.

 

Aufregung herrscht bei den 3 wilden Weißstorchfamilien, im NABU-Artenschutzzentrum. Die Jungen beginnen mit den ersten Flugversuchen und steuern mehr oder weniger kontrolliert diverse Flugziele an, um ihre fliegerischen Fähigkeiten zu erproben.

 

Leider gab es auch wieder ein vermutlich ausgesetztes exotisches Fundtier. Eine sehr stark deformierte und magere Griechische Landschildkröte aus Dollbergen wurde am letzten Sonntag eingeliefert. Leider hat das Tier auch Schwierigkeiten bei der Futteraufnahme, daher wären Informationen zur Vorgeschichte des Tieres hilfreich. Wer daher Näheres über die Landschildkröte (s. Foto) weiß, sollte sich unbedingt mit dem NABU-Artenschutzzentrum vormittags unter 05373/6677 oder per mail unter nabuartenschutzzentrum@t-online.de in Verbindung setzen.

 

 

Ausgesetzte Tiere im NABU-Artenschutzzentrum

Leiferde, Mai 2013

 

Die warme Jahreszeit hat kaum begonnen, da trudeln wieder zahlreiche ausgesetzte oder entfleuchte ehemalige "Haustiere" im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde ein. Das Aussetzen gebietsfremder Arten ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz bzw. nach dem Tierschutzgesetz verboten und kann mit mehreren tausend Euro Strafe geahndet werden.

 

Schon in der letzten Woche erhielt das NABU-Team des Artenschutzzentrums Leiferde einen Zebrafink aus Groß Schwülper, zwei Farbkanarien, eine entflogene Amazone (Papagei) aus Gifhorn, eine Rotwangenschmuckschildkröte aus Hillerse sowie gestern zwei im Pappkarton ausgesetzte Griechische Landschildkröten aus dem Landkreis Peine. "Mittlerweile liegt der Anteil der Fundtiere über der Zahl der beschlagnahmten Tiere", sagte Bärbel Rogoschik, Leiterin NABU-Artenschutzzentrum, "und das ist nur die Spitze des Eisbergs, den größten Teil der ausgesetzten oder entlaufenen ehemaligen Haustiere bekommen wir nicht zu Gesicht".

 

Für den Dackel gibt es ausgewiesene hundefreundliche Hotels. Das Meerschwein kann bei Oma bleiben und die Ratten übernimmt eine Freundin. Aber mit der Schildkröte im Gepäck nach Italien fliegen? Das kann sich kaum jemand vorstellen. Zu Beginn der Ferientage steigt die Zahl ausgesetzter Tiere, insbesondere von Exoten wie Wasserschildkröten, Leguanen oder Schmuckschildkröten und ihre Aufnahme im Artenschutzzentrum Leiferde sprunghaft an.

 

Die Naturschützer vom NABU-Artenschutzzentrum Leiferde raten dazu, sich wirklich umfassend über die Bedürfnisse eines Haustieres zu informieren, egal ob es sich um ein Kaninchen oder eine Schildkröte handelt. Dazu gehört in jedem Fall die Überlegung, wo man das Tier unterbringen kann, während man im Urlaub oder auch mal im Krankenhaus ist.

 

Wer ein Haustier besitzt, hat damit im Falle einer Wasserschildkröte die Verantwortung für ein mindestens 40- jähriges Leben übernommen. So lange möchte wohl niemand auf den Sommerurlaub verzichten. Doch wohin mit exotischen Haustieren, für die es keine 'Pfötchenpensionen' gibt? "Die Lösung scheint für manche Menschen recht einfach", erklärte Bärbel Rogoschik, Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums Leiferde. "Wir merken sofort, wann Ferientage nahen, denn dann steigen die Zahlen exotischer Fundtiere bei uns sprunghaft an."

 

 

Storchennachwuchs auf dem Schornstein

Leiferde, Mai 2013

 

Große Freude herrscht zur Zeit bei den Mitarbeitern des NABU-Artenschutzzentrums Leiferde. Im Storchennest auf dem hohen Schornstein sind drei kleine wackelige Köpfchen zu sehen! Die Weißstörche sind geschlüpft.

 

"In den letzten Jahren schlüpften die jungen Weißstörche immer pünktlich zum Storchenfest, in der dritten Aprilwoche", berichtete Bärbel Rogoschik, Leiterin NABU-Artenschutzzentrum,"doch dieses Jahr hat sich alles durch die kalte Witterung, verzögert". Zu sehen sind die kleinen Störche gelegentlich über die Nestkamera im Seminarraum des Zentrums.

 

"Wahrscheinlich werden das aber nicht die einzigen Jungstörche bleiben", erklärte Bärbel Rogoschik weiter. "Da sich auf einer Nisthilfe im Norden des Geländes ein zweites Storchenpaar den Nistplatz erobert hat, erwarten wir dort täglich ebenfalls Nachwuchs."

 

Da aller guten Dinge drei sind, hat sich noch ein drittes Paar eine geschnittene Kopfweide ausgeguckt und dort ein Nest gebaut. Ob und wann dort Jungstörche schlüpfen bleibt spannend, da es sich bei Letzteren um unerfahrene Weißstörche handelt, die wahrscheinlich zum ersten Mal brüten und später als die anderen Weißstörche mit der Brut begonnen haben.

 

Wer Weißstörche beim Brutgeschäft beobachten möchte kann dies täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr im NABU-Artenschutzzentrum erleben, Fernglas und Kamera sind dabei sicherlich von Vorteil.

 

 

Storchenfest am 21. April

Die Vorbereitungen für das Storchenfest am Sonntag den 21. April von 11.00 bis 17.00 Uhr sind in vollem Gange.„Normalerweise“, berichtet Bärbel Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum, "ist zu dieser Zeit grade die Obstbaumblüte vorbei und der Schlupf der Weißstörche steht unmittelbar bevor. Doch diese Jahr ist alles anders“. Die Frage nach dem Wetter steht bei den Vorbereitungen immer wieder im Mittelpunkt und ist nicht zu beeinflussen.

 

Wie jedes Jahr so wartet auch dieses Jahr das Zentrum wieder mit einer vielzahl an Attraktionen für Groß und Klein auf. Natürlich stehen hierbei die tierischen Bewohner im Mittelpunkt.

Gleichzeitig werden viele Stände mit diversen Informationen, Leckereien und Bastelmöglichkeiten vorhanden sein.

 

Zahlreiche Störche, Mäusebussarde, Land- und Wasserschildkröten werden zu sehen sein. Zudem werden, bei freiem Eintritt, Führungen über das Gelände des Zentrums angeboten.

 

Wer mit dem Rad kommt, wird gleich mit einem kostenlosen Begrüßungsgetränk empfangen.

Am Pavillon des KiKi-Kinderklubs können sich die Besucher über die Aktivitäten zur naturerlebnispädagogischen Arbeit informieren. Kleine Besucher können in der Weidenhütte u.a.Nistkästen nach ihren eigenen Vorstellungen bemalen, Zick-Zack-Schlangen basteln oder sich tierisch schminken lassen.

Ein Bücherpavillon lädt wieder zum Schmöckern ein und hält Bücher, CDs etc. für alle Altersgruppen bereit. Auch Nisthilfen der unterschiedlichsten Arten warten hier auf ihre neuen Besitzer.

Das Informationsangebot ist vielfältig und wird von der Imkerfamilie Klatt mit Bienenvolk, der Jägerschaft Hegering Hehlenriede mit Frettchen, Wildschwein und Jagdhunden, der Gärtnerei Blattgrün, dem Storchenbetreuer Herr Behrmann, der Natur-AG des Sibylla-Merian Gymnasiums und vielen anderen Akteuren bestritten. Wer Fragen zu Hornissen, Wespen und Wölfen hat ist beim Ehepaar Preusse bestens aufgehoben, weitere Fragen rund um das Thema Natur werden gerne an den Ständen des NABU Wienhausen, NABU Gut Sunder oder des NABU Kreisverbandes Gifhorn beantwortet.

 

„Wie jedes Jahr wird es wieder eine große Tombola mit mehr als 1.000 Preisen geben“, erläutert Bärbel Rogoschik. „Die Einnahmen aus dem diesjährigen Storchenfest werden für das Projekt der Europäischen Sumpfschildkröte verwendet“ verrät sie weiter.

 

Auch das leibliche Wohl darf natürlich nicht zu kurz kommen. So wird im Seminarraum des NABU-Artenschutzzentrums wieder das „Cafe“ eingerichtet, wo leckerer Kuchen und Kaffee anboten wird, während es im Hof frisch gemachte Waffeln gibt. Wer es lieber herzhaft mag wendet sich der Bratwurstbude zu, wo es zur Freude der Kinder auch Pommes geben wird.

 

Wer noch ein Geschenk für den Muttertag oder zur Konfirmation benötigt, kann u.a. peruanischen, handgefertigten Schmuck mit tierisch schönen Motiven oder handgetöpferte Vögel erwerben.

 

Alle Besucher sind herzlich willkommen und werden bei hoffentlich schönem Wetter einen tollen Tag im NABU-Artenschutzzentrum erleben können!.

 

 

Frida kam, sah und siegte

Leiferde, März 2013

Das Leiferder Storchenpaar ist wieder vereint

 

Freudige Aufregung herrschte am Dienstagnachmittag um 16.30 Uhr im NABU-Artenschutzzentrum als Praktikantin Maren mit der Information vom Rundgang kam, dass ein zweiter Storch auf dem Schornstein des Zentrums gelandet sei. Wenige Minuten später kam es gleich zu den ersten Paarungen.

 

Nachdem Fridolin am 18.2.2013 bei kühlen Temperaturen wieder den Schornstein der alten Molkerei bezogen hatte, fing die Zeit des Wartens für ihn an. Hin und wieder brachte er Nistmaterial zum Horst, schmiss altes Material raus, flog auf den Giebel des Wohnhauses und wartete.

„Viele Menschen haben uns angesprochen, ob es nicht zu kalt für ihn sei“, berichtet Bärbel Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum, „doch das Federkleid schützt einen Storch auch vor kalten Temperaturen“. So früh wie in diesem Jahr war Fridolin allerdings bisher noch nicht in seiner Brutheimat und mit diesem Wetter hatte er bestimmt nicht gerechnet.

Die Zeit des Wartens hat für Fridolin jetzt jedenfalls ein Ende und er genießt die Zweisamkeit mit Frida.

 

 

Jahresbilanz 2012

Leiferde, März 2013

1.854 Pflegetiere aus 178 Arten

1.990 Teilnehmer bei 125 Veranstaltungen

 

Das Jahr 2012 erwies sich als ein erwartet schwieriges Jahr, da schon im vorherigen Jahr befürchtet wurde, dass der Wechsel vom Zivil- zum Bundesfreiwilligendienst nicht ohne Schwierigkeiten von statten gehen würde. Dennoch kam das NABU-Artenschutzzentrum wie gewohnt seinen Aufgaben nach, indem 1.854 Tiere aus 178 Arten aufgenommen und 125 Veranstaltungen angeboten wurden, an denen 1.990 Personen teilnahmen.

 

Im Bereich der Pflegetiere wurde der Hauptanteil wieder von den einheimischen Vögeln gestellt, welche in der Bilanz mit 1.218 Tieren aus 96 Arten zu Buche schlugen. Greifvögel und Eulen waren hier mit 117 bzw. 47 Tieren vertreten. Wie auch im Vorjahr bewegte sich die Anzahl der in Leiferde gepflegten Weißstörche (30 Ind.) auf hohem Niveau, was sicher mit der erfreulicherweise wachsenden Zahl an wildlebenden Tieren zu erklären ist.

 

Die Zahl der im vergangenen Jahr gepflegten Reptilien und Amphibien (138 Tiere/27 Arten) ist im Vergleich zu Vorjahr gesunken, was aber sicher nicht mit einer Entspannung in diesem Bereich zusammenhängt. Vielmehr erweist sich die Abgabe bestimmter Artengruppen in den letzten Jahren als zunehmend schwierig, so dass im vergangenen Jahr zahlreiche Terrarien mit „Dauergästen“ belegt waren und die Aufnahme weiterer Tiere zeitweise nicht möglich war.

 

Im Gegensatz zu der eben aufgeführten Gruppe hat die Anzahl der versorgten Säugetiere (350 Ind./22 Arten) zugenommen. Ursache hierfür ist vor allem die gestiegene Zahl eingelieferter Igel (216 Tiere). Nachdem bereits im Jahr 2011 zwei Wildkatzen im NABU-Artenschutzzentrum versorgt wurden, setzte sich diese Tendenz im vergangenen Jahr mit gleich fünf Tieren fort. Zwei von ihnen konnten zum Ende des Jahres ausgewildert werden, die übrigen drei sollen im Frühjahr 2013 folgen.

 

Nach Auswertung der Herkunft der hier gepflegten Tiere bleibt festzustellen, dass dem NABU-Artenschutzzentrum als Wildtierauffangstation weit über die Kreisgrenze hinaus eine hohe Bedeutung zukommt. Insgesamt wurden dem NABU-Artenschutzzentrum die Pflegetiere aus 42 Landkreisen zugetragen, welche in 7 Bundesländern beheimatet sind.

 

Bei den Ursachen, welche die Einlieferung von Tieren zur Folge hatten, fanden im Vergleich zum Vorjahr kaum Veränderungen statt, so dass sich die vier zahlenmäßig stärksten Kategorien in unveränderter Reihenfolge zeigten. Die häufigsten Einlieferungsgründe waren der Verlust der Elterntiere (692 Ind.), gefolgt von Kollisionsopfern (242 Ind.), Verletzungen durch andere Tiere (meist Haustiere) (144 Ind.) sowie ausgesetzte oder entwichene Tiere (107 Ind.).

 

Auch die Auswertung der Einlieferungszeiten bestätigte weitgehend die Ergebnisse des Vorjahres. Somit wurde wieder etwa ein Drittel aller Pflegetiere außerhalb der regulären Geschäftszeiten von 9.00 bis 17.00 Uhr im NABU-Artenschutzzentrum abgegeben. Besonders bemerkbar macht sich dies in der Jungtierzeit von Mai bis August, wo Tiere bis 22:00 Uhr in Leiferde abgegeben werden können. Für Notfälle außerhalb dieser Zeiten existiert zudem eine Hotline, über welche jederzeit ein Mitarbeiter des NABU-Artenschutzzentrums zu erreichen ist.

 

Im Bereich der Umweltbildung konnten die Zahlen der Vorjahre nicht ganz gehalten werden. Durch den Ausfall einer Umweltbildungskraft konnten einige Veranstaltungen nicht stattfinden bzw. mussten Anfragen abgelehnt werden. Dennoch wurden 125 Veranstaltungen durchgeführt, an denen 1.990 Personen teilnahmen. Auch das Storchenfest wurde bei schönstem Frühlingswetter mit 4.000 Besuchern wieder ein voller Erfolg.

 

Einen großen Anteil an der erfolgreichen Arbeit des NABU-Artenschutzzentrums hatte auch im vergangenen Jahr wieder der Förderkreis, welcher über finanzielle Mittel sowohl im personellen als auch im baulichen Bereich großzügige Unterstützung leistete. Neben der Finanzierung mehrerer Mitarbeiter beteiligte sich der Förderkreis mit 50.000 Euro an den Baukosten einer Anlage zur Haltung und Zucht der Europäischen Sumpfschildkröte. Das Projekt wäre allerdings ohne den Hauptgeldgeber, der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, die das Projekt mit 111.800,- Euro fördert, nicht möglich gewesen.

Wie Uwe-Peter Lestin, Vorsitzender des Förderkreises des NABU-Artenschutzzentrums betonte, ist das Projekt zur Europäischen Sumpfschildkröte bestens geeignet, um der Arbeit des NABU-Artenschutzzentrums künftig noch mehr Gewicht zu verleihen: „Die Europäische Sumpfschildkröte ist eine Art, welche ursprünglich in Niedersachsen heimisch war und ganz offensichtlich durch den Menschen ausgerottet wurde. Dementsprechend aussichtsreich ist der Versuch, diese Art zu züchten und in geeigneten Bereichen wieder auszuwildern. Darüber hinaus besteht durch die enge Vernetzung von praktischem Artenschutz und Umweltbildung die Möglichkeit, die hervorragende Arbeit des NABU-Artenschutzzentrums stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und so auch Zukunftssicherung zu betreiben“.

 

 

Erster Storch 2013 im NABU-Artenschutzzentrum gelandet

Leiferde, Februar 2013

 

Trotz der anhaltend kühlen Temperaturen ist am 18.02.2013 der erste Storch auf dem Schornstein des NABU-Artenschutzzentrums gelandet. Damit setzt sich eine kleine Tradition fort, denn auch in den letzten beiden Jahren konnten sich die Mitarbeiter des NABU-Artenschutzzentrums ebenfalls bereits im Februar über die Ankunft ihres Wappenvogels freuen. Die Tatsache, dass die Zahl der im Februar oder Anfang März zurückkehrenden Störche in unseren Breiten stetig zunimmt lässt vermuten, dass sich in Ostniedersachsen mehr und mehr die westziehenden Individuen durchsetzen. Diese ziehen im Winter zum Teil nur noch bis nach Spanien und sind aufgrund der verhältnismäßig kurzen Zugstrecke entsprechend frühzeitig wieder im Brutgebiet. Ob es sich bei dem Leiferder Neuankömmling allerdings um ein Tier des ortsansässigen Brutpaares handelt, konnte bislang nicht bestätigt werden, wie Bärbel Rogoschik, die Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums berichtete: „Da sowohl das Männchen als auch das Weibchen unseres Brutpaares nicht beringt sind ist es nicht ohne weiteres möglich die Tiere als die unseren zu erkennen. Der Storch auf dem Schornstein macht aber einen sehr vertrauten Eindruck und bastelt auch schon eifrig am Nest herum“. Wer sich den Storch auf dem Schornstein und auch einige Artgenossen in den Freigehegen ansehen möchte, für den bietet sich ein Rundgang über das Stationsgelände an. Das NABU-Artenschutzzentrum hat täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

 

Mittlerweile konnten wir den Neuankömmling genauer betrachten und ihn eindeutig als Fridolin identifizieren!

 

Erneut "wilde Katzen" = Wildkatzen? in der Aufzucht

Leiferde, Dezember 2012

 

Nach den ersten beiden Wildkatzen im Jahr 2010 aus dem Harz, folgten dieses Jahr im Juli 2 männliche junge Wildkatzen von 2 unterschiedlichen Fundorten ebenfalls aus dem Harz. Als wenige Wochen alte Tiere wurden sie erfolgreich im NABU-Artenschutzzentrum aufgezogen und im Herbst diesen Jahres mit einem Gewicht von über vier Kilogramm ausgewildert.

„Doch damit sollte die Wildkatzensaison noch nicht beendet sein,“ berichtet Bärbel Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum. „Ende November wurden uns erneut 2 junge weibliche Wildkatzen aus dem Tierheim Wolfenbüttel gebracht. Dem Aussehen und dem Verhalten nach könnte es sich auch hierbei durchaus um Wildkatzen handeln“, berichtet Rogoschik weiter, „doch auch hier verlassen wir uns auf das Ergebnis der DNA-Untersuchung“. Zu diesem Duo wird noch eine dritte junge, schon DNA untersuchte, Wildkatze stoßen, die in Göttingen Elliehausen verletzt aufgegriffen wurde.

Damit ist das Damen-Trio perfekt und die Katzen werden bis zu ihrer Wiederauswilderung, vermutlich im Frühjahr 2013, im NABU-Artenschutzzentrum aufwachsen.

 

An die Bevölkerung ergibt sich hieraus eine dringende Bitte, nicht jedes hilflos erscheinende Tier, in diesem Falle junge Katzen als mutterlos zu betrachten und im Tierheim abzugeben. Für Tierheimmitarbeiter ergibt sich die Überlegung bei verwaschen-getigerten jungen Katzen, die dauerhaftes Abwehrverhalten zeigen, auch mal an Wildkatzen zu denken und für weitere Absprachen sich gerne mit dem NABU-Artenschutzzentrum in Verbindung zu setzen.

 

 

Ergebnis der DNA-Untersuchung liegt vor

Leiferde, September 2012

 

Vom Team im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde (bei Gifhorn), werden zur Zeit 2 seltene Pfleglinge aufgepäppelt. "Bei den beiden im Juli aus dem Harz aufgenommenen Katzen handelt es sich tatsächlich um 'echte Wildkatzen'. Das ergab jetzt eine Untersuchung der Erbsubstanz", berichtete Bärbel Rogoschik, Leiterin NABU-Artenschutzzentrum.

 

"Beide Tiere sehen vom äußeren Erscheinungsbild zwar nach Wildkatze aus und benehmen sich auch so, eine Gewissheit bringt aber nur die wissenschaftliche Untersuchung. Nun wissen wir, dass es Wildkatzen sind. Wie der Name sagt, sind die Beiden in ihrem Verhalten sehr wild und keineswegs menschenbezogen", betonte Bärbel Rogoschik. Mittlerweile wurden die Tiere vergesellschaftet und werden in einer nicht einsehbaren Voliere gehalten, in der sie zumeist einträchtig nebeneinander liegen.

 

Die Tiere stammen von zwei unterschiedlichen Orten aus dem Harz. Während der eine Katzenwelpe von Touristen mitgenommen wurde, fiel der andere in einen tiefen Brunnenschacht, aus dem dieser gerettet werden konnte. Beide Tiere wurden zur Aufzucht in das NABU-Artenschutzzentrum gebracht und getrennt gehalten. Während eine Katze mit einer Augenentzündung und triefender Nase das Fressen einstellte und ein paar Tage mit Medikamenten und zwangsweiser Ernährung versorgt werden musste, gestaltet sich die Aufzucht der anderen unproblematisch, wenn man von den Attacken mit Fauchen, Spucken etc. absieht.

 

Langfristig sollen die Wildkatzen im Harz wieder ausgesetzt werden, doch dafür müssen sie noch etwas erwachsener werden, sagte Rogoschik.

 

Erneut Schwarzstorch im NABU-Artenschutzzentrum aufgenommen

Diesjähriger Schwarzstorch im NABU-Artenschutzzentrum

Leiferde, September 2012

 

Mit geschätzten 60 Brutpaaren gehört der Schwarzstorch in Niedersachsen immer noch zu den seltenen Brutvogelarten. Umso überraschender, das am letzten Sonntag erneut ein sehr stark abgemagerter Schwarzstorch in das NABU-Artenschutzzentrum gebracht wurde. Es ist damit der fünfte Schwarzstorch, der dieses Jahr nach Leiferde gebracht wurde. Allen aufgenommenen Schwarzstörchen gemeinsam ist, dass sämtliche Tiere sehr stark abgemagert waren. Leider kam für zwei der Tiere jede Hilfe bzw. Nahrung zu spät. Ein Tier wurde bereits ausgewildert, ein weiterer verbleibt auf Grund einer Verletzung vorerst als Pflegling im Zentrum und der letzte Neuzugang muß einfach nur essen und an Gewicht zulegen.

„Das hört sich einfach an“ berichtet Bärbel Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum, „aber es stellt uns vor einige Probleme bezüglich der Futterbeschaffung. Am liebsten mögen Schwarzstörche Süßwasserfische. „Wenn wir schnabelgerechten Fisch anbieten,“ so Rogoschik“ ist der Eimer so schnell leer, so schnell kann man kaum kucken und Fisch ist bei uns leider eine knappe Ressource“. Wer also Fisch oder eine Spende zur Beschaffung von Fisch übrig hat, kann sich gerne vormittags unter Tel 05373/6677 oder per Mail mit dem NABU-Artenschutzzentrum in Verbindung setzen.

 

 

Hilfe von der Post - Geschäftsbereich Vertrieb Nord

Leiferde, September 2012

 

Am Donnerstag den 6. September war ein besonders emsiges Treiben auf dem gesamten Außengelände des NABU-Artenschutzzentrums zu beobachten. Zwölf Postmitarbeiter aus dem Geschäftsbereich Vertrieb Nord waren aus nah und fern (Berlin, Grömitz, Hannover etc.) angereist, um im NABU-Artenschutzzentrum aktiv zu sein.

 

So wurde tatkräftig Sand in die zukünftige Anlage für die Europäischen Landschildkröten geschaufelt und Früchte aller Art geerntet. Hagebutten, Äpfel, Birnen und Holunderbeeren wanderten in Eimer und Stiegen, um als Futter für die im Zentrum gepflegten Tiere zu dienen.

Der Schweiß lief teilweise in Strömen, die Stimmung war toll, der zu schaufelnde Sandberg schmolz und die Obstbehältnisse füllten sich.

 

Papageien, Schildkröten und Co. sowie die Mitarbeiter des NABU-Artenschutzzentrums sagen Dank für die super Unterstützung!

 

 

Ausbildung zum Tierpfleger/In

Nur selten ist die Arbeit so einfach wie das Wiegen eines Igels

Leiferde, Juli 2012

 

Das NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, im Landkreis Gifhorn gelegen, bietet für einen jungen Menschen aus der Stadt Wolfsburg bzw. aus dem Landkreis Gifhorn eine Ausbildungsstelle zum Zootierpfleger/In an.

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und beginnt im August dieses Jahres.

Alljährlich werden in der niedersächsisch anerkannten Betreuungsstation circa 2.000 Tiere in 180 verschiedenen Arten aufgenommen, die hilflos aufgefunden, verletzt oder beschlagnahmt wurden.

Ein Großteil davon sind Jungvögel, die teilweise alle 20 Minuten, 16 Stunden am Tag versorgt werden müssen. Aber auch Säugetiere vom Igel bis zur Fledermaus oder Reptilien von der Boa bis zum Skink werden im Zentrum versorgt.

„Der Beruf des Tierpflegers weicht meist von dem in den Medien gezeigten Bild ab“, berichtet die Leiterin des Zentrums Bärbel Rogoschik. „So bilden die Futterzubereitung und Versorgung sowie das Säubern von Gehegen, Volieren und Käfigen den Hauptbestandteil der Arbeit. Während die Reinigungsarbeiten körperlich sehr anstrengend sein können, muss man beim Futter speziell auf die Bedürfnisse des einzelnen Pfleglings eingehen. Ein Fehler kann hier schlimme Folgen haben. Daher ist in diesem Beruf viel lesen und lernen angesagt.

 

Wer viel Verantwortungsbewusstsein, Geduld und Zuverlässigkeit aufweist, Fitness und Flexibilität und einen Führerschein besitzt, in Wolfsburg oder im Landkreis Gifhorn wohnt und vor allem viel Freude im Umgang mit Tieren und Menschen besitzt, kann sich schnell mit den üblichen Bewerbungsunterlagen elektronisch unter nabuartenschutzzentrum@t-online.de bewerben. Weitere Informationen finden sich auch auf der Internetseite des NABU-Artenschutzzentrums unter www.nabuzentrum-leiferde.de.

 

 

Eulenschwemme im NABU-Artenschutzzentrum

Leiferde, Juni 2012

 

Die Aufzucht junger Eulen ist jedes Jahr fester Bestandteil des Aufgabenbereiches der Mitarbeiter des NABU-Artenschutzzentrums. In diesem Jahr ist die Situation jedoch eine besondere, da sich die Pfleglinge fast ausschließlich aus den ansonsten seltener im NABU-Artenschutzzentrum zugegen Waldohreulen summieren. Bereits 14 Jungtiere dieser Art wurden im Laufe des Frühjahres zur Aufzucht nach Leiferde überführt. So zeigt sich auch Bärbel Rogoschik, die langjährige Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums, überrascht von der derzeitigen Situation: „Normalerweise werden uns neben zahlreichen jungen Waldkäuzen nur wenige Waldohreulen zur Aufzucht überbracht. In diesem Jahr ist es genau umgekehrt. Fast jedes Tier, welches als Waldkauz angekündigt war, entpuppte sich bei Ankunft als Waldohreule“.

Zu unterscheiden sind beide Arten am besten an der Augenfarbe, welche bei Waldohreulen leuchtend orange und bei den etwas kräftigeren Waldkäuzen rein schwarz ausgeprägt sind.

Bevor die im NABU-Artenschutzzentrum aufgezogenen Jungeulen- und Käuze wieder ausgewildert werden können, müssen sie zunächst ihre einwandfreie Flugfähigkeit unter Beweis stellen und lernen, lebende Mäuse zu fangen.

Bis es soweit ist, können einige dieser Tiere auf einem Rundgang über das Gelände des NABU-Artenschutzzentrums angeschaut werden. Das NABU-Artenschutzzentrum hat täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

 

 

Erneuter Kindersegen im NABU-Artenschutzzentrum

Leiferde, Juni 2012

 

Nachdem bereits Mitte Mai zwei Jungstörche im Brutkasten des NABU-Artenschutzzentrums das Licht der Welt erblickten, gibt es aus gleicher Ursache erneut Grund zur Freude. Am 09., 11. und 13. Juni schlüpften 3 weitere Babystörche, welche ohne menschliche Hilfe keine Überlebenschance gehabt hätten.

Im aktuellen Fall stammen die Eier aus einem Nest in Parsau im Landkreis Gifhorn, wo der weibliche Altstorch aus ungeklärten Gründen plötzlich nicht mehr am Nest erschien. Somit ergab sich in Parsau eine ähnliche Situation wie in Dannenbüttel, wo das Weibchen an Legenot verstarb. Da die jeweils verbliebenen Männchen allein nicht in der Lage wären die Eier auszubrüten geschweige denn die Jungen aufzuziehen, wurden nun auch in Parsau die Eier vom zuständigen Storchenbeauftragten Herrn Behrmann entnommen und dem NABU-Artenschutzzentrum zugeführt. Hier wurden die Eier postwendend in den Brutkasten verfrachtet und erfolgreich bebrütet.

Auch wenn für Bärbel Rogoschik, der Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums, die Aufzucht von Jungstörchen keine neue Erfahrung darstellt, ist für sie die derzeitige Situation dennoch eine besondere: „Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, in welch kurzer Zeit sich ein Storch vom Schlüpfling zu einem flüggen Jungvogel entwickelt“.

Wer sich das bunte Treiben rund um das Leben der Störche einmal selbst anschauen möchte, kann dies gerne täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr im NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde tun. Derzeit sind neben 11 Pflegestörchen auch sieben freilebende Störche inkl. zweier Jungvögel auf dem Gelände des NABU-Artenschutzzentrums ansässig, wobei letztere sich ausgiebig mittels einer Live-Übertragung auf einen Monitor im Seminarraum des NABU-Artenschutzzentrums studieren lassen. Die im Brutkasten geschlüpften Jungvögel sind allerdings noch nicht für Besucher zu bewundern, da sie sich noch in den Aufzuchträumen befinden.

 

 

Storchennachwuchs aus dem Brutkasten

Leiferde, Mai 2012

 

Über nicht planmäßigen Nachwuchs freuen sich derzeit die Artenschützer aus Leiferde. So sind am Freitag, den 18.05.2012, zwei Jungstörche im Brutkasten geschlüpft, was nach ihrer Vorgeschichte nicht mehr unbedingt zu erwarten war. Die Eier stammen aus einem Nest aus Dannenbüttel, wo das hier ansässige Storchenweibchen aus bislang ungeklärter Ursache ums Leben kam. Nach Angaben des zuständigen Storchenbetreuers Herrn Behrmann, versuchte das Weibchen noch am Nachmittag des Tages mehrfach aufzustehen, sackte aber immer wieder in sich zusammen. Die für den nächsten Morgen geplante Bergungsaktion des verletzten oder kranken Tieres fand nicht statt, da das Weibchen am Abend des Vortages tot unter dem Nest aufgefunden wurde. Stattdessen wurden die nun vom Männchen behüteten Eier entnommen und in das NABU-Artenschutzzentrum nach Leiferde transferiert. Hier wurden die Eier umgehend in den bereits vorgewärmten Inkubator verfrachtet und in den folgenden Wochen mehrmals täglich gedreht. Mit Erfolg, wie sich später herausstellte, denn am 18.05. schlüpfte der erste Jungstorch. Eine etwas schwierigere Geburt hat der zweite Storch hinter sich. Er befand sich in einer solch unglücklichen Position im Ei, dass er sich kaum bewegen und das Loch in der Schale nicht ausreichend erweitern konnte. Nach deutlich über 20 Stunden und nachlassenden Kräften des Jungstorches wurde beschlossen nachzuhelfen, indem die Schale Stück für Stück entfernt wurde. Auch dieses riskante Unterfangen führte zum gewünschten Erfolg, sodass sich nun beide Jungstörche bester Gesundheit erfreuen.

Auch wenn das Dannenbütteler Weibchen ums Leben gekommen ist, überwiegt für Bärbel Rogoschik, der Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums, die Freude über den Schlupf der beiden Jungstörche: „Dass in der freien Wildbahn mal ein Storch verstirbt können wir nicht verhindern. In diesem Fall konnten wir aber immerhin noch den Nachwuchs retten, der ohne menschliche Hilfe keine Überlebenschance gehabt hätte“.

 

 

 

Große Freude: Drei Störche sind geschlüpft

Archivfoto von Jungstörchen

Leiferde, April 2012

 

„Guck mal drei kleine Störche“ lautete der Ausruf eines kleinen Besuchers einer Kindergartengruppe der Umgebung als am 26.04.2012 zum ersten Mal alle drei kleinen Störche im NABU-Artenschutzzentrum beobachtet werden konnten.

Nach circa 30 Tagen Brutzeit ist das erste Storchenkind wahrscheinlich zum Storchenfest am 22.04.2012 in luftiger Höhe geschlüpft. „Im Trubel des Storchenfestes haben wir dies gar nicht bemerkt,“ berichtet Bärbel Rogoschik schmunzelnd.

Bis zum 26.04.2012 erblickten zwei weitere kleine Störche das Licht der Welt.

Während ein Weißstorch ständig am Nest bleibt, um die Jungen unter anderem vor Sonne und Regen zu schützen, ist der Partner für die Nahrungsbeschaffung zuständig.

 

Wer ebenfalls Lust hat das Storchenpaar und seinen Nachwuchs im Nest zu bestaunen kann dies durch eine Kamera mit Blick ins Nest im NABU-Artenschutzzentrum von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr tun.

 

Zur Situation der Storcheneier aus Dannenbüttel kann momentan noch keine Aussage zum Erfolg gemacht werden. Es wird weiterhin im NABU-Artenschutzzentrum versucht die Eier in einer Brutmaschine auszubrüten.

 

 

Storchenfest am 22. April von 11.00 bis 17.00 Uhr

Leiferde, April 2012

 

Pünktlich zum Storchenfest am 22. April steigt wieder die Spannung im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde. Fragen wie: Wurde an alles gedacht?, Wie wird das Wetter? oder Werden viele Besucher kommen?, kreisen in den Köpfen der Mitarbeiter. An oberster Stelle hierbei steht allerdings die Frage: Schlüpfen die kleinen Störche zum Storchenfest? „Es könnte vom Zeitpunkt durchaus möglich sein“, berichtet Bärbel Rogoschik, Leiterin NABU-Artenschutzzentrum, „es ist in den vergangenen Jahren auch schon passiert.“ Einblick ins Storchennest ermöglicht eine Kamera auf dem Dach, die die Bilder in den Seminarraum überträgt.

 

Darüber hinaus gibt es wieder zahlreiche Attraktionen für Groß und Klein, die sich über das Gelände verteilen. Neben vielen Ständen stehen die tierischen Bewohner im Mittelpunkt. Zahlreiche Störche, Mäusebussarde, Land- und Wasserschildkröten, Papageien und erstmals auch zwei Riesenschlangen werden in einem Freilandterrarium zu sehen sein. Zudem werden, bei freiem Eintritt, Führungen über das Gelände des Zentrums angeboten.

 

Pünktlich zum Storchenfest wird auch das Storchenradtourennetz eröffnet, das vom NABU-Kreisverband Gifhorn initiiert wurde. Die Storchenradtouren verbinden auf landschaftlich schönen Strecken die Storchennester der Region, ausgestattet mit entsprechenden Informationstafeln über das Leben der Störche. Wer mit dem Rad kommt, wird gleich mit einem kostenlosen Begrüßungsgetränk empfangen.

Die Einnahmen aus dem diesjährigen Storchenfest werden für den Anbau eines Raumes zur Aufzucht der Europäischen Sumpfschildkröte verwendet.

Am Pavillon des KiKi-Kinderklubs können sich die Besucher über die Aktivitäten zur naturerlebnispädagogischen Arbeit informieren. Kleine Besucher können in der Weidenhütte Nistkästen nach ihren eigenen Vorstellungen bemalen, aus Salzteig Tierfiguren herstellen oder eine Zickzackschlange basteln.

 

Ein Bücherpavillon lädt wieder zum Schmöckern ein und hält Bücher, CDs etc. für alle Altersgruppen bereit. Auch Nisthilfen der unterschiedlichsten Arten warten hier auf ihre neuen Besitzer.

 

Den Tag über findet das gemeinsam von VW und NABU veranstaltete Spritspartraining unter dem Motto „Clever fahren - Sprit sparen“ statt. Wer einen der begehrten Plätze ergattern möchte, kann sich per Mail bis Donnerstag, 19. April unter NABUArtenschutzzentrum@t-online.de melden. 20 Plätze werden im Vorfeld verlost, weitere 20 Plätze stündlich am Tag des Storchenfestes.

 

„Wie jedes Jahr wird es wieder eine große Tombola mit 1.000 Preisen geben“, erläuterte Bärbel Rogoschik. „Die Einnahmen aus dem diesjährigen Storchenfest werden für den Anbau eines Raumes zur Aufzucht der Europäischen Sumpfschildkröte verwendet.“ verrät sie weiter.

 

Auch das leibliche Wohl darf natürlich nicht zu kurz kommen. So wird im Seminarraum des NABU-Artenschutzzentrums wieder das „Cafe“ eingerichtet, wo leckerer Kuchen und Kaffee angeboten wird, während es im Hof frisch gemachte Waffeln und Eis gibt. Wer es lieber herzhaft mag, wendet sich der Bratwurstbude zu, wo es zur Freude der Kinder auch Pommes geben wird.

 

 

Jahresbilanz 2011: 1.840 Pfleglinge aus 188 Arten

Leiferde, März 2012

 

Ungeachtet umfangreicher personeller Umstrukturierungen - bedingt durch den Wegfall des Zivildienstes und die Einführung des Bundesfreiwilligendienstes - musste der Betrieb im NABU-Artenschutzzentrum weiterlaufen. So wurden im vergangenen Jahr 1.840 Tiere aus 188 Arten versorgt und in der Umweltbildung wurden 163 Veranstaltungen angeboten, welche von 2.587 Personen genutzt wurden.

 

Vor allem in personeller Hinsicht blickt Bärbel Rogoschik, die Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums, auf ein schwieriges Jahr 2011 zurück: „Durch den nicht verhinderbaren Systemwechsel hatten wir nicht nur wie üblich im Bereich der Tiere einen hohen Durchsatz, sondern auch in personeller Sicht. Zudem fiel der Wechsel genau in die Zeit der Jungtieraufzucht, wo wir von jeher auf flüssige Arbeitsabläufe angewiesen sind“.

 

Der Hauptanteil der Pflegetiere summierte sich auch im vergangenen Jahr aus heimischen Wildvögeln, von denen 1.277 Tiere aus 90 Arten in Leiferde versorgt wurden. Unter Ihnen befanden sich 121 Greifvögel und 23 Eulen. Für letztere bedeutet dies den schwächsten Wert seit mindestens 10 Jahren. Gegenteiliges lässt sich von Weißstörchen berichten, welche gleich mit 38 Individuen zugegen waren.

 

Ebenfalls auf hohem Niveau bewegte sich mit 167 Tieren aus 40 Arten die Anzahl der aufgenommenen Reptilien (und Amphibien). Diese Zahl wäre sicher deutlich höher ausgefallen, sofern die Aufnahmekapazitäten des NABU-Artenschutzzentrums die Unterbringung weiterer Tiere zugelassen hätten.

 

Darüber hinaus wurden als zahlenmäßig starke Gruppe 247 Säugetiere aus 16 Arten im NABU-Artenschutzzentrum beherbergt. Mit 164 Tieren spielten Igel hierbei eine besondere Rolle. Besonders erfreulich war die Auswilderung einer handaufgezogenen Wildkatze.

 

Anhand der Auswertung der Herkunft der gepflegten Tiere offenbarte sich einmal mehr, dass sich der Einzugsbereich des NABU-Artenschutzzentrums deutlich weiter als auf die umliegenden Landkreise erstreckt. Insgesamt stammen die im vergangenen Jahr in Leiferde gepflegten Tiere aus über 40 verschiedenen Landkreisen.

 

Bezüglich der Einlieferungsursachen bestätigten sich die Auswertungsergebnisse der vergangenen Jahre. So war auch im Jahr 2011 der (vermeintliche) Verlust der Elterntiere die häufigste Ursache (709 Tiere), welche eine Einlieferung in das NABU-Artenschutzzentrum zur Folge hatte. Mit reichlich Abstand folgten die Kategorien „Kollisionsopfer“ (200 Ind.), „Verletzung durch Tiere“ (155 Ind.), sowie „Entwichen/Ausgesetzt“ (134 Ind.).

 

Nicht unerwartete Auffälligkeiten gab es bei der Auswertung der Einlieferungszeiten. Bedingt durch die bereits erwähnten personellen Veränderungen ist das NABU-Artenschutzzentrum nachts nicht mehr besetzt, so dass die Abgabe von Tieren zu diesen Zeiten nur noch in Ausnah-mefällen möglich ist. Joachim Neumann, Mitarbeiter des NABU-Artenschutzzentrums, weist jedoch darauf hin, dass das NABU-Artenschutzzentrum zwar nicht mehr rund um die Uhr besetzt, dennoch aber rund um die Uhr erreichbar ist: „Für Notfälle haben wir eine Hotline eingerichtet, über die ein Mitarbeiter des Zentrums jederzeit erreichbar ist. Erfahrungsgemäß lassen sich viele Probleme telefonisch lösen, in Ausnahmefällen kann aber auch eine kurzfristige Übergabe von Tieren verabredet werden“.

 

Neben seiner Funktion als Wildtierauffangstation wurde das NABU-Artenschutzzentrum auch seinem Umweltbildungsauftrag gerecht. Bei insgesamt 163 Veranstaltungen konnten 2.587 Teilnehmer der unterschiedlichsten Altersklassen begrüßt werden. Als besonders beliebt zeigten sich einmal mehr die Kindergeburtstage, welche allein 57 Mal gebucht wurden. Darüber hinaus fanden 46 Seminare oder Ferienspaßaktionen und 20 Führungen statt.

 

Ein besonderes Ereignis war das Storchenfest, welches am 17. April bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um 20° C fast 4.000 Besucher auf das Gelände des NABU-Artenschutzzentrums lockte.

 

Auch der Förderkreis war seinem Namen entsprechend im Jahr 2011 wieder sehr aktiv und unterstützte die Arbeit des NABU-Artenschutzzentrums großzügig mit der Finanzierung mehrerer Mitarbeiter. Wie Uwe-Peter Lestin, Vorsitzender des Förderkreises des NABU-Artenschutzzentrums, betonte, soll diese Art der Förderung auch künftig fortgesetzt werden: „ Die Unsicherheiten bei der Umstellung vom Zivil- zum Bundesfreiwilligendienst haben uns gezeigt, welchen Stellenwert personelle Planungssicherheit für die Arbeit des Zentrums innehat. Als Problem hat sich zudem in der Vergangenheit offenbart, dass bei einer realistischen Einarbeitungszeit von ca. 100 Tagen bei gleichzeitig immer kürzer werdenden Diensten die Qualität der Arbeit leidet. Wir haben uns deshalb entschlossen im nächsten Jahr eine Ausbildungsstelle zum Zootierpfleger zu finanzieren, um dieser Entwicklung gegenzusteuern. Da sich dankenswerterweise auch die Landkreis Gifhorn Stiftung und die Stadt Wolfsburg bereit erklärt haben jeweils eine Ausbildungsstel-le zu finanzieren, sehe ich das NABU-Artenschutzzentrum auf einem gutem Weg die erfolgreiche Arbeit auf einem hohen Niveau fortzusetzen“.

 

 

Das Storchenpaar ist wieder vereint

Frida und Fridolin wieder beisammen

Leiferde, März 2012

 

In den frühen Morgenstunden des 9. März war es dann soweit, der zweite Storch traf im NABU-Artenschutzzentrum ein. Es gab keine Zweifel, das das Paar sich kannte, fanden doch nach wenigen Minuten schon die ersten Paarungen statt.

„Dieses Verhalten zeigen Storchenpaare die sich schon kennen“, berichtet Bärbel Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum. Bei neuen Paarbildungen dauert die Koordinierungsphase doch zumindest ein paar Stunden, wenn nicht einige Tage. Das ist hier eindeutig nicht der Fall gewesen.

 

Am 25. Februar landete der erste Storch im NABU-Artenschutzzentrum und seit dem warten die Artenschützer sehnlichst auf die Nummer zwei. Das Warten hat aber jetzt ein Ende und Frida und Fridolin sind wieder auf dem Schornsteinnest des NABU-Artenschutzzentrums vereint und werden wohl auch diesen Sommer für Storchennachwuchs sorgen. Und wer weiß….. am 22. April ist das Storchenfest und vielleicht ist dann schon etwas im Nest zu sehen.

 

 

Erster Storch im Artenschutzzentrum gelandet

Leiferde, Februar 2012

 

Nach den vergangenen regnerischen Tagen, gab es am Wochenende blauen Himmel und Sonne. Als Bärbel Rogoschik am Samstag den 25. Februar über den Hof des NABU-Artenschutzzentrums ging, hörte sie über sich ein Klappern. Der Blick bestätigte die Hoffnung, ein Weißstorch war auf dem Nest des Schornsteins gelandet.

Schnell lief sie in den Seminarraum, machte den Fernseher und die Kamera mit Blick auf das Nest an und schaute sich den Neuankömmling an. „Ich war natürlich gespannt, ob es sich beim dem Storch um unseren Fridolin, den alteingesessenen Brutstorch, handelt“. Der erste Blick galt den Beinen, der Storch war unberingt. Es konnte somit Fridolin sein. Der zweite Blick galt einem besonderen Erkennungsmerkmal von Fridolin. Er besitzt eine schwarze Feder auf seiner linken Seite, die eigentlich an dieser Stelle weiß sein müsste. Die nähere Betrachtung ergab jedoch keine Besonderheit. Also ist es nicht Fridolin.

Im letzten und vorletzten Jahr kam Fridolin am 27. Februar. Wenn er seinen Zeitplan der Vorjahre einhält, wird es im Laufe der Woche eintreffen und es wird eventuell zu einer Auseinandersetzung mit dem Neuankömmling kommen.

Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass es sich hier um Frida handelt, die leider kein eindeutiges Erkennungsmerkmal aufweist. Normalerweise kommen die männlichen Störche zuerst aus ihrem Winterquartier zurück. Aber vielleicht war dieses Jahr Frida schneller. Es bleibt somit sehr spannend was die nächsten Wochen bringen werden.

 

 

Der Spatz ist spitze!

Ergebnisse der "Stunde der Wintervögel"

 

Leiferde, Januar 2012

 

Trotz Regen und teilweise stürmischem Wetter beteiligten sich erneut zahlreiche Vogelfreunde bundesweit und auch in Niedersachsen an Deutschlands größter Vogelzählung. Nach der Auswertung von rund 40.000 Einsendungen bundesweit mit mehr als 1.6 Millionen Vogelbeobachtungen legten heute der Naturschutzbund NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern LBV die Ergebnisse ihrer Mitmachaktion 'Stunde der Wintervögel' vor. Die bundesweite Zählung zeigt im zweiten Jahr der Aktion interessante Unterschiede zum vergangenen Jahr. So verlor die Kohlmeise bundesweit ihren Spitzenplatz als häufigster Wintervogel unserer Städte und Dörfer an den Haussperling. Auf den Plätzen drei und vier folgen Blaumeise und Feldsperling.

 

Der Haussperling hat es mit einem deutlichen Abstand von 2.300 Exemplaren auch in Niedersachsen an die Spitze geschafft und damit die Kohlmeise (21.737 Exemplare) von Platz 1 verdrängt. Insgesamt beteiligten sich in Niedersachsen knapp 6.000 Vogelfreunde (2011: 12.792) an der 'Stunde der Wintervögel' und meldeten 164.293 Vögel aus über 4.000 Gärten. Das sind aus Sicht der NABU Niedersachsen durchaus gute Zahlen: "Wir haben aufgrund des schlechten Wetters mit Regen und Sturm schon sowohl mit weniger Teilnehmern als auch mit weniger gemeldeten Vögeln gerechnet. Und außerdem kommen in milden Wintern tendenziell weniger Vögel an die Futterstellen, solange sie in Wald und Feld noch genügend zu fressen finden", kommentierte der NABU Niedersachsen den Rückgang, der auch bei den beobachteten Kohl- und Blaumeisen zu beobachten war. Davon konnte offenbar der ortstreue Haussperling profitieren, der runds um Jahr die Nähe zu den Menschen sucht.

 

Haussperling mit sechs Exemplaren in den Gärten, gefolgt von Kohlmeise, Blaumeise, Feldsperling und Amsel lautet die Rangfolge der ersten fünf Plätze in Niedersachsen. Kohl-, Blaumeise und Amsel wurden fast aus jedem Garten gemeldet, Haus- und Feldsperling aus nahezu jedem Zweiten.

 

Deutlich abgenommen haben die Beobachtungen von Kohlmeise (minus 22 Prozent), Buchfink (- 46) und Rotkehlchen (- 29). Ohne Frost und geschlossene Schneedecke besteht für die Vögel kaum Bedarf, künstliche Futterangebote in Siedlungen in Anspruch zu nehmen - und genau dort wurden die Vögel im Vorjahr meist gezählt. "Die Zahlen bedeuten also nicht, dass die Bestände in großem Umfang zurückgegangen sind", erklärte der NABU. "Die gewohnten Vogelschwärme an Futterstellen sind zwar in diesem Jahr eher selten, die Vögel sind aber trotzdem da und einfach nur andernorts unterwegs, wo sie nicht so einfach gezählt werden konnten." Ob diese Rückgänge ursächlich nur auf den aktuellen milden Winter und eine geringe Präsenz am Futterhäuschen zurückzuführen seien, müssten weitere Beobachtungen wie im Mai zur 'Stunde der Gartenvögel' vom 11. bis 13. dann zeigen.

 

Zu den Besonderheiten des Winters zählen seit einiger Zeit auch Zugvögel, die unsere Breiten im Winter normalerweise verlassen, wie Star, Hausrotschwänze oder Mönchsgrasmücken. Trotz der milden Temperaturen setzte sich der Überwinterungstrend dieser Arten diesmal nicht fort - oder sie wussten sich besonders gut zu verstecken. "Die Meldungen der Vogelfreunde sind ausgesprochen hilfreich und zeigen wie wertvoll diese Form von 'Citizen Science' für die Forschung sein kann", betonte der NABU Niedersachsen.

 

Bestätigt hat sich das Fehlen der typischen Wintergäste aus dem Norden, wie Bergfinken oder Erlenzeisige", sagte ein Sprecher des NABU Niedersachsen. Die Erklärung dafür liege im bisher sehr milden Verlauf des Winters. Besonders auffallend sei jedoch, dass Amseln niedersachsen- und auch bundesweit um etwa ein Drittel weniger registriert wurden als noch vor einem Jahr. "Die stärksten Rückgänge gibt es im Dreiländereck zwischen Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen und damit genau dort, wo im letzten Sommer eine Viruskrankheit zu einem Amselsterben geführt hatte. Die Abnahme der beobachteten Kohlmeisen und Amseln um rund ein Drittel in Niedersachsen kann mit der fehlenden Schneedecke erklärt werden, die vergangenes Jahr die Vögel an die Futterhäuser trieb", erläuterte der NABU die Zahlen.

 

Vogelzählungen im Rahmen von 'Citizen-Science'-Aktionen haben prominente Vorbilder. Bereits im Jahre 1900 rief der amerikanische Vogelkundler Frank Chapman erstmals zu einem 'Christmas Bird Count' auf. Die Aktion findet seither jährlich statt. Auch der britische NABU-Partner, die Royal Society for the Protection of Birds (RSPB), veranstaltet seit inzwischen mehr als 30 Jahren einen 'Big Garden Birdwatch'. Diese Langzeitstudien haben Vogelschützern bis heute eine Fülle wertvolle Informationen zum Schutz der Artenvielfalt geliefert.

Vom 11. bis 13. Mai folgt die Schwesteraktion "Stunde der Gartenvögel", bei der die Brutvögel im Mittelpunkt der Mitmachaktion stehen.

 

 

 

Ein kurzes Leben

Das Tier konnte leider nur noch tot geborgen werden!

Leiferde, Januar 2012

 

Weihnachten ist noch nicht lange vorüber und schon ist wahrscheinlich das erste tierische Weihnachtsgeschenk auf der Strecke geblieben.

So wurde in Allersehl – im Norden des Landkreises Gifhorn - am letzten Wochenende eine 30 cm lange Kornnatter im Freien gefunden. Da die Nachttemperaturen um den Nullpunkt lagen, konnte das Tier leider nur noch tot geborgen werden.

Kornnattern sind in Nordamerika heimisch und werden als sogenannte Anfängerschlangen häufig für wenig Geld (teilweise für 10 €) verkauft. Da Schlangen zu den wechselwarmen Tieren gehören, entspricht bei ihnen die Körpertemperatur der Außentemperatur.

„Der Kauf eines Tieres ist eine Entscheidung von weitreichender Bedeutung“, so Bärbel Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum. „Dies sollte nicht spontan erfolgen, sondern gut überlegt sein und nie eine Überraschung für den Beschenkten sein“. Da Kornnattern durchaus ein Alter von 20 Jahren erreichen können, muß schon aus dieser Hinsicht, die Anschaffung gut überlegt werden. Das Aussetzen eines Tieres stellt einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz (§ 3 Abs. 3) dar und kann mit hohen Geldbußen geahndet werden.

 

 

Ich bin der Martin, ne!

Leiferde, November 2011

 

Blaue Augen, orangrote Füße, eleganter Hals

 

Eigentlich war es eine „Martina“, die auf der Rückfahrt von einer Geflügelausstellung auf der A2 aus einem Anhänger entwichen war. Das war vor ca. 4 Wochen.

Vor 2 Wochen zog die weiße große Gans die Aufmerksamkeit vieler Autofahrer und der Polizei auf sich, da sie am Rande der Autobahn umherlief. So wurde das Autobahnkreuz Hannover – Anderten gesperrt und der große weiße Vogel eingefangen. Zunächst fand die Gans Unterkunft in der Tierärztlichen Hochschule Hannover, wo sie den Namen „Martin“ erhielt und zum Liebling der dortigen Veterinärstudenten wurde.

Doch auf Dauer konnte sie dort nicht bleiben und wurde von einem Mitarbeiter des NABU-Artenschutzzentrums abgeholt und mit anderen Schwimmvögeln in einem Freigehege vergesellschaftet. Ganz schnell eroberte „Martin“ auch hier die Herzen der Beschäftigten und fühlte sich augenscheinlich in menschlicher Obhut wohler als bei seinen Verwandten den Graugänsen, watschelte den Mitarbeitern hinterher und kam auf Zuruf angelaufen.

Da die schneeweiße Gans einen geschlossenen Plastikring mit einer Kennung trug, telefonierten sich die Mitarbeiter durch ganz Deutschland, um nach einigen Tagen endlich die Halter am Telefon zu haben. Die Freude war groß, als diese nach 4 Wochen erfuhren, dass ihre Gans – eine Emdener Hausgans - noch lebte und diese gesund und munter war. Schnell wurde ein Termin für die Abholung ausgemacht und mittlerweile befindet sich „Martina“ wieder bei ihrer Herde aus Emdener Gänsen und wird hoffentlich noch viele Menschen für diese imponierende alte deutsche Gänserasse begeistern können.

Die Emdener Gans ist die größte deutsche Gänserasse, sie zählt zu den ältesten bekannten Rassen und ist mittlerweile leider vom Aussterben bedroht.