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 - Waldohreule
Leiferde, Juli 2010
Am Sonnabend, den 31.07.2010, bietet das NABU-Artenschutzzentrum von 21.30 bis 23.30 Uhr eine Nachtwanderung für Kinder an. Wir schärfen all unsere Sinne mit denen wir uns in der Dunkelheit orientieren können und machen uns dann auf den etwa drei Kilometer langen Weg. Wie orientieren sich die Jäger der Nacht wie Eulen oder Fledermäuse und wie gelingt es den Beutetieren zu flüchten? Wie wirkt die Welt, die wir bei Tageslicht so gut kennen, in völliger Dunkelheit? Um unsere Sinne zu testen, gibt es verschiedene spannende Aufgaben entlang des Weges zu lösen. Unter der fachkundigen Leitung von Andreas Roxlau werden die Teilnehmer außerdem Interessantes zur Lebensweise der Tiere der Nacht erfahren.
Zu dieser spannenden nächtlichen Entdeckungsreise sind Kinder im Alter zwischen sieben und elf Jahren eingeladen, wobei die Eltern gerne mit von der Partei sein können. Treffpunkt ist der Parkplatz im Naturschutzgebiet Viehmoor. Um telefonische Anmeldung unter 05373/ 6677 (Montag bis Freitag 8.30 – 11.30 Uhr) bis spätestens 29. Juli wird gebeten. Das Mitbringen einer Taschenlampe ist empfehlenswert. Die Kosten betragen pro Kind 8 Euro.
 - Weinbergschnecke
Leiferde, Juli 2010
Am Freitag, den 30. Juli, findet um 15.00 Uhr im NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde die Veranstaltung „Schnecken entdecken“ statt.
Mit Schale oder ohne, im Wasser oder an Land, auf dem Teller des Feinschmeckers o-der auf dem Salatkopf im Garten, auf Schnecken trifft man überall. Seit 500 Millionen Jahren leben sie auf der Erde und mittlerweile gibt es etwa 40.000 unterschiedliche Arten.
Für neugierige Forscher, denen keine Schleimspur zu eklig ist, wird dieses Seminar eine spannende Entdeckungsreise ins Land der Wirbellosen. Denn wer noch nicht wusste, dass Schnecken auch Haare haben können und manche Arten räuberisch leben, der wird hier eine Menge Neues aus der Welt der Schnecken lernen.
Die Veranstaltung unter fachkundiger Leitung von Walter Wimmer beginnt um 15.00 Uhr direkt im NABU-Artenschutzzentrum und endet dort um 18.00 Uhr. Dieses Programm ist geeignet für Kinder ab 7 Jahren. Eine telefonische Anmeldung unter 05373/ 6677 bis zum 28. Juli ist erforderlich und der Kostenbeitrag beläuft sich auf 11 Euro.
Leiferde, Juli 2010
Das NABU-Artenschutzzentrum Leiferde verhängte heute einen Aufnahmestopp für einheimische Jungvögel. Aufgrund der heißen Witterung werden viele aus dem Nest gefallene oder geflüchtete Jungvögel in Leiferde abgegeben, die dann vom Leiferder Team aufgepäppelt und versorgt werden müssen. Grundsätzlich gilt aber, dass verletzte Wildtiere weiterhin vom NABU-Artenschutzzentrum aufgenommen werden.
Bärbel Rogoschik, Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums teilte heute (14. Juli) mit, dass die Station zur Zeit keine neuen Jungvogel-Pfleglinge mehr aufnehmen kann: "Die vergangenen drei Tage bescherten uns 92 Neuzugänge, bei 85 davon handelt es sich um nestjunge Vögel, die alle 20 Minuten von morgens 6.00 Uhr bis abends 22.00 Uhr versorgt werden müssen, das bedeutet über 4.000 Fütterungen pro Tag zusätzlich." Unter den Pfleglingen im NABU-Artenschutzzentrum sind aktuell zum Beispiel 60 Mauersegler sowie über 30 Mehlschwalben. Bärbel Rogoschik erklärte: "Ein solch starkes Auftreten dieser Art von Notfällen ist bei uns noch nie aufgetreten. Die Hitze setzt nicht nur den Menschen zu. Gerade ältere und jüngere Tiere können vielfach die Wärme schlecht vertragen."
Mauersegler nisten hautsächlich an oder in mehrstöckigen Wohnhäusern, Kirchtürmen oder Fabrikgebäuden. Hohlräume unter den Dächern werden von ihnen gerne zur Jungenaufzucht genutzt. Die Hitze der letzten Tage führt dazu, dass sich die Dachböden sehr stark aufheizen und zahlreiche Jungvögel lieber den Weg ins Freie suchen, und dies obwohl sie vielfach noch nicht fliegen können. Gründliche Lüftung der Dachböden durch Öffnen der Fenster und Lucken könne, gerade nachts, für ein wenig Abkühlung sorgen, betonte Bärbel Rogoschik.
Auch zahlreiche Mehlschwalbennester bröckeln bei dieser Hitze von den Hauswänden. Hier kann ein schnelles Aufhängen einer künstlichen Nisthilfe für Mehlschwalben an derselben Stelle, Rettung für das Nest und auch für Jungvögel bedeuten.
Neben den zahlreichen Jungvögeln und Säugern, die Tag und Nacht im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde versorgt werden, sind auch zahlreiche ausgesetzte Reptilien zu versorgen, die in den vergangenen Wochen zum Urlaubsbeginn ausgesetzt worden waren. So wurden allein am gestrigen Dienstag beispielsweise drei Schildkröten und eine Schlange als Fundtiere aufgenommen.
 - Vierflecklibelle
Leiferde, Juli 2010
Am Sonntag, den 11.07.2010, bietet das NABU-Artenschutzzentrum eine Exkursion in das Naturschutzgebiet „Viehmoor“ bei Leiferde an. Das etwa 360 ha große Naturschutzgebiet setzt sich zusammen aus Wald- und Wiesenbereichen und einer ca. 36 ha großen Teichlandschaft, welche auch Ziel der etwa 2-stündigen, von Joachim Neumann fachkundig geleiteten Wanderung sein wird. Ein Schwerpunkt der Exkursion liegt wie immer auf den Lautäußerungen heimischer Singvögel. Neben den Singvögeln lassen sich zumeist zahlreiche weitere, häufig auch seltene Tierarten beobachten, die den besonderen ökologischen Wert des Viehmoores erkennen lassen.
Wer Interesse an dieser schönen Exkursion hat, sollte sich in der Woche vormittags telefonisch unter 05373/6677 im NABU-Artenschutzzentrum anmelden. Treffpunkt ist um 9.00 Uhr auf dem Parkplatz des NABU-Artenschutzzentrums, die Kosten liegen bei 8 € für Erwachsene und 5 € für Jugendliche.
 - Beim Tümpeln gibt es Spannendes unter der Wasseroberfläche zu entdecken!
Leiferde, Juli 2010
Auch in der zweiten Julihälfte bietet das NABU-Artenschutzzentrum ein abwechslungsreiches Ferienspaßprogramm an.
Los geht’s am Dienstag den 13. Juli um 14 Uhr unter dem Motto „Von Urzeitkrebsen und anderen Minimonstern“. Beim „Tümpeln“ im Teich lernen die kleinen Forscher Lebewesen aus unseren Gewässern kennen. Wir erfahren etwas über die abenteuerlichen Formen und Namen dieser Tiere und wie sie es schaffen im Wasser zu überleben. Als Highlight bekommt jedes Kind zum Abschluß Dino-Krebseier, Futter und eine Aufzuchtanleitung für zu Hause mit.
Diese Veranstaltung ist für Kinder ab 6 Jahren geeignet und findet in der Zeit von 14 bis 16 Uhr statt. Eine telefonische Anmeldung sollte bis zum 9. Juli unter 05373/ 6677 (Montag bis Frei-tag von 8.30 – 11.30 Uhr) erfolgen. Die Kosten für jeden Teilnehmer liegen bei 10 Euro.
Am Freitag den 23. Juli geht’s abends um 21 Uhr spannend weiter. „Auf den Spuren von Batman und Co.“ begeben wir uns auf eine Nachtwanderung ins Viehmoor. Unter der fachkundigen Leitung von Andreas Roxlau erfahren Kinder und Erwachsene Interessantes über die einzigen fliegenden Säugetiere, wie sie leben, was sie fressen und welche Arten überhaupt bei uns vorkommen. Mit einem Bat-Detektor ausgerüstet, erkennen wie die unterschiedlichen Fledermausarten an ihren Lautäußerungen. Die Veranstaltung endet etwa um 23.30 Uhr. Eine telefonische Anmeldung bis zum 21. Juli unter 05373/6677 (Montag bis Freitag 8.30 bis 11.30 Uhr) ist notwendig. Die Kosten für Erwachsene betragen 9 Euro für Kinder 5 Euro. Bitte bringen Sie eine Taschenlampe mit.
Auch am 24. Juli sind wir ab 15.30 Uhr wieder im Viehmoor. Diesmal heißt es „Wasserdetektive unterwegs“. Entlang der Teiche werden wir mit Kescher und Becherlupe ausgerüstet viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten aufspüren. Kleine Experimente unter der fachkundigen Leitung von Andreas Roxlau sollen den jungen Forschern zeigen, wie es den Wasserbewohnern gelingt, hier zu überleben. Damit die kleinen Teilnehmer im Alter von 7 bis 11 Jahren keine nassen Füße bekommen, sind Gummistiefel unerlässlich. Eine telefonische Anmeldung unter 05373/6677 (Montag bis Freitag 8.30 bis 11.30 Uhr) ist bis spätestens 22. Juli notwendig. Die Veranstaltung endet um 17.30 Uhr und kostet 8 Euro pro Kind.
 - Diese Kornnatter wurde als Fundtier vor 2 Tagen im Zentrum abgeliefert
Leiferde, Juni 2010
Für den Dackel gibt es ausgewiesene hundefreundliche Hotels. Das Meerschwein kann bei Oma bleiben und die Ratten übernimmt eine Freundin. Aber mit der Schildkröte im Gepäck nach Italien fliegen? Das kann sich kaum jemand vorstellen. Wer jedoch ein solches Haustier besitzt, hat damit im Falle einer Wasserschildkröte die Verantwortung für ein mindestens 40- jähriges Leben übernommen. So lange möchte wohl niemand auf den Sommerurlaub verzichten. Doch wohin mit exotischen Haustieren, für die es keine „Pfötchenpension“ gibt?
„Die Lösung scheint für manche Menschen recht einfach“, so Bärbel Rogoschik, Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums „wir merken sofort, wann die Sommerferien nahen, denn dann steigen die Zahlen exotischer Fundtiere bei uns sprunghaft an“. In den vergangenen zwei Wochen wurden fünf große Wasserschildkröten abgegeben, die in fremden Gärten bzw. der freien Natur gefunden wurden und ganz aktuell wurde einen Tag nach Ferienbeginn eine junge Kornnatter ins Zentrum gebracht. Offenbar glauben einige Besitzer, weil eine Wasserschildkröte bei Ihnen im Gartenteich lebt, wäre sie auch in einem Badesee gut aufgehoben. Doch exotische Haustiere wie Leguan, Bartagame oder Schmuckschildkröte stammen aus heißen Regionen wie Florida oder Australien. Den Sommer mögen sie noch gut überstehen, aber Temperaturen um den Gefrierpunkt im Winter gefährden ihr Leben erheblich. Was viele Besitzer überrascht, Schildkröten sind schneller als ihr Ruf und noch dazu wahre Ausbruchskünstler. Zu den lieblos ausgesetzten Tieren gesellen sich so auch immer wieder entflohene Haustiere.
Die Mitarbeiter des NABU-Artenschutzzentrums befürchten für die nächsten Wochen weitere exotische Neuzugänge, denn die Ferien haben ja gerade erst begonnen. Doch „unsere Kapazitäten Exoten aufzunehmen sind begrenzt und außerdem fehlt uns dann der Platz für wahre Notfälle“ erklärt Rogoschik.
Die Naturschützer vom NABU-Artenschutzzentrum raten dazu sich wirklich umfassend über die Bedürfnisse eines Haustieres zu informieren, egal ob es sich um ein Kaninchen oder eine Schildkröte handelt. Dazu gehört in jedem Fall die Überlegung, wo man es unterbringen kann, während man im Urlaub oder auch mal im Krankenhaus ist.
 - Wie fühlt sich eine Schlange an?
Leiferde, Juni 2010
Am Donnerstag den 8. Juli bietet das NABU-Artenschutzzentrum in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr eine Ferienspaßaktion zum Thema „Typisch Schlange“ an.
Wer kennt sie nicht, die Schlange Kaa aus Disney´s Dschungelbuch? Wie sie mit ihrem kreisenden Blick versucht Mowgli zu hypnotisieren, um ihn dann einzuwickeln und zu fressen. Aber stimmt das denn überhaupt? Würde ein Königspython ein Kind angreifen, es gar hypnotisieren? Wie groß werden Schlangen eigentlich, sind sie auch ein wenig eitel wie die Zeichentrickschlange und lispeln sie wirklich wegen der gespaltenen Zunge? All diesen und anderen Fragen werden wir bei der Veranstaltung für Kinder ab sechs Jahren nachgehen. Außerdem basteln wir uns eine eigene „Hausschlange“ und lernen natürlich einige züngelnde Bewohner des Zentrums hautnah kennen. Die telefonische Anmeldung unter 05373/ 6677 (Montag bis Freitag von 8.30 – 11.30 Uhr) sollte bis spätestens 6. Juli erfolgen. Die Teilnahme kostet 8 Euro pro Kind.
 - Imker Klatt bei der Ferienspaßaktion
Leiferde, Juni 2010
Das NABU-Artenschutzzentrum bietet am 1. und 6. Juli jeweils von 14 - 16 Uhr Ferienspaßveranstaltungen zum Leben der Bienen an.
Wusstest du schon, dass 20 Bienen zusammen so viel wiegen wie ein Gummibärchen? Dass eine Bienenkönigin vier bis fünf Jahre alt wird oder dass eine Biene in zwei Minuten einen Kilometer zurücklegen kann? Wenn du noch mehr über das Leben dieser spannenden Insekten wissen möchtest, ihren leckeren Honig probieren willst und aus Bienenwachs kleine Figuren basteln möchtest, dann bist du bei dieser Veranstaltung genau richtig.
Unter der fachkundigen Leitung des Imkers Helmut Klatt findet am Donnerstag den 1. Juli „Leben im Wachsstaat der Bienen“ für ältere Kinder zwischen 9 und 13 Jahren statt. Eine telefonische Anmeldung unter 05373/ 6677 (Montag bis Freitag von 8.30 – 11.30 Uhr) ist bis spätestens 29. Juni erforderlich.
Am Dienstag den 6. Juli folgt dann „Fleißig wie die Bienen“ für die Kleineren von 6 bis 8 Jahren. Die telefonische Anmeldung hierfür sollte bis zum 5. Juli erfolgen. Beide Ferienspaßaktionen beginnen um 14 Uhr im NABU-Artenschutzzentrum und enden dort um 16 Uhr. Die Kosten belaufen sich auf 6 Euro pro Kind.

Leiferde, Juni 2010
„Wenn die Siebenschläfer Regen kochen, regnets ganze sieben Wochen“. Am 27. Juni ist Siebenschläfer-Tag und nach einer alten Bauernregel ist das Wetter an diesem Tag Omen für den ganzen Sommer.
Mit der auf Obstwiesen und in alten Wäldern vorkommenden Schlafmaus, eher als Siebenschläfer bekannt, hat dieser Tag jedoch nichts zu tun. Die grauen, etwa eichhörn-chengroßen Siebenschläfer sind nachtaktive Tiere. Die wendigen Kletterer können sich mithilfe ihres hoch empfindlichen Geruchs- und Gehörsinns mühelos im Dunkeln orientieren. Der Name ist Programm: In selbstgebauten Nestern oder Vogelnistkästen halten die Nagetiere von Ende September bis Anfang Mai Winterschlaf, erwachen somit also einige Wochen vor dem eigentlichen Siebenschläfertag. Der Siebenschläfer ist auf naturnahe Wälder mit einem hohen Alt- und Totholzanteil angewiesen. Solche Lebensräume werden immer seltener. Dementsprechend haben nur wenige Leute schon mal einen Siebenschläfer gesehen. Obwohl er sich durchaus auch auf Dachböden niederlässt und dort dann Lärm machen kann, als würde es sich um einen Einbrecher handeln. Die Zahl der aufgenommen Siebenschläfer im NABU-Artenschutzzentrum hingegen nimmt stetig zu. Allein im Jahr 2009 wurden hier 29 der kleinen Nager gepflegt, da sie sich recht ungünstige Winterquartiere wie z.B. den Aktenschrank eines Stadtarchivs oder eine kleine Höhle unter den wackeligen Bodenplatten eines Bahnsteiges ausgewählt hatten.
Der Name des Tages geht zurück auf eine Legende, nach der im 3. Jahrhundert sieben Brüder vor religiöser Verfolgung in eine Höhle flohen und dort auf Befehl des Kaisers Decius eingemauert wurden. Die Brüder fielen in einen tiefen Schlaf und erwachten etwa 200 Jahre später an einem 27. Juni als ein Bauer die Mauer öffnete, um die Höhle als Stall zu nutzen. Ähnlich wie die Brüder schlafen auch die Siebenschläfer eine lange Zeit. Die Legende und die alte Bedeutung des Wortes „sieben“, was mit „viel“ oder „lang“ übersetzt werden kann, haben der Schlafmaus schließlich ihren Namen eingebracht.
Leiferde, Juni 2010
Hasengruppe des DRK-Kindergartens Leiferde gab den Jungstörchen auf dem Schornstein Namen
Am Montag den 7. Juni war es so weit. Nachdem die Jungstörche zwei Tage zuvor beringt worden waren, erhielten sie am Montag den 7. Juni ihre Namen. Namensvorschläge konnten von Kindergärten und Grundschulklassen bei der Gifhorner Rundschau eingereicht werden.
Der Gewinner war der DRK Kindergarten Purzelbaum. Die dortige „Hasengruppe“ hatte 3 Namensvorschläge für die Störche eingereicht und erhielt den Zuschlag. Somit heißen die diesjährigen Jungstörche vom Schornstein Fritzchen, Frederike und Finchen. „Sehr passend, wie Bärbel Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum findet, da die Eltern Frieda und Friedolin heißen“.
Zur Taufe wurden die Kinder mit einem Minimaus-Bus abgeholt. Bei einer Führung über das Gelände des NABU-Artenschutzzentrums lernten die 3 bis 5-jährigen einige der Pfleglinge kennen. Sie sahen unter anderem wie schnell eine Landschildkröte fressen kann oder merkten, wie laut Papageien sein können.
Bei der Storchentaufe hängten die Kinder selbst gebastelte Namensschilder über die Köpfe von 3 Storchenfiguren. Als Abschiedsgeschenk erhielt jedes der 26 Kinder Informationen zum Weißstorch und einen Bastelbogen für ein Storchenmobile.
 - Hundert- oder Tausendfüßer? Wer das wissen will, sollte die Exkursion mitmachen.
Leiferde, Mai 2010
Am Samstag den 29. Mai veranstaltet das NABU-Artenschutzzentrum Leiferde eine Erlebniswanderung für Kinder ins nahe gelegene Naturschutzgebiet Viehmoor. In einem Bodenwürfel von 10 Zentimetern Kantenlänge können bis zu 10 Milliarden winzige Le-bewesen vorkommen. Bei unserer Wanderung werden wir in der Teichlandschaft aber eher den größeren Vertretern wie Asseln und Hundertfüßer auf der Spur sein. Mit Lupe, Sieb und Kescher ausgerüstet machen wir uns auf die Suche nach den Moosbewohnern und werden deren Aussehen und Lebensweise gemeinsam erforschen. Außerdem erfahren wir was mit dem ganzen Herbstlaub passiert, das auf den Boden fällt und welche wichtigen Aufgaben die Bewohner in Moos und Waldboden erfüllen.
Diese Aktion richtet sich an neugierige kleine Entdecker zwischen 7 und 11 Jahren. Treffpunkt ist der Parkplatz im Viehmoor um 15 Uhr. Dort endet die Veranstaltung auch um 17 Uhr. Für die Teilnahme ist eine telefonische Anmeldung beim NABU-Artenschutzzentrum von Montag bis Freitag unter 05373/6677 erforderlich. Es entsteht ein Unkostenbeitrag von 8 € je Teilnehmer.
 - Buntspecht
Leiferde, Mai 2010
Am Sonntag, den 16.05.2010, bietet das NABU-Artenschutzzentrum eine Exkursion in das Naturschutzgebiet „Viehmoor“ bei Leiferde an. Das etwa 360 ha große Naturschutzgebiet setzt sich zusammen aus Wald- und Wiesenbereichen und einer ca. 36 ha großen Teichlandschaft, welche auch Ziel der etwa 2-stündigen, von Joachim Neumann fachkundig geleiteten Wanderung sein wird. Ein Schwerpunkt der Exkursion liegt wie immer auf den Lautäußerungen heimischer Singvögel. Neben den Singvögeln lassen sich zumeist zahlreiche weitere, häufig auch seltene Tierarten beobachten, die den besonderen ökologischen Wert des Viehmoores erkennen lassen.
Wer Interesse an dieser schönen Exkursion hat, sollte sich in der Woche vormittags telefonisch unter 05373/6677 im NABU-Artenschutzzentrum anmelden. Treffpunkt ist um 9.00 Uhr auf dem Parkplatz des NABU-Artenschutzzentrums, die Kosten liegen bei 8 € für Erwachsene und 5 € für Jugendliche.
Leiferde, April 2010
Am Sonntag, den 9. Mai, veranstaltet das NABU-Artenschutzzentrum Leiferde eine Veranstaltung zu essbaren Wildkräutern. Frische Wildkräuter sind nicht nur ausgesprochen lecker sondern auch sehr gesund. So enthalten Löwenzahn, Brennnessel, Schafgarbe oder Giersch viele Vitamine und Mineralstoffe und waren noch Anfang des letzten Jahrhunderts recht häufig auf den Speisezetteln zu finden. Auf dem Gelände des NABU-Artenschutzzentrums und im angrenzenden Naturschutzgebiet werden wir uns auf die Suche nach den essbaren Pflanzen machen. Dabei lernen wir ihr Aussehen und die vielen nützlichen Eigenschaften kennen. Im Anschluss verzehren wir gemeinsam die selbst zubereiteten herzhaften und süßen Wildkräuterleckereien.
Die Veranstaltung für Jugendliche und Erwachsene beginnt um 10 Uhr und endet gegen 12 Uhr. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung beim NABU-Artenschutzzentrum (Tel.: 05373/ 6677) bis zum 7. Mai notwendig. Es entsteht ein Unkostenbeitrag von 10 Euro je Teilnehmer.
 - Was sich oben im Nest abspielte, bemerkte keiner der zahlreichen Besucher
Leiferde, April 2010
Über 4000 Besucher lockte das Storchenfest am vergangenen Sonntag ins NABU-Artenschutzzentrum nach Leiferde. Das störte die wilden Weißstörche auf dem Schornstein nicht, die weiter ihrem Brutgeschäft nachgingen.
Am Montag war dann die Überraschung perfekt, als im Storchennest zwei kleine Köpfe zu sehen waren. Leider war dieser Augenblick von kurzer Dauer, denn die Storchenmama setzte sich wieder schützend über ihre Jungen. Doch auch das währte nicht lange, denn sie war sehr unruhig und stand ständig auf. Den Grund konnten einige Mitarbeiter dann tatsächlich über die Storchenkamera direkt verfolgen. Aus zwei kleinen Köpfen wurden drei und die Mama schmiss die Eierschalen aus dem Nest.
„Wir sind hier alle begeistert“, berichtet Bärbel Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum, „zwei der kleinen Störche sind bestimmt schon älter als 24 Stunden und beim Storchenfest geschlüpft und keiner hat es bemerkt.“
Gut, für die Jungstörche ist der Regen, der gestern dafür sorgte, das Regenwürmer – Hauptfutter für die Kleinen - zur Verfügung stand. Bleibt zu hoffen, dass es auch in den nächsten Tagen feucht bleibt, um die Nahrungsgrundlage zur Aufzucht der Jungstörche zu gewährleisten.

Leiferde, April 2010
Zum diesjährigen Storchenfest am Sonntag, 25. April, lädt das NABU-Artenschutzzentrum Leiferde herzlich ein. Viele Attraktionen der unterschiedlichsten Art für Groß und Klein werden auf dem Gelände des NABU-Artenschutzzentrums den Besuchern angeboten.
Wer mit dem Rad kommt, wird gleich mit einem kostenlosen Begrüßungsgetränk empfangen. Bei freiem Eintritt werden zu jeder vollen Stunde Führungen über das Gelände des NABU-Artenschutzzentrums angeboten.
"Als tierische Attraktion sind zum Beispiel unsere wilden Störche - Frieda und Friedolin - vom Schornstein zu nennen, deren Nestaktivitäten am Bildschirm im Seminarraum zu sehen sein werden. Die Freilandterrarien werden mit zahlreichen Schildkröten belegt sein, und erstmalig wird ein junger Brillenkaiman im Wasserbecken mit etwas Glück zu sehen sein", sagte Bärbel Rogoschik, Leiterin NABU Artenschutzzentrum.
Am Pavillon des KiKi-Kinderklubs können sich die Besucher über die Aktivitäten zur naturerlebnispädagogischen Arbeit informieren. Kleine Besucher können in der Weidenhütte Nistkästen nach ihren eigenen Vorstellungen bemalen, aus Wolle Mäuse und Küken anfertigen oder sich wie ein Storch schminken lassen und dazu einen passenden Schnabel basteln.
Ein Pavillon lädt zum Schmökern ein und hält Bücher und CDs für sämtliche Altersgruppen bereit. Auch Nisthilfen der unterschiedlichsten Arten warten hier auf ihre neuen Besitzer.
Den Tag über findet das gemeinsam von VW und NABU veranstaltete Spritspartraining unter dem Motto 'Clever fahren - Sprit sparen' statt, zu dem sich die Teilnehmer im Vorfeld anmelden konnten oder per Los durchaus noch einen Platz ergattern können.
"Wie jedes Jahr gibt es eine große Tombola mit tausend Preisen", erläuterte Bärbel Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum. "Die Einnahmen aus dieser Tombola sollen zur Erstellung der Überdachung der drei Freilandterrarien mit UV-durchlässigem Plexiglas verwendet werden."
Natürlich darf das leibliche Wohl bei so einem Fest nicht zu kurz kommen. So wird sich der Besucher im Seminarraum, der als Kaffee hergerichtet wird, bei Kaffee und Kuchen eine Verschnaufpause gönnen oder im Hof frische Waffeln genießen können. Wer es lieber herzhaft mag wendet sich der Bratwurstbude zu.
An einer Speedcontrol-Torwand können sich Jung und Alt beim Torwandschießen üben und dabei ihre Schussgeschwindigkeit feststellen. Das Vfl-Maskottchen 'Wölfi' wird ab 14.00 Uhr zu Besuch sein und bestimmt gerne für Fotos zur Verfügung stehen.
Auf einem Energieerlebnisrad kann man Strom erzeugen und sich so ein Bild davon machen wie schwer (oder leicht) es ist, Strom zu erzeugen. Der Energieversorger LSW informiert über den Einsatz des Unternehmens zum Vogelschutz sowie über die Gefahren des Stromtods und der Entschärfung der Strommasten.
Die Jägerschaft wird mit dem Infomobil erscheinen und ein Falkner mit einem Greifvogel wird gerne Fragen beantworten. Die Imkerfamilie Klatt wird - bestückt mit einem Bienenvolk - nicht nur Honig anbieten sondern gerne Auskunft über ihre fleißigen Völker geben.
Auch handgefertigten Schmuck mit tierisch schönen Motiven kann der Besucher erstmals beim Storchenfest erwerben und am Stand der Aller-Zeitung können Kinder 'Enten angeln'.
Der NABU Wienhausen informiert über seine Arbeit und der NABU Kreisverband Gifhorn öffnet das Strohballenhaus zur Besichtigung, hält kleine Leckereien zur Verköstigung bereit und mit Kindern werden Nisthilfen für Insekten gebastelt.
Also auf nach Leiferde, wir freuen uns auf Ihren Besuch!
 - Rotmilan
Leiferde, April 2010
Am Sonntag, den 11.04.2010, bietet das NABU-Artenschutzzentrum die in diesem Jahr erste Exkursion in das Naturschutzgebiet „Viehmoor“ bei Leiferde an. Das etwa 360 ha große Naturschutzgebiet setzt sich zusammen aus Wald- und Wiesenbereichen und einer ca. 36 ha großen Teichlandschaft, welche auch Ziel der etwa 2-stündigen, von Joachim Neumann fachkundig geleiteten Wanderung sein wird. Ein Schwerpunkt der Exkursion liegt wie immer auf den Lautäußerungen heimischer Singvögel. Neben den Singvögeln lassen sich zumeist zahlreiche weitere, häufig auch seltene Tierarten beobachten, die den besonderen ökologischen Wert des Viehmoores erkennen lassen.
Wer Interesse an dieser schönen Exkursion hat, sollte sich in der Woche vormittags telefonisch unter 05373/6677 im NABU-Artenschutzzentrum anmelden. Treffpunkt ist um 9.00 Uhr auf dem Parkplatz des NABU-Artenschutzzentrums, die Kosten liegen bei 8 € für Erwachsene und 5 € für Jugendliche.
 - Foto: Roxlau
Leiferde, März 2010
Eine Kräuterentdeckungsreise für Kinder
Frische Kräuter sind nicht nur ausgesprochen lecker sondern auch sehr gesund! Am Freitag, den 16. April, begeben wir uns auf eine Entdeckungsreise und suchen nach essbaren Wildkräutern wie z.B. Löwenzahn, Knoblauchrauke, Brennnessel oder Schafgarbe. Die Kinder lernen hierbei verschiedene Kräuter und deren Verarbeitung zu schmackhaften Speisen kennen, die wir abschließend gemeinsam verzehren.
Die Kreativ-Veranstaltung für Kinder zwischen 7 und 11 Jahren beginnt um 15.30 Uhr im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde und endet dort um 17.30 Uhr. Für die Teilnahme ist eine verbindliche Anmeldung bis zum 14. April (wochentags 8.30 Uhr bis 11.30 Uhr unter 05373/6677) erforderlich. Es entsteht ein Unkostenbeitrag von 8 € je Kind.
 - Turmfalke, der in die Freiheit entlassen wird
Leiferde, März 2010
Tierisches Multikulti in Leiferde
Wieder ist ein Jahr vergangen, in dem sich zahlreiche Tiere der unterschiedlichsten Arten im NABU-Artenschutzzentrum tummelten. Ob entkräftet aufgegriffen, verletzt, hilflos, beschlagnahmt oder ausgesetzt, die Zahl der Pfleglinge mit Federn, Fell oder Schuppen hielten wieder die Mitarbeiter des Zentrums in Atem. Insgesamt wurden 2.166 Tiere aus 187 Arten rund um die Uhr gefüttert, geputzt, gewaschen und gepflegt.
Vom Rauhfußbussard aus dem Norden Skandinaviens, Amazonenpapageien aus Süd- und Mittelamerika, Kakadus aus Australien, über verschiedene Schildkrötenarten aus Afrika, Indien China und Korea, Schlangen von Nordamerika bis Afrika bis hin zu den unzähligen einheimischen europäischen Wildtiere, sie alle bereicherten den Arbeitsalltag.
Hervorzuheben bei den einheimischen Vögeln mit insgesamt 1.516 Individuen waren mengenmäßig 191 Amseln, 135 Ringeltauben und 95 Stockenten. Zu den seltenen Pfleglingen zählten gleich 3 Schreiadler, eine Sumpfohreule, ein Rauhfußkauz und ein Rauhfußbussard.
„Auch Weißstörche zählten wie jedes Jahr zu den Pfleglingen des Zentrums“, berichtete Bärbel Ro-goschik. So schlüpften beispielsweise wieder Jungstörche im Brutapparat des NABU-Artenschutzzentrums. Die Zahl der insgesamt in Leiferde gepflegten Weißstörche erhöhte sich, mit den 11 im letzten Jahr, auf insgesamt 315 Exemplare.
Bei den 48 exotischen Vögeln aus 20 Arten erforderte die zeitgleiche Unterbringung von 7 männlichen Großpapageien aus schlechter Haltung einen hohen Einsatz in der Pflege.
Weiter gestiegen ist die Zahl der im Zentrum gepflegten Reptilien, die sich im vergangenen Jahr auf 163 Tiere aus 41 Arten summierte. Darunter waren allein 129 Schildkröten. Grund hierfür ist vermutlich das sehr reichhaltige und (zu) günstige Angebot des Zoohandels sowie der offenbar florierende Schwarzmarkt.
Bei den Säugetieren mit 404 Tieren aus 18 Arten lagen die Igel mit 209 Exemplaren wieder an der Spitze. Hervorzuheben sind jedoch auch 29 Siebenschläfer, die aus dem Stadtarchiv in Wolfenbüttel, aus einem Bahnsteig in Braunschweig und aus einem Gebäude des Assegeländes kamen.
Gewöhnlich nimmt das NABU-Artenschutzzentrum keine Haustiere auf. Dass dennoch ein paar aufgenommen werden, hängt meist mit den Fundumständen oder dem Zustand des Tieres zusammen. So wurde beispielsweise ein Kanarienvogel nicht abgewiesen, den ein älterer Herr im Schuh vor seiner Haustüre vorfand. Insgesamt wurden in dieser Kategorie 31 Tiere aus 14 Arten aufgenommen.
Die Herkunft der Tiere verteilte sich auf 50 Landkreise aus neun Bundesländern, wobei die meisten Tiere aus dem Landkreis Gifhorn (710 Individuen) stammten, in dem sich auch das NABU-Artenschutzzentrum befindet. Auf den weiteren Plätzen lagen Braunschweig (364) vor Peine (307), Wolfsburg (150), Hannover (145) und Celle (141).
Die Ursachen, die eine Einlieferung in das NABU-Artenschutzzentrum zur Folge hatten, waren wie immer vielgestaltig und konnten in 334 Fällen nicht exakt bestimmt werden.
Verwaiste Jungtiere bildeten mit 826 Exemplaren wie schon so oft die größte und arbeitsaufwendigste Gruppe. Es folgen die Kollisionsopfer mit 219 Individuen sowie Verletzungen die durch andere Tiere (200), meist Katzen, entstehen.
Die Auswertung der Einlieferungszeiten belegte einmal mehr die Notwendigkeit, dass das NABU-Artenschutzzentrum für die Tierannahme rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr 2009 geöffnet war. Insgesamt 41 Prozent (das bedeutet 769 Tiere) aller eingelieferten Tiere erreichten das Zentrum außerhalb der täglichen regulären Öffnungszeiten von 9.00 bis 17.00 Uhr.
„Um die komplexen Aufgaben des NABU-Artenschutzzentrums gewährleisten zu können, müssen die Mitarbeiter außerordentlich flexibel sein“, sagt Uwe-Peter Lestin, Vorsitzender des Förderkreises des NABU-Artenschutzzentrums. „Die dafür notwendige mobile Flexibilität ist dankenswerterweise durch die Bereitstellung eines VW Transporters durch Volkswagen ermöglicht worden, wofür wir uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken möchten“.
In der Umweltbildung gab es, wie schon im letzten Jahr, personalbedingte Engpässe. Trotz alledem wurden 168 Veranstaltungen durchgeführt, die von 3.145 Personen besucht wurden. Auch das Storchenfest war mit über 2.000 Besuchern, bei durchwachsenem Wetter, ein Erfolg. Das Spektrum der angebotenen Veranstaltungen reichte von Kindergeburtstagen bis zu Stationsführungen und von Ex-kursionen zu jeder Tages- und Nachtzeit bis hin zu Vorträgen.
Mit Sorge blickt Bärbel Rogoschik, Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums, in die Zukunft. „Trotz der kontinuierlichen Unterstützung durch das Land Niedersachsen, reicht die finanzielle Basis leider nicht aus, eine zweite Tierpflegerstelle zu schaffen. Durch die geplante Verkürzung des Zivildienstes auf 6 Monate wird jedoch eine komplexe Einarbeitung der Zivildienstleistenden nicht immer möglich sein. Daraus resultierend kann es durchaus sein, dass es zu Abstrichen im Angebot bzw. in der Aufnahme der Tiere kommt“.
Uwe-Peter Lestin, sieht ähnliche Schwierigkeiten. „Wir werden leisten was machbar ist, um das NABU-Artenschutzzentrum zu unterstützen. Trotz alledem haben wir aber auch Pläne für dieses Jahr. So wurden in den vergangenen Tagen vier neue Dachflächenfenster im Tierbetrieb eingebaut und für die Jungvogelsaison sind 18 neue Aufzuchtkäfige bestellt. Zudem sollen die Freilandterrarien eine neue Überdachung erhalten, welche Regen abhält, aber das so wichtige Sonnenlicht für die Rep-tilien hindurchläßt“.
 - Kornnatter
Leiferde, März 2010
Ferienspaßaktion im NABU-Artenschutzzentrum
Am Montag, den 29. März, findet im NABU-Artenschutzzentrum in der Zeit von 14.00-16.00 Uhr die Ferienspaßaktion zum Thema „Typisch Schlange“ statt. Können Schlangen gut riechen, hören oder sehen? Was ist ein Natternhemd und wie funktioniert das mit der Flöte und dem Schlangen-Beschwören? Nachdem wir den zahlreichen Fragen nachgegangen sind, basteln wir uns eine Schlange aus Knetmasse, die selbstverständlich mit nach Hause genommen werden kann. Weil bei uns das „Begreifen“ der Natur im Vordergrund steht, lernen wir natürlich auch einige züngelnde Bewohner des NABU-Artenschutzzentrums hautnah kennen. Die Veranstaltung ist geeignet für Kinder ab 6 Jahren und kostet pro Kind 8 Euro.
Bei Interesse können Sie sich gerne unter der Woche vormittags telefonisch unter 05373/6677 anmelden. Anmeldeschluss ist der 26. März.
 - Foto: Roxlau
Leiferde, März 2010
Am Freitag den 19. März, geht es in einer Veranstaltung des NABU Artenschutzzentrums um Fußspuren, Fährten und Fraßreste sowie vieles andere mehr. Zahlreiche Wildtiere wie z.B. Fuchs, Dachs, Marder, Feldhase oder Reh sind nur schwer zu beobachten, hinterlassen jedoch ihre „Visitenkarte“ auf dem Boden. Gemeinsam werden die jungen Spurensucher Spannendes und Interessantes im Wald entdecken und gefundene Spuren mit Gips ausgießen. In einem Abenteuerspiel kann anschließend das neue Wissen angewendet werden.
An dieser Ferienspaßaktion können Kinder von sieben bis elf Jahren teilnehmen. Beginn ist 15.00 Uhr am Parkplatz im Naturschutzgebiet Viehmoor und endet dort um 17.30 Uhr.
Der Unkostenbeitrag für diese Ferienspaßaktion beträgt 9 Euro.
Eine verbindliche Anmeldung ist in der Woche vormittags bis zum 17. März erforderlich (Tel. 05373/6677).

Leiferde, März 2010
Die Telefone im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde stehen seit Kurzem nicht mehr still und in den meisten Fällen wissen die Mitarbeiter schon vorher, worum es geht. Spaziergänger haben einen kleinen Feldhasen gefunden und aus Sorge, dass er bei die-sen Temperaturen erfriert, haben sie ihn gleich mitgenommen.
Doch Feldhasen bringen sehr früh im Jahr ihre Jungen zur Welt. Da kann es auch schon mal sein, dass es noch sehr kalt ist und Schnee auf den Feldern liegt. In der Regel setzt die Häsin zwei Junge. Diese sind vollständig entwickelt, wenn sie geboren werden, das heißt Augen und Ohren sind offen und sie haben ein dichtes, wärmendes Fell.
„Oft wird uns am Telefon berichtet, dass die Junghasen allein seien und das Muttertier nirgends zu sehen wäre.“ Aber das ist der Normalfall, weiß Anne Kessel, Mitarbeiterin im NABU-Artenschutzzentrum, zu berichten, „denn die Mutter kommt nur für wenige Minuten in der Nacht vorbei, um ihre Jungen zu säugen“. Den Rest der Zeit sind die Jungen auf sich gestellt. Dadurch, dass sie sich so ruhig verhalten und durch ihre Fell-farbe, sind sie ausreichend getarnt.
In der Natur ist die Sterblichkeit bei Junghasen bereits verhältnismäßig hoch. Die Chancen, dass die Hasen in Menschenhand überleben, sind leider noch weitaus schlechter. „Wir haben nur industriell hergestellte Katzenaufzuchtmilch zur Verfügung. Die ist mit der richtigen Hasenmilch jedoch nicht zu vergleichen“ erklärt Anne Kessel. „Außerdem sind die Jungtiere hier wesentlich mehr Keimen ausgesetzt als draußen in der freien Wildbahn“.
Die dringende Bitte des NABU-Artenschutzzentrums ist daher, Junghasen in der Natur zu belassen und sie auf gar keinen Fall anzufassen. Denn dann nehmen sie den menschlichen Geruch an und es könnte passieren, dass die Häsin sie nicht mehr säugt. Sollten Sie unsicher sein, ob ein Junghase Hilfe benötigt, dann rufen Sie zunächst im NABU-Artenschutzzentrum an. Dann kann die weitere Vorgehensweise abgestimmt werden.
Auch wenn die Kleinen noch so niedlich sind: es handelt sich um Wildtiere, die auch in der freien Natur aufwachsen sollten.
 - Fridolin auf dem Schornstein
Leiferde, Februar 2010
Fridolin und Frida sind im NABU Artenschutzzentrum eingetroffen
Als Jana Freese, die im Rahmen einer Einstiegsqualifizierungs-Maßnahme am Samstag den 27. Februar die Tiere im Außengelände des NABU-Artenschutzzentrums versorgte, hörte sie ein aufregendes Klappern. Bei der Suche nach dem Verursacher blickte sie auf den hohen Schornstein der ehemaligen Molkerei und sah einen Weißstorch der in luftiger Höhe des Schornsteins eifrig sein Gefieder ordnete.
Beim Wochenendeinkauf erreichte die Leiterin des Zentrums eine SMS: Der erste Storch ist da“. Als Bärbel Rogoschik im Zentrum eintraf befand sich der Weißstorch immer noch auf dem Nest und bearbeitete das, durch den Winter in Unordnung geratene, Nest nach seinen Vorstellungen. Nach Einschalten der Dachkamera wurde der Storch in Augenschein genommen und als Brutstorch aus den letzten Jahren identifiziert.
Fridolin, der von den Hörern des NDR im letzten Jahr seinen Namen erhielt, kann eindeutig an einer spezifischen schwarzen Feder auf der linken Körperseite identifiziert werden.
Am frühen Abend des selben Tages war die Überraschung dann perfekt. Frida traf ein und das Paar begann sogleich Äste und Nistmaterial einzutragen.
„Im letzten Jahr traf das Männchen am 9. März ein, das Weibchen am 13. März. Dieses Jahr sind beide Störche am selben Tag eingetroffen, was wir so auch noch nicht hatten. Gewöhnlich kommt das Männchen ein paar Tage früher zum Niststandort zurück“, berichtet Bärbel Rogoschik. „Wir sind froh, das sie gesund und munter eingetroffen sind und nun wohl hoffentlich der Frühling einzug halten wird“.
 - Fuchsrote Sandbiene
Leiferde Februar 2010
Am Samstag, den 20. Februar, bietet das NABU-Artenschutzzentrum von 15.30 bis 17.00 Uhr eine Bastelaktion für Kinder ab 7 Jahren an. Aus verschiedenen Naturmateri-alien werden Nisthilfen für Insekten wie z.B. Wildbienen und Ohrwürmern hergestellt. Die von den Teilnehmern erstellten Nisthilfen können mit nach Hause genommen und im Garten oder am Balkon aufgehängt werden. An diesem Nachmittag wird auch vielen spannenden Fragen nachgegangen wie zum Beispiel ob Wildbienen auch den Menschen stechen, wie sie leben und warum sie für uns so nützlich sind.
Nahezu 570 verschiedene Wildbienenarten kommen in Deutschland vor. Ihre Länge reicht von wenigen Millimetern bis zu einigen Zentimetern. Viele Wildbienenarten sind, da es ihnen an geeignetem Nistraum und Futterpflanzen mangelt, akut vom Aussterben bedroht.
Das Mitbringen von Tontöpfen (Durchmesser ca. 20 Zentimeter) und leeren Blechdosen ist ebenso wie die verbindliche Anmeldung bis zum 18. Februar erforderlich (Tel. 05373/6677) für die Teilnahme erforderlich. Es entsteht ein Unkostenbeitrag von 6 € je Kind.
 - Grünfinken an Futtersäule, Foto Rolf Jürgens
Leiferde, Dezember 2009
Das Jahr geht zur Neige, Weihnachten steht kurz vor der Türe, der Winter scheint langsam Einzug zu halten und Siebenschläfer, Igel und Co haben sich in ihr Winterquartier zurückgezogen.
Die Mitarbeiter des NABU-Artenschutzzentrums sind indes rege und bereiten einen kleinen Adventsmarkt im Seminarraum des Artenschutzzentrums vor.
Am Sonntag den 6. Dezember wird dieser in der Zeit von 11.00 bis 17.00 Uhr stattfinden.
Ob Futterspender und Vogelfutter für die Winterzeit, geschmackvolle Sachen aus Holz, Kaffeebecher mit Igel, Rotkehlchen oder Blaumeise, T-Shirts mit Tiermotiven, jede Menge Kuscheltiere in allen Größen, diverse Bücher zu den unterschiedlichsten Themen insbesondere Kinderbücher, verschiedenste Nistkästen und vieles andere mehr, wird es zum Stöbern geben.
Besucher können kostenlos über das Gelände des NABU-Artenschutzzentrums schlendern, sich bei Glühwein, Kaffee und einer Waffel mit den Mitarbeitern über die Winterfütterung heimischer Vögel oder anderer interessanter Fragen unterhalten.

Leiferde, September 2009
Jedes Jahr im Herbst steht das NABU-Artenschutzzentrum Leiferde vor der gleichen Situation. Täglich wenden sich besorgte Bürger an die Mitarbeiter des NABU-Artenschutzzentrums, da sie angeblich verwaiste oder, nach Meinung der Finder, für die Jahreszeit viel zu kleine Igel aufgefunden haben. In den meisten Fällen ist jedoch keine der beiden Begründungen zutreffend, wie Bärbel Rogoschik, Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums, festgestellt hat: „Wenn man sich von den Findern Fälle angeblich hilfloser Igelkinder schildern lässt, stellt sich meistens heraus, dass die Sorge um die kleinen Stachelritter unbegründet war. Ein auf der Strasse überfahren aufgefundenes Alttier bedeutet z. B. noch lange nicht, dass es sich um das Muttertier der im Garten befindlichen Jungigel handelt.“ Ebenso entkräften kann Bärbel Rogoschik das Argument, dass zurzeit aufgefundene Igelbabys den bevorstehenden Winter nicht überleben können: „ Es ist völlig normal, dass Igel bis Ende September geboren werden. Bei einem normalen Witterungsverlauf haben auch diese Tiere eine gute Chance den Winter zu überstehen.“ Voraussetzung hierfür ist jedoch das Vorhandensein guter Überwinterungsmöglichkeiten, welche in einem naturnahen Garten ohne herbstliches Großreinemachen gegeben sind.
In diesem Zusammenhang weist Rogoschik darauf hin, dass der Igel zu den geschützten Tierarten gehört. Demnach ist eine vorübergehende Naturentnahme nach dem Bundesnaturschutzgesetz nur in absoluten Ausnahmefällen zulässig, nämlich dann, wenn es sich um ein verletztes oder krankes Tier handelt. Hinweise von Bürgern auf im Lebensraum der Igel vorhandene Gefahren wie Katzen, Hunde, Kinder oder Autos lässt Rogoschik indes nicht gelten, da diese zum natürlichen Lebensrauminventar von Igeln gehören: „Die Aufnahme von Jungigeln muss sich auf die wirklichen Notfälle beschränken. Zurzeit beherbergen wir bereits 21 „Flaschenkinder“, die alle zwei Stunden, Tag und Nacht, versorgt werden müssen. Aufgrund der personellen Lage befinden wir uns diesbezüglich nahe unserer Kapazitätsgrenze.“
Leiferde, September 2009
Der Herbst naht mit großen Schritten und aus den Apfelbäumen leuchten uns ro-te Äpfel entgegen. Zu diesem Thema bietet das NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde am Samstag, den 19. September, eine spannende Veranstaltung für Kinder an. Gemeinsam wollen wir uns auf eine Expedition zu den verschiedenen Apfelbäumen auf dem Gelände des NABU-Artenschutzzentrums begeben und verschiedene Apfelsorten mit allen Sinnen entdecken. Hierbei kommen natürlich auch die Schleckermäuler nicht zu kurz. Darüber hinaus werden anhand von Spiel- und Bastelaktionen diverse interessante Aspekte rund um das Thema Apfel behandelt.
Die Entdeckungsreise für Kinder ab 7 Jahren beginnt um 14.30 Uhr und endet gegen 16.30 Uhr. Wetterfeste Kleidung ist ebenso wie eine Anmeldung, in der Woche vormittags unter Tel. 05373/6677, erforderlich. Die Kosten für diese Ver-anstaltung belaufen sich auf 8 € pro Kind.
 - Foto: M. Delpho
Leiferde, September 2009
Am Freitag den 18. September 2009 bietet das NABU-Artenschutzzentrum in Kooperation mit der Kreiskunstschule des Landkreises Gifhorn von 16.00 - 18.00 Uhr Kindern ab 7 Jahren und Jugendlichen die Möglichkeit sich mit dem Eisvogel (Vogel des Jahres 2009) näher zu befassen.
Die interessante Lebensweise und das Aussehen dieses außergewöhnlichen Vogels stehen ebenso im Mittelpunkt des Nachmittags wie die Darstellung des Eisvogels mit Hilfe verschiedener Techniken auf Papier.
Die Werke der eifrigen Künstler werden ab 4. Dezember in der Kreisvolkshochschule in Form einer Ausstellung zu sehen sein.
Eine Anmeldung hierzu ist vormittags unter der Tel.Nr. 05373/6677 möglich.
Die kleinen Künstler sollten für diese Aktion Kleidung tragen, die auch ein paar Farbspritzer vertragen kann.
 - Habicht
Leiferde, August 2009
Am Sonntag, den 06.09.2009, bietet das NABU-Artenschutzzentrum die in diesem Jahr letzte Exkursion in das Naturschutzgebiet „Viehmoor“ bei Leiferde an. Das etwa 360 ha große Naturschutzgebiet setzt sich zusammen aus Wald- und Wiesenbereichen und einer ca. 36 ha großen Teichlandschaft, welche auch Ziel der etwa 2-stündigen, von Joachim Neumann fachkundig geleiteten Wanderung sein wird. Ein Schwerpunkt der Exkursion liegt wie immer auf den Lautäußerungen heimischer Singvögel. Neben den Singvögeln lassen sich zumeist zahlreiche weitere, häufig auch seltene Tierarten beobachten, die den besonderen ökologischen Wert des Viehmoores erkennen lassen.
Wer Interesse an dieser schönen Exkursion hat, sollte sich in der Woche vormittags telefonisch unter 05373/6677 im NABU-Artenschutzzentrum anmelden. Treffpunkt ist um 9.00 Uhr auf dem Parkplatz des NABU-Artenschutzzentrums, die Kosten liegen bei 8,- € für Erwachsene und 5,- € für Jugendliche.
 - Großer Abendsegler
Leiferde, August 2009
Wer hat große Ohren, fliegt mit den Händen und schläft mit dem Kopf nach unten hängend? Mit dieser und noch vielen anderen spannenden Fragen zum Thema Fledermäuse beschäftigt sich die Fledermauserlebniswanderung des NABU Artenschutzzentrums Leiferde für Kinder und Erwachsene anlässlich der europäischen Fledermausnacht am Samstag, den 29. August. Die Nachtwanderung (bitte Taschenlampen mitbringen) beginnt um 20.30 Uhr im NABU Artenschutzzentrum Leiferde und endet um ca. 22.30 Uhr.
Seit mehr als 10 Jahren findet im Sommer die europäische Fledermausnacht zeitgleich in nahezu 30 europäischen Ländern statt. 23 Fledermausarten kommen in Deutschland vor, wovon viele mittlerweile in ihren Bestand akut bedroht sind. Als Insektenfresser erweisen sich Fledermäuse als überaus nützlich, so vertilgt z.B. eine Wasserfledermaus bis zu 1000 Mücken je Nacht. Mit Hilfe von BAT-Detektoren werden die Teilnehmer verschiedene Fledermausarten im Naturschutzgebiet Viehmoor entdecken. Zugleich erhalten sie Informationen darüber, wie man selber zum Erhalt dieser sehr interessanten Tiergruppe beitragen kann.
Es entsteht ein Unkostenbeitrag von 5,- € pro Kind und 9,- € pro Erwachsenen.
Interessierte für diese Exkursion können sich vormittags bis zum 26.8.09 unter der Tel Nr.: 05373/6677 im NABU Artenschutzzentrum Leiferde anmelden.
 - Heidenelke
Leiferde, August 2009
Am Sonntag, den 16. August, veranstaltet das NABU Artenschutzzentrum Leiferde eine Exkursion in das Heidenaturschutzgebiet „Heiliger Hain“. Dieses Gebiet gehört zu den äl-testen Naturschutzgebieten Niedersachsens und umfasst umfangreiche Heidebereiche. Der „Heilige Hain“ bietet vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat, die es auf dieser Wanderung durch das Naturschutzgebiet zu entdecken gilt. So leben hier neben seltenen Pflanzenarten wie Heidenelke, Wacholder und Besenheide auch viele seltene Tierarten wie Waldeidechse und Kreuzotter. Daneben erfahren wir vieles darüber, wie der Mensch diese Landschaft in früheren Zeiten geformt und genutzt hat.
Leiferde, Juli 2009
Am Montag, den 03 August 2009, findet im NABU-Artenschutzzentrum unter dem Motto „Natur schmeckt“ eine Wildkräuterentdeckungsreise für Kinder von 7-11 Jahren statt. Getreu dem Motto werden bei dieser Veranstaltung nicht nur essbare Wildkräuter gesucht und deren Nutzungsmöglichkeiten erläutert, sondern unter Anleitung von Andreas Roxlau auch direkt zu leckeren Speisen verarbeitet und im Anschluss gemeinsam verzehrt.
Die Veranstaltung dauert von 10.00 bis 12.00 Uhr, eine Anmeldung im NABU-Artenschutzzentrum ist erforderlich (Tel. 05373/6677). Die Kosten für diese Veranstaltung belaufen sich auf 8,00 € pro Kind.
 - Im Viehmoor als Nahrungsgast vorkommender Silberreiher
Leiferde, Juli 2009
Am Sonntag, den 02.08.2009, bietet das NABU-Artenschutzzentrum eine Exkursion in das Na-turschutzgebiet „Viehmoor“ bei Leiferde an. Das etwa 360 ha große Naturschutzgebiet setzt sich zusammen aus Wald- und Wiesenbereichen und einer ca. 36 ha großen Teichlandschaft, welche auch Ziel der etwa 2-stündigen, von Joachim Neumann fachkundig geleiteten Wanderung sein wird. Ein Schwerpunkt der Exkursion liegt wie immer auf den Lautäußerungen heimischer Singvögel. Neben den Singvögeln lassen sich zumeist zahlreiche weitere, häufig auch seltene Tierarten beobachten, die den besonderen ökologischen Wert des Viehmoores erkennen lassen.
Wer Interesse an dieser schönen Exkursion hat, sollte sich in der Woche vormittags telefonisch unter 05373/6677 im NABU-Artenschutzzentrum anmelden. Treffpunkt ist um 9.00 Uhr auf dem Parkplatz des NABU-Artenschutzzentrums, die Kosten liegen bei 8 € für Erwachsene und 5,- € für Jugendliche.
 - Teichfrosch
Leiferde, Juli 2009
Am Freitag den 24. Juli bietet das NABU-Artenschutzzentrum Leiferde die nächste Ferienspaßveranstaltung für kleine „Forscher“ an. Von 14.00 bis 16.00 Uhr geht es auf Entdeckungstour an den Tümpel mit seiner spannenden Unterwasserwelt. Hier gilt es Wesen zu entdecken die über das Wasserlaufen, Fangmasken tragen oder sich im Wasser hüpfend fortbewegen.
Auch mit Urzeitkrebsen werden wir uns beschäftigen und jedem kleinen Forscher zum Abschluß Dinokrebseier und Futter mit nach Hause geben.
 - Imker Helmut Klatt mit Kindern beim Besuch des Bienestocks
Leiferde, Juli 2009
Das NABU Artenschutzzentrum Leiferde veranstaltet am Mittwoch den 21. Juli in der Zeit von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr für Kinder im Alter von 6-8 Jahren ein Ferienspaßprogramm zum Thema Bienen.
Unter dem Motto "Fleissig wie die Bienen" erfahren die Kinder z.B. dass für 1 Kilogramm Bienenhonig die fleissigen Sammlerinnen eine Strecke zurücklegen müssen, die 5 Erdumrundungen entspricht. Die Kinder besuchen das Bienenvolk auf dem Gelände des NABU Artenschutzzentrums, können aus Bienenwachs kleine Figuren kneten und natürlich auch den leckeren Bienenhonig probieren.
Da es noch ein paar freie Plätze gibt, können sich Schnellentschlossene in der Woche vormittags unter der Tel.Nr.: 05373/6677 anmelden.
Leiferde, Juli, 2009
Am Dienstag, den 14. Juli 2009 findet im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde von 10.00 – 12.00 Uhr eine Ferienspaßaktion für Kinder ab 6 Jahren statt. Unter dem Motto „Typisch Schlange“ erfahren die Kinder viel Spannendes über heimische und exotische Schlangen und basteln aus Knetmasse eine Schlange zum mitnehmen. Natürlich steht auch das sprichwörtliche „Begreifen“ auf der Tagesordnung. Die Aktion kostet acht Euro, Anmeldungen werden wochentags von 8.30 bis 12.00 Uhr unter 05373/6677 entgegen genommen.
 - Im Viehmoor als Brutvogel vorkommender Pirol
Leiferde, Juni 2009
Am Sonntag, den 05.07.2009, bietet das NABU-Artenschutzzentrum eine Exkursion in das Naturschutzgebiet „Viehmoor“ bei Leiferde an. Das etwa 360 ha große Naturschutzgebiet setzt sich zusammen aus Wald- und Wiesenbereichen und einer ca. 36 ha großen Teichlandschaft, welche auch Ziel der etwa 2-stündigen, von Joachim Neumann fachkundig geleiteten Wanderung sein wird. Ein Schwerpunkt der Exkursion liegt wie immer auf den Lautäußerungen heimischer Singvögel. Neben den Singvögeln lassen sich zumeist zahlreiche weitere, häufig auch seltene Tierarten beobachten, die den besonderen ökologischen Wert des Viehmoores erkennen lassen.
Wer Interesse an dieser schönen Exkursion hat, sollte sich in der Woche vormittags telefonisch unter 05373/6677 im NABU-Artenschutzzentrum anmelden. Treffpunkt ist um 9.00 Uhr auf dem Parkplatz des NABU-Artenschutzzentrums, die Kosten liegen bei 8 € für Erwachsene und 5 € für Jugendliche.
 - Zwergfledermaus
Leiferde, Juni 2009
Eine buntes, vielfältiges Programm haben die Mitarbeiter des NABU-Artenschutzzentrums für die Sommerferien zusammengestellt.
Los geht es am Freitag den 26. Juni von 15.00 bis 18.00 Uhr mit einem Highlight, dem „Schnecken entdecken“. Walter Wimmer nimmt die Kinder mit auf eine spannende Entdeckungsreise ins Land der Wirbellosen. Wer noch nicht wusste, dass Schnecken auch Haare haben können und manche Arten räuberisch leben, wird hier eine Menge Neues aus der Welt der Schnecken erfahren. Der Unkostenbeitrag beträgt 11 Euro.
Weiter geht es am Samstagabend dem 27. Juni von 20.30 bis 23.00 Uhr „Auf den Spuren von Bat.Man und Co“. Andreas Roxlau leitet die Nachtexkursion für Kinder und Erwachsene in das Teichgebiet Viehmoor um dort verschiedene Fledermausarten mit Hilfe des BAT-Detektors zu entdecken und Interessantes aus dem Leben dieser Tiere zu erklären. So vertilgt zum Beispiel eine Wasserfledermaus bis zu 1000 Mücken jede Nacht. Teilnehmer sollten bitte festes Schuhwerk und eine Taschenlampe mitbringen. Der Unkostenbeitrag beläuft sich hierfür auf 9 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder.
Am Mittwoch den 1. Juli geht es im NABU-Artenschutzzentrum dann mit den fleißigen Honigproduzenten weiter. Von 14.00 bis 16.00 Uhr gestaltet die Imkerfamilie Klatt die Ferienspaßaktion für Kinder ab 9 Jahren. Das im Zentrum heimische Bienenvolk wird dabei näher unter die Lupe genommen und natürlich der leckere Honig probiert. Für die Ferienspaßaktion „Leben im Wachstaat der Bienen“ ist ein Unkostenbeitrag von 6 Euro pro Kind zu ent-richten.
Anmeldungen zu diesen Veranstaltungen sind in der Woche vormittags jederzeit möglich.
 - Ringelblume
Leiferde, Juni 2009
Am Sonntag den 14. Juni geht es in einem Praxisseminar von 10.00 bis 12.00 Uhr um die Verwendung von Wildkräutern zu Heilzwecken. Viele Heilkräuter vom Wegesrand sehen nicht nur attraktiv aus, sondern bieten sich auch für die Herstellung von Salben oder Tees an. So ist z.B. die Ringelblume (Heilpflanze des Jahres) hervorragend zur Herstellung von Haut-cremes geeignet. Die positive Wirkung dieser Pflanze bei schlecht heilenden Wunden, Verbrennungen und Ekzemen ist wissenschaftlich belegt.
Auch andere Wildpflanzen wie Johanniskraut oder Schafgarbe eignen sich zur einfachen Herstellung von Naturheilmitteln. Bei diesem Seminar erfahren interessierte Teilnehmer wie aus Wildpflanzen z.B. Salben, Kräuteröle oder Tees zubereitet werden können.
Die Seminarteilnehmer sollten geeignete Behältnisse (kleine Salbendose, 2 Schraubdeckelgläser) mitbringen und sich im NABU-Artenschutzzentrum in der Woche vormittags unter der Tel. 05373/6677 anmelden. Der Unkostenbeitrag beträgt 9,50 EUR pro Erwachsenen.

Leiferde, Mai 2009
Zum diesjährigen Storchenfest am Sonntag dem 17. Mai möchte das NABU-Artenschutzzentrum herzlich einladen. Viele Attraktionen der unterschiedlichsten Art für Groß und Klein werden auf dem Gelände des NABU-Artenschutzzentrums den Besuchern angeboten.
Wer mit dem Rad kommt, wird gleich mit einem kostenlosen Begrüßungsgetränk empfangen. Bei freiem Eintritt werden, zu festen Zeiten, Führungen über das Gelände des NABU-Artenschutzzentrums angeboten.
Am Pavillon des KiKi-Kinderklubs können sich die Besucher über die Aktivitäten zur naturerlebnispädagogischen Arbeit informieren. Kleine Besucher können in der Weidenhütte Lesezeichen gestalten und aus Wolle Mäuse und Küken basteln. Zusätzlich wird für Kinder zu bestimmten Uhrzeiten die Möglichkeit angeboten Nisthilfen für Wildbienen herzustellen oder leckeres aus Wiesenkräutern zu kosten.
Ein Pavillon lädt zum Schmökern ein und hält Bücher und CDs für sämtliche Altersgruppen bereit. Auch Nisthilfen der unterschiedlichsten Arten warten hier auf ihre neuen Besitzer.
Der Storchenbetreuer Herr Behrmann ist mit einem Stand vertreten und beantwortet gerne alle Fragen rund um das Thema Weißstorch und deren Brutstandorte im Kreis Gifhorn und Celle.
„Wie jedes Jahr gibt es eine große Tombola mit tausend Preisen“, erläutert Bärbel Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum. „Die Einnahmen aus dieser Tombola sollen zur Renovie-rung von 16 Nordvolieren verwendet werden, deren Zwischenwände im Laufe der Jahre morsch geworden sind“.
Natürlich darf das leibliche Wohl bei so einem Fest nicht zu kurz kommen. So wird sich der Besucher im Seminarraum, der als Kaffee hergerichtet wird, bei Kaffee und Kuchen eine Ver-schnaufpause gönnen oder im Hof frische Waffeln genießen können. Wer es lieber herzhaft mag wendet sich der Bratwurstbude zu.
Die Jägerschaft wird mit dem Infomobil erscheinen. Die Imkerfamilie Klatt wird – bestückt mit einem Bienenvolk - sämtliche Fragen zum Thema Bienen beantworten und natürlich auch köstlichen Honig bereithalten.
Der NABU Kreisverband Gifhorn öffnet das Strohballenhaus zur Besichtigung.
Auch Fans der körperlichen Ertüchtigung kommen auf Ihre Kosten. Der HealthCity All Inclu-sive Fitness Club Gifhorn wird mit einem kleinen Fitness-Parcours aufwarten.
Als tierische Attraktion sind zum Beispiel unsere wilden Störche vom Schornstein zu nennen, deren Kinderstube über Bildschirm im Seminarraum zu sehen sein wird. Die Freilandterrarien werden mit zahlreichen Schildkröten belegt sein und mit etwas Glück zeigt sich der freiflie-gende Pelikan im Storchengehege.
Also, auf nach Leiferde zum Storchenfest. Wir freuen uns auf ihren Besuch.
Leiferde, April 2009
Am Samstag, den 09.05.09, findet im NABU-Artenschutzzentrum unter dem Motto "Natur schmeckt" eine Wildkräuter-entdeckungsreise für Kinder von 7-11 Jahren statt. Getreu dem Motto werden bei dieser Veranstaltung nicht nur essbare Wildkräuter gesucht und deren Nutzungsmöglichkeiten erläutert, sondern unter Anleitung von Andreas Roxlau auch direkt zu leckeren Speisen verarbeitet und im Anschluss gemeinsam verzehrt.
Die Veranstaltung dauert von 15.00 bis 17.00 Uhr, eine Anmeldung im
NABU-Artenschutzzentrum ist erforderlich (Tel. 05373/6677). Die Kosten
für diese Veranstaltung belaufen sich auf 8,00 € pro Kind.
 - Im Viehmoor als Brutvogel vorkommender Graureiher
Leiferde, April 2009
Am Sonntag, den 03.05.09, bietet das NABU-Artenschutzzentrum eine Exkursion in das Naturschutzgebiet "Viehmoor" bei Leiferde an. Das etwa 360 ha große Naturschutzgebiet setzt sich zusammen aus Wald- und Wiesenbereichen und einer ca. 36 ha großen Teichlandschaft, welche auch Ziel der etwa 2-stündigen, von Joachim Neumann fachkundig geleiteten Wanderung sein wird. Ein Schwerpunkt der Exkursion liegt wie immer auf den Lautäußerungen heimischer Singvögel. Neben den Singvögeln lassen sich zumeist zahlreiche weitere, häufig auch seltene Tierarten beobachten, die den besonderen ökologischen Wert des Viehmoores erkennen lassen.
Wer Interesse an dieser schönen Exkursion hat, sollte sich telefonisch unter 05373/6677 im NABU-Artenschutzzentrum anmelden. Treffpunkt ist um 9.00 Uhr auf dem Parkplatz des NABU-Artenschutzzentrums, die Kosten liegen bei 8 € für Erwachsene und 5 € für Jugendliche.
Leiferde, April 2009
Frieda und Friedolin haben Nachwuchs
Jubel bei den Mitarbeitern und den Besuchern des NABU-Artenschutzzentrums gab es am 27.April nachmittags. Ein kleiner Kopf war für einige Augenblicke im großen Nest auf dem Schornstein zu sehen. Doch schon setzte sich die Störchin wieder, um das Jungtier und die verbliebenen Eier nicht auskühlen zu lassen.
Am nächsten Morgen wurde sogleich wieder die Kamera auf dem Dach in Betrieb genommen um einen Blick in das Nest zu werfen. Glücklicherweise fütterte der Brutstorch gerade und ein zweiter Jungstorch reckte seinen Kopf hoch.
„Es ist jedes Jahr auf`s Neue ein Ereignis für uns, wenn die Jungstörche schlüpfen und wir, mit der auf dem Dach angebrachten Kamera, die Aufzucht im Seminarraum verfolgen können“, berichtet Bärbel Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum. „Wie uns der Weißstorchbetreuer Hans Jürgen Behrmann informierte, sind dies die ersten in diesem Jahr geschlüpften Weißstörche im Kreis Celle und Gifhorn.“ Wenn es in den nächsten Wochen weiterhin so trocken bleibt, befürchten die Artenschützer jedoch, dass ein Teil der Jungstörche nicht groß wird, da diese in den ersten Lebenstagen überwiegend mit Regenwürmern, Insekten, Kaulquappen und anderen winzigen Beutetieren versorgt werden müssen.
Es bleibt also spannend. Wer die kleinen Weißstörche sehen möchte, kann dies, mit etwas Glück und Geduld, auf dem Bildschirm im Seminarraum des NABU-Artenschutzzentrums oder kommt zum Storchenfest am 17. Mai nach Leiferde.
 - NDR 1 Niedersachsen Reporter Florian Kneiffel und Bärbel Rogoschik
Leiferde, April 2009
Die Störche auf dem Schornstein des NABU-Artenschutzzentrums in Leiferde können seit Dienstag, den 21.04.09 mit Namen angesprochen werden. Bei einer Aktion von NDR 1 Niedersachsen, bei der die Hörer aufgerufen waren Namen für das hiesige Storchenpaar vorzuschlagen, konnte sich die Kombination „Frieda & Friedolin“ in der Schlussauswahl letztendlich deutlich, mit 46 % der Stimmen, vor „Paul & Pauline“ sowie „Anton & Adele“ platzieren. NDR 1 Niedersachsen Repor-ter Florian Kneiffel war von der Hörerresonanz überwältigt: „Mit so einer tollen Beteiligung haben wir absolut nicht gerechnet. Wir haben über 1000 Anrufe von Leuten erhalten, die uns ihre Namensvorschläge mitteilen wollten.“ Auch Bärbel Rogoschik, die Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums, war von der Anteilnah-me am Leben der Leiferder Störche schwer beeindruckt: „Bei uns gingen den ganzen Tag über Anrufe von NDR 1 Niedersachsen-Hörern ein, auch noch lange nach Ende der Aktion.“
Frieda und Friedolin indes ließen sich vom Trubel um ihre Namensfindung nicht stören und befassten sich weiterhin mit dem laufenden Brutgeschäft. Nach Beobachtungen von Mitarbeitern des NABU-Artenschutzzentrums werden die Jungen vermutlich Ende des Monats schlüpfen und können dann live, aufgenommen von einer Dachkamera, auf dem Monitor im Seminarraum bewundert werden. Das NABU-Artenschutzzentrum hat täglich von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.
Leiferde, April 2009
Wie schon seit Jahren, so brütet auch dieses Jahr wieder ein Paar Weißstörche auf dem Schornstein des NABU-Artenschutzzentrums. Mitte März feierten das Männchen und das Weibchen nach ihrem Winteraufenthalt in Afrika in Leiferde ihr Wiedersehen.
Seither herrscht oben auf dem Schornstein reges Treiben und mittlerweile ist das Brutgeschäft in vollem Gange. Da ende März mit dem Brüten begonnen wurde, ist bald mit dem Schlupf des ersten Jungstorches zu rechnen.
Der NDR 1 Niedersachsen sucht jetzt Namen für das Storchenpaar. Wer Vorschläge hierzu einreichen möchte, kann dies im Internet unter NDR 1 Niedersachsen – Service – Mitmachen – Namen für Leiferder Störche tun oder unter der Tel.Nr: 0511/80 22 22 anrufen.
Am 21. April kann zwischen 14.00 und 15.00 Uhr dort im Internet unter einer Vorauswahl abgestimmt werden.
Der NDR 1 wird am Dienstag ab ca. 15.00 Uhr mit einem Ü-Wagen aus dem Leiferder NABU-Artenschutzzentrum das Ergebnis kundtun und live übertragen.
 - Rosapelikan im Gehege der Weißstörche
Leiferde, April 2009
Exotischer Gast im NABU-Artenschutzzentrum
„Haben wir während der Mittagspause einen Pelikan gebracht bekommen??“ Die Mitarbeiter des NABU-Artenschutzzentrums in Leiferde staunten nicht schlecht, als sie den außergewöhn-lichen Gast entdeckten, der sich im Storchen-Außengehege unter die fünf Bewohner gemogelt hatte: Ein großer Pelikan saß dort am Teich und fühlte sich unter den Störchen sichtlich wohl.
Wer am Freitag den 3.4.09 das NABU-Artenschutzzentrum besucht hat, der bekam mit dem Pelikan eine besondere Attraktion geboten. Zunächst sitzt der Vogel in dem Gehege, doch dann erhebt er sich in die Lüfte – und nimmt Kurs auf das Storchennest, in dem das heimische Storchenpaar bereits mit dem Brüten begonnen hat. Und dort herrscht natürlich Alarmstim-mung: Mit heftigem Klappern und einer kurzen Verfolgungsjagd wird der Pelikan, nachdem er ein paar Runden über dem Nest gedreht hat, vertrieben. Daraufhin macht er es sich auf der zweiten Storchen-Nisthilfe auf dem Gelände bequem, weiterhin argwöhnisch von dem brüten-den Storchenpärchen beäugt. Nach einer Weile lässt er sich wieder im Storchengehege nieder, schwimmt ein paar Runden auf dem kleinen Teich und macht ein bisschen den Anschein, in dem Gehege ein neues Zuhause gefunden zu haben.
Über die Herkunft des Pelikans, der keinen Ring trägt, kann nur spekuliert werden.„Vermutlich ist dieser Pelikan in der Gesellschaft von Störchen aufgewachsen, da er offensichtlich die Nähe zu ihnen sucht“, vermutet Bärbel Rogoschik, Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums. Bei dem Tier handelt es sich nach Rogoschiks Angaben um einen Ro-sapelikan. Pelikane dieser Art können eine Größe von bis zu 170 Zentimeter sowie eine Flü-gelspannweite von 260 bis 360 cm erreichen, das Gewicht beträgt zwischen 9 und 14 Kilo-gramm. Somit zählt der Rosapelikan, der sonst hauptsächlich in Afrika aber auch in Südeuro-pa zu Haus ist, zu den größten flugfähigen Vögeln.
Davon konnten sich Mitarbeiter und Besucher am Freitag selbst überzeugen: Beeindruckend und elegant drehte der Vogel, dem man es bei dem Gewicht und der Größe gar nicht zu traut, seine Runden über dem Gelände. Ob der Pelikan in Leiferde zu Gast bleiben wird, wird sich zeigen. Doch wenn dies der Fall ist, muss sich das NABU-Artenschutzzentrum gut wappnen: über ein Kilogramm Fisch frisst ein Pelikan pro Tag!
 - Junges Eichhörnchen bei ersten Ausflug in die Umgebung
Leiferde, März 2009
Das Europäische Eichhörnchen mit seinem rotbraunen Fell und dem buschigen Schwanz gehört zu den charakteristischsten Arten unserer Wälder. Es lebt als Einzelgänger oder in Mutterfamilien und ist als Kulturfolger vielerorts in Gärten und Parks zu beobachten. Nach einer Tragzeit von etwa 38 Tagen bringt die Mutter im Frühjahr drei bis fünf Jungtiere zur Welt. Diese sind nackt, blind und taub und verbringen ihre ersten Lebenswochen im Kobel, der von der Mutter in Baumkronen, auf Astgabeln sowie in seltenen Fällen auch in Nistkästen oder Zwischenräumen an Hauswänden angelegt wird.
Im letzten Jahr wurden im NABU Artenschutzzentrum Leiferde 42 Eichhörnchen aufgenommen und gepflegt. „Dass Jungtiere zu uns gelangen und aufgezogen werden müssen, liegt daran, dass Bäume in Gärten und Parks gefällt werden ohne das vorher überprüft wird, ob sich Nester in den Ästen befinden“ erklärt John Lehmann, Tierpfleger im NABU Artenschutzzentrum. Auch Frühjahrsstürme oder die Störung der Mutter beim Umsetzen ihrer Jungen führen dazu, dass kleine Eichhörnchen aus dem Nest fallen. Wenn Sie ein junges Eichhörnchen finden und es keine sichtbaren Verletzungen aufweist, fassen Sie es nicht an und sperren Sie gegebenenfalls ihre Hunde oder Katzen ins Haus. Außerhalb der Sichtweite der Eichhörnchen sollten Sie dann beobachten, ob das Muttertier das Junge wieder annimmt. „Das kann einige Stunden dauern, klappt jedoch in der Regel sehr gut“ versichert John Lehmann. Unterstützend können Sie das Jungtier in einen kleinen Korb, den Sie am Baum anbringen, setzen.
In der freien Wildbahn haben junge Eichhörnchen gegen viele Widrigkeiten zu kämpfen, um erwachsen zu werden. Ihre Überlebenschancen in einer unnatürlichen Umgebung, also in Menschenhand, sind ungleich schlechter. „Wir appellieren daher an die Menschen alles zu versuchen, damit die Jungen bei ihrer Mutter bleiben und von ihr aufgezogen werden können“ so Lehmann.
 - Im Viehmoor als Brutvogel vorkommender Kranich mit Rehen
Leiferde, März 2009
Am Sonntag, den 05.04.09, bietet das NABU-Artenschutzzentrum die in diesem Jahr erste Exkursion in das Naturschutzgebiet „Viehmoor“ bei Leiferde an. Das etwa 360 ha große Naturschutzgebiet setzt sich zusammen aus Wald- und Wiesenbereichen und einer ca. 36 ha großen Teichlandschaft, welche auch Ziel der etwa 2-stündigen, von Joachim Neumann fachkundig geleiteten Wanderung sein wird. Ein Schwerpunkt der Exkursion liegt wie immer auf den Lautäußerungen heimischer Singvögel. Neben den Singvögeln lassen sich zumeist zahlreiche weitere, häufig auch seltene Tierarten beobachten, die den besonderen ökologischen Wert des Viehmoores erkennen lassen.
Wer Interesse an dieser schönen Exkursion hat, sollte sich telefonisch unter 05373/6677 im NABU-Artenschutzzentrum anmelden. Treffpunkt ist um 9.00 Uhr auf dem Parkplatz des NABU-Artenschutzzentrums, die Kosten liegen bei 8 € für Erwachsene und 5 € für Jugendliche.
 - Moorfroschmännchen in, für die Paarungszeit typischen, Blaufärbung
Leiferde, März 2009
Die erste Ferienspaßaktion für Kinder findet in diesem Jahr am 2. April statt. Von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr startet der Ferienspaß „Typisch Schlange“.
Kinder ab sechs Jahren erfahren spannendes über heimische und exotische Schlangen und basteln aus Knetmasse eine Schlan-ge zum mitnehmen. Natürlich steht auch das sprichwörtliche „Begreifen“ auf der Tagesordnung. Die Aktion kostet 8 € und die Anmeldungen werden wochentags von 8.30 bis 12.00 Uhr entgegen genommen.
Am 4. April geht es dann weiter mit den „Wasserdetektiven unterwegs“. Von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr geht es um Tiere und Pflanzen im Wasser. Die Teiche des Naturschutzgebietes Viehmoor bieten vielen seltenen Arten einen Lebensraum. So leben dort neben Gras- und Wasserfröschen auch die seltenen Moorfrösche. Geschichten von „Unterwasserpiraten“ und „Häuslebauern“ begleiten die Forscher ins Reich des Wassers. Mit kleinen Experimenten wird hierbei erklärt, wie es den Tieren gelingt im Wasser zu überleben. Für die Ferienspaßaktion ist wetterfeste Kleidung empfehlenswert. Die Aktion richtet sich an die Altersgruppe der sieben- bis zwölfjährigen und kostet 11 €. Auch hier werden Anmeldungen wochentags von 8.30 bis 12.00 Uhr entgegen genommen.

Volkswagen leistet Beitrag zum Artenschutz in Niedersachsen
Wolfsburg/Leiferde, März 2009 – Der Naturschutzbund Deutschland fährt jetzt einen Volkswagen Transporter: Hans Rohlfing, Leiter der Entwicklung T-Modellreihe Volkswagen Nutzfahrzeuge, hat heute einen Volkswagen T5 an das NABU-Artenschutzzentrum im niedersächsischen Leiferde übergeben. Mit dem Fahrzeug sollen zukünftig verletzte Wildtiere, aber auch Futter und Baumaterialien transportiert werden.
"Wir unterstützen sehr gerne unseren langjährigen Kooperationspartner NABU mit dem Fahrzeug. Volkswagen engagiert sich seit langem für eine nachhaltige Entwicklung in der Region“, sagte Hans Rohlfing, Leiter der T-Modellreihe in der Nutzfahrzeug-Entwicklung.
Das Artenschutzzentrum in Leiferde fungiert als Betreuungsstation für Wildtiere, übernimmt die Aufgaben einer stattlich anerkannten Storchenpflegestation und ist Umweltbildungsort in Niedersachsen. Mehr als 3.000 Personen nahmen im letzten Jahr an Naturerlebnisseminaren, Führungen, Exkursionen und Vorträgen teil, um sich über die Aufgaben und Probleme des Arten- und Naturschutzes zu informieren.
"Wir freuen uns über die Leihgabe von Volkswagen Nutzfahrzeuge, da zur Ausübung unserer Arbeit ein Fahrzeug dieser Größenordnung dringend erforderlich ist. Volkswagen leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Natur – und Artenschutz in der Region“, sagte Bärbel Rogoschik, Leiterin des Nabu-Zentrums in Leiferde.
Volkswagen und der NABU arbeiten seit 1999 zusammen. Mit gemeinsamen Projekten rund um das Thema Artenvielfalt tragen die Partner zur nachhaltigen Entwicklung in Deutschland bei. Dazu gehört neben den in ganz Deutschland angebotenen Spritspartrainings auch die Informationskampagne „Willkommen Wolf!“.
Mit gemeinsamen Workshops und Diskussionsforen geben Volkswagen und NABU zudem Impulse für eine moderne Verkehrs- und Umweltpolitik. Zur Unterstützung von dessen gemeinnütziger Arbeit stellt Volkswagen dem NABU regelmäßig aktuelle Modelle als Leihfahrzeuge zur Verfügung. Die Orte und Termine der Spritspartrainings sind auf der Internetseite www.volkswagen-spritsparen.de aufgeführt.

Leiferde, März 2009
Nachdem erst in der vergangenen Woche von der Rückkehr des Leiferder Stor-chenmännchens, welches an einer abnorm gefärbten Feder individuell erkannt werden kann, berichtet wurde, ist am vergangenen Wochenende offenbar auch das Stammbrüterweibchen des letzten Jahres in Leiferde eingetroffen. Dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die „Richtige“ handelt, lässt sich deutlich aus dem Verhalten der Tiere ableiten. Während ein weiterer Neuankömmling dem Nest auf dem Schornstein nicht zu nahe kommen durfte, wurde das besagte Weibchen mit „offenen Flügeln“ und lautem Schnabelgeklapper innigst begrüßt.
Seit der Ankunft des Weibchens hat der Flugverkehr rund um das Nest stark zu-genommen, da das Männchen nun emsig damit beschäftigt ist, das Nest zur hoffentlich bald bevorstehenden Eiablage vorzubereiten und gegen mögliche Nestplatzkonkurrenten zu verteidigen. Gerade letzteres kann sich, laut Bärbel Rogoschik, Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums, zu einem geradezu spektakulärem Naturschauspiel entwickeln: „Jedes Jahr finden hier energische Auseinandersetzungen um das Nest statt, die sich nicht selten in akrobatischen Luftkämpfen äußern“.
Wer sich das Geschehen rund um die Leiferder Störche anschauen möchte, kann das NABU-Artenschutzzentrum täglich zu den Öffnungszeiten von 9.00 – 17.00 Uhr besuchen.
 - Das neue, "alte" Storchenmännchen auf dem Schornstein
Leiferde, März 2009
„Seit 2 Tagen ist er wieder da“, berichtet Bärbel Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum freudestrahlend. Mittlerweile fängt er an, sich häuslich einzurichten und das Nest in Ordnung zu bringen. „Da fliegen schon einmal Grasklumpen vom Schornstein run-ter oder kleine Äste werden aussortiert“, berichtet Rogoschik weiter.
Der Storch ist den Mitarbeitern aus dem letzten Jahr bekannt, es ein Männchen. Diese kommen bekanntermaßen früher als die Weibchen aus dem Süden zurück, um den Niststandort zu sichern. „Erkennbar für uns ist er an einer schwarzen Feder auf der linken Körperseite, die an dieser Stelle eigentlich weiß sein sollte“, erklärt Rogoschik.
Der Erstankömmling vom 14. Februar ist mittlerweile weiter gezogen, daher gab es auch keine Auseinandersetzungen mit dem angestammten Brutstorch vom letzen Jahr.
Es bleibt abzuwarten, wann das dazugehörige Weibchen eintrifft. Leider hat dieses kein eindeutiges Erkennungsmerkmal und keinen Ring, so dass es nicht sicher als solches identifiziert werden kann.

Leiferde, März 2009
Viele Singvögel beginnen schon zu dieser Jahreszeit sich nach einem geeigneten Nistplatz umzusehen. An Nistmöglichkeiten und ausreichend Nahrungsangebot mangelt es jedoch oft. Mit der intensiven Landwirtschaft und der Versiegelung von Flächen durch Siedlungs- und Straßenbau gehen abwechslungsreiche Lebensräume verloren. Die monotone Gestaltung der Gärten und die geschlossenen Fassaden der Städte bieten zudem wenig Unterschlupfmöglichkeiten und erschweren die Suche nach Nahrung.
Wenn der einzelne Beitrag vielleicht auch klein erscheint, „gerade im eigenen Garten oder auf dem Balkon und der Terrasse können Sie tätig werden und unseren heimischen Vögeln wieder einen vielseitigen Lebensraum schaffen“ ermutigen die Naturschützer des NABU Artenschutzzentrums. Der Aufwand muss nicht groß sein und Sie können bereits jetzt alles vorbereiten.
„Bei der Neubepflanzung des Gartens sollten Sie auf heimische Pflanzen zurückgreifen“ rät Joachim Neumann, „denn dadurch werden viele der hier lebenden Insekten angezogen, die als Nahrungsgrundlage für Singvögel bestens geeignet sind“.
Außerdem ist es wichtig möglichst vielfältige Unterschlupfmöglichkeiten anzubieten, beispielsweise durch den Erhalt alter Bäume, in deren Höhlen und Löchern sich Blaumeise, Star oder Gartenrotschwanz wohlfühlen. Aber auch Sträucher und Hecken oder begrünte Hausfassaden kommen als Versteck- und Nistmöglichkeit in Frage.
Zusätzlich kann man eine Nisthilfe anbringen, die aber auf die jeweilige Vogelart abgestimmt sein muss. Erhältlich sind diese direkt im NABU Artenschutzzentrum Leiferde bzw. in dessen Internetshop. Für mehr Informationen rund um geeignete Nisthilfen und Anleitungen zum Bau von Nistkästen gibt es verschiedene Broschüren des NABU, die ebenfalls im Zentrum oder unter www.nabuzentrum-leiferde im Internetshop erhältlich sind.
Nicht zuletzt sollte in Erwägung gezogen werden, Pflanzen, Böden und natürlich auch die Tiere nicht durch chemische Dünger und Pestizide zu belasten. Eine schonende biologische Alternative ist die Förderung von Nützlingen wie Marienkäfern, die helfen kann Schädlinge im Zaum zu halten. Des Weiteren kann die Auswahl und der Anbau standortangepasster Pflanzen die Krankheits- und Schädlingsanfälligkeit mindern.
Bärbel Rogoschik, die Leiterin des NABU Artenschutzzentrums Leiferde, verspricht :„Wer sich ein paar der Vorschläge zu Herzen nimmt, wird spätestens im Frühling mit spannenden Einblicken in das Leben unserer gefiederten Nachbarn belohnt“.
 - Der "wilde" Artgenosse - links im Bild - im Gehege der Pflegestörche
Leiferde, 16. Februar 2009
Am Sonnabendmorgen konnte Stephanie Falk, die gerade ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr im NABU Artenschutzzentrum Leiferde absolviert, beim Rundgang über das Gelände eine erfreuliche Beobachtung machen. „Zu den sechs hier auf dem Außengelände lebenden Weißstörchen hatte sich ein weiterer gesellt. Durch sein etwas verschmutztes Gefieder war er leicht zu erkennen.“
Jedes Jahr kommen die Störche etwas früher aus ihren Winterquartieren in Afrika zurück. Der erste Storch wurde im letzten Jahr am 22. Februar im Landkreis Gifhorn gesichtet und vier Tage später landete der erste Storch auf dem Schornstein des NABU Artenschutzzentrums Leiferde. In diesem Jahr traf der erste nun bereits am 14. Februar ein.
Das zurzeit nasskalte Wetter und selbst der Schnee können den Störchen nicht viel anhaben. Solange die Schneedecke nicht geschlossen ist, finden die Tiere ausreichend Futter. Dabei ist der Storch im Allgemeinen nicht wählerisch - Fische, Mäuse, Insekten und Frösche zählen unter anderem zu seinem Speiseplan. Und sollte es ihm doch zu ungemütlich werden, bleibt dem geübten Langstreckenflieger immer noch der Wechsel in wärmere und nahrungsreichere Gefilde.
Aufgrund des begrenzten Nahrungsangebotes brütet meist nur ein Pärchen auf dem Gelände des NABU Artenschutzzentrums. Um die vorhandenen Nistmöglichkeiten wird daher auch erbittert gekämpft. Für die frühen Heimkehrer ergibt sich in diesem Fall durchaus ein Vorteil, da sie sich von der beschwerlichen Reise, die bis zu sechs Wochen dauern kann, erholen können. So haben sie außerdem die freie Auswahl bei den Nistplätzen und sind gegenüber den „Spätankömmlingen“ konkurrenzfähiger.
Ob es sich bei dem Neuzugang um einen alten Bekannten aus den letzten Jahren handelt, bleibt abzuwarten, da das Tier unberingt und daher nicht eindeutig zu erkennen ist. Das auf dem Schornstein befindliche Nest hat der Storch allerdings noch nicht in Augenschein genommen, weshalb es eher unwahrscheinlich ist, dass er hier schon einmal gebrütet hat.
Wer die Ankunft wilder Weißstörche, deren Streit um die Nistplätze sowie die im Zentrum lebenden Störche beobachten möchte, ist herzlich eingeladen das NABU Artenschutzzentrum Leiferde montags bis sonntags in der Zeit von 9 bis 17 Uhr zu besuchen.
 - 2 Wochen alter Feldhase, der eigentlich nicht in Menschenhand gehört!
Leiferde, 13.Februar 2009
Auch wenn es draußen noch kalt, windig und unangenehm ist, werden in den nächsten Wochen bereits die ersten jungen Feldhasen geboren. Die meist zwei bis vier Jungen kommen vollständig entwickelt, mit offenen Augen und dichtem Fell zur Welt. Eng aneinander gedrängt hocken sie in der vom Muttertier gescharrten oberirdischen Mulde (Sasse genannt).
Da sich der natürliche Lebensraum der Feldhasen ständig durch Landwirtschaft und Siedlung des Menschen verkleinert, können diese Mulden auch an Straßen, in Vorgärten und auf Äckern angelegt sein. Die Wärme der anderen Jungtiere und ihr Fell schützen die kleinen Hasen ausreichend gegen niedrige Temperaturen. Die Mutter kommt ein bis zwei Mal in der Nacht und auch nur für wenige Minuten zum Säugen ihrer Jungen vorbei, die den restlichen Tag geduckt am Boden der Sasse verbringen. Nach etwa 5 Wochen ist der Nachwuchs selbstständig und nimmt feste Nahrung zu sich.
Dem Bundesnaturschutzgesetz nach ist es verboten, Tiere mutwillig zu stören oder ohne vernünftigen Grund zu fangen. Die Leiterin des NABU- Artenschutzzentrums Leiferde Bärbel Rogoschik weist aus diesem Grund eindringlich darauf hin, dass „ die Annahme von Junghasen zur Aufzucht nur bei offensichtlichen Verletzungen erfolgt“. Sollten Sie ein Jungtier bereits angefasst haben und keine Beeinträchtigung feststellen können, nehmen Sie es nicht mit, sondern setzen Sie es auf jeden Fall an gleicher Stelle wieder aus und reiben den Hasen mit Laub oder Grasbüscheln ab, um den menschlichen Geruch zu entfernen.
Die Aufzucht verletzter Wildtiere ist sowohl in Schutzstationen als auch zuhause sehr aufwändig, kostenintensiv und immer ein Risiko. Für Informationen zur geeigneten Nahrung und Haltung ist die Kontaktaufnahme zu einem versierten Tierarzt, einem Tierschutzverein oder dem NABU-Artenschutzzentrum unbedingt erforderlich. Die Auswilderung eines erfolgreich aufgezogenen Feldhasen ist dann zwingend notwendig und rechtlich vorgeschrieben.
Die beste Option für Junghasen ist und bleibt jedoch das Aufwachsen in der Natur unter der Fürsorge der Mutter.
 - fuchsrote Sandbiene
Leiferde, 9. Februar 2009
Am Samstag, den 14. Februar, basteln wir aus verschiedenen Naturmaterialien Nisthil-fen für Insekten wie z.B. Wildbienen und Ohrwürmern. Die von den Teilnehmern erstellten Nisthilfen können mit nach Hause genommen und im Garten oder am Balkon aufgehängt werden.
Nahezu 570 verschiedene Wildbienenarten kommen in Deutschland vor. Ihre Größe reicht von wenigen Millimetern bis zu einigen Zentimetern. Viele Wildbienenarten sind, da es ihnen an geeigneten Nistraum und Futterpflanzen mangelt, akut vom Aussterben bedroht. Wir werden an diesem Nachmittag auch den Fragen nachgehen, wie diese Tiere leben, ob sie auch den Menschen stechen und warum sie für uns so nützlich sind.
Die Bastelaktion für Kinder von sieben bis elf Jahren beginnt um 15.30 Uhr im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde und endet um 17 Uhr. Das Mitbringen von Tontöpfen (Durchmesser ca. 20 cm) und leeren Blechdosen ist ebenso wie die Anmeldung (Tel. 05373/6677) für die Teilnahme erforderlich. Es entsteht ein Unkostenbeitrag von 6,- € je Kind.
 - junger Seeadler
Leiferde, 6. Februar 2009
Wie schon im Vorjahr, blicken die Mitarbeiter des NABU-Artenschutzzentrums, bezüglich der Tierzahlen, abermals auf ein kräftezehrendes Rekordjahr zurück. Mit 2.486 Tieren wurden gleich 138 Tiere mehr als im bisherigen Spitzenjahr 2007 aufgenommen. Bärbel Rogoschik, Leiterin NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, betonte, dass diese Entwicklung sich nicht fortsetzten darf und kann: „Wir haben unsere Grenzen sowohl in räumlicher, finanzieller als auch in personeller Hinsicht absolut ausgereizt. Unter den jetzigen Bedingungen ist eine Aufnahme von noch mehr Pfleglingen einfach nicht mehr möglich.“
Dr. Holger Buschmann, NABU-Landesvorsitzender, sprach sich daher für eine Beteiligung der Landkreise an den Pflegekosten, insbesondere bei den exotischen Fundtieren, aus und hob lobend die Übernahme von Patenschaften für Pflegetiere im NABU-Artenschutzzentrum hervor.
 - 2-7 Tage alte Waldkäuze
Die mit Abstand stärkste Fraktion bei den Pflegetieren wurde mit 1.726 Tieren aus 92 Arten von den heimischen Wildvögeln gestellt. Überraschenderweise stieg die Anzahl der Tag-Greifvögel im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 50 Prozent auf 187 Tiere, eine Entwicklung, die dem Trend der letzten Jahre entgegensteht. Großen Anteil hieran hatten gleich 82 Turmfalken, von denen 54 wieder in die Freiheit entlassen werden konnten. Wesentlich geringere prozentuale Gewichtung, dafür umso mehr Körpermasse wies ein junger Seeadler auf, der, über den Umweg einer Auswilderungsstation in Schleswig-Holstein, ebenfalls ausgewildert werden konnte.
Während die Zahl der exotischen Vögel mit 46 Tieren aus 22 Arten auf geringem Niveau stagnierte, erreichte die Anzahl der Reptilien mit 149 Individuen aus 46 Arten einen neuen Höchststand. Auffällig hierbei ist, dass ein Großteil dieser Tiere als Fundtiere ins NABU-Artenschutzzentrum eingelie-fert wurde. Die Ursache hierfür ist in den viel zu niedrigen Anschaffungspreisen zu suchen, die dazu führen, dass diesen Tieren zumeist eine entsprechend geringe Wertschätzung entgegengebracht wird und diese reihenweise ausgesetzt werden. Besondere Probleme bereiten einmal mehr Wasserschildkröten, wie Bärbel Rogoschik erläuterte: „Wir beherbergen mittlerweile fast 40 Wasserschildkröten, so dass unsere Unterbringungsmöglichkeiten restlos ausgeschöpft sind. Das heißt, so lange wir keine Abnehmer für einige diese Tiere finden, werden wir die Annahme weiterer Tiere in Zukunft verweigern müssen.“
 - Der Ministerpräsident Christian Wulff bei seinem Besuch im NABU-Artenschutzzentrum
Ähnliches gilt auch für Igel, die mit 291 Tieren für fast 60 Prozent der zu den Säugern gehörenden Tiere (498 Individuen / 23 Arten) verantwortlich waren. Bärbel Rogoschik: „Hier ist auch unsere Umweltbildung gefragt, bei der wir in Zukunft noch mehr auf das Problem der Scheinwaisen hinwei-sen werden, denn kaum eine Tierart wird häufiger und übereifrig eingesammelt wie der Igel.“
Die Herkunft der Tiere verteilte sich auf 43 Landkreise aus acht Bundesländern, wobei die meisten Tiere aus dem Landkreis Gifhorn (810 Individuen) stammen, in dem sich auch das NABU-Artenschutzzentrum befindet. Auf den weiteren Plätzen lagen Braunschweig (492) vor Peine (305), Wolfsburg (169) und Celle (146).
Die Gründe, die eine Einlieferung in das NABU-Artenschutzzentrum zur Folge hatten, waren wie jedes Jahr vielgestaltig, jedoch hoben sich verwaiste Tiere (1.079 Individuen) und Kollisionsopfer (366 Individuen) mit zusammen etwa 58 Prozent aller Fälle mengenmäßig deutlich von den anderen Ursachen ab. Stark gestiegen ist auch die Anzahl der Tiere, die durch andere Tiere verletzt wurden (202 Tiere), wobei allein 140 Fälle auf Katzen zurückzuführen waren.
Die Auswertung der Einlieferungszeiten zeigte einmal mehr die Notwendigkeit, dass das NABU-Artenschutzzentrum für die Tierannahme rund um die Uhr, an 366 Tagen im Jahr 2008 geöffnet war. Insgesamt 46,62 Prozent aller eingelieferten Tiere erreichten das NABU-Artenschutzzentrum außerhalb der regulären Öffnungszeiten von 9.00 bis 17.00 Uhr.
Im Bereich der Umweltbildung konnten die Zahlen des Vorjahres nicht ganz erreicht werden. Durch den Tod des Tierpflegers Olaf Lessow und den krankheitsbedingten Ausfall der Umweltbildungskraft Karin Brech sind Lücken entstanden, die nicht ohne weiteres zu schließen waren. „Besonders in der Jungtierzeit von Mai bis August mussten wir leider zahlreiche Anfragen zu Veranstaltungen absagen, da wir personell einfach nicht die Kapazitäten hatten, um beide Ausfälle aufzufangen“, erklärte Joachim Neumann, Mitarbeiter Naturerlebnispädagogik. Dennoch fanden insgesamt 160 Veranstaltungen mit insgesamt 3.195 Teilnehmern statt.
Das Storchenfest wurde bei strahlenden Sonnenschein von über 3.500 Menschen besucht und somit ein voller Erfolg.
Auch der Vorsitzende des Förderkreises des NABU-Artenschutzzentrums, Uwe-Peter Lestin, zog ein überaus positives Fazit aus dem, vor allem in personeller Hinsicht, schwierigem Jahr 2008: „Trotz der schwierigen personellen Situation, ist es uns gelungen, nicht nur die bisherigen Aufgaben des NABU-Artenschutzzentrums auszufüllen, sondern darüber hinaus über ein Projekt zur Erstellung von Standards bei der Aufnahme von exotischen Wildtieren die Qualität der Pflege zu verbessern und somit die Arbeit des Zentrums voranzubringen.“

Leiferde, 4.Februar 2009
In den letzten Jahren waren die Zivildienststellen im NABU-Artenschutzzentrum so gefragt, dass die Zivi-Anwärter ihre Bewerbungen mindestens neun Monate vor Beginn der geplanten Dienstzeit einreichen mussten, um am Auswahlverfahren um die begehrten Zivi-Stellen teilnehmen zu können.
In diesem Jahr stellt sich die Situation ein wenig anders dar, so konnten die Zivistellen im April und Mai dieses Jahres noch nicht mit naturinteressierten Kriegsdienstverweigerern besetzt werden. Laut Bärbel Rogoschik, Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums, hängt dies jedoch nicht mit Desinteresse zusammen, sondern eher mit den ungünstigen Anfangszeiten im April und Mai. „Die meisten jungen Leute beenden ihre Ausbildungen oder schulischen Aktivitäten eben nicht im Frühjahr, sondern im Sommer und möchten dann verständlicherweise nicht ein dreiviertel Jahr warten, um bei uns ihren Zivildienst zu absolvieren.“
Welcher naturinteressierte, zukünftige Zivildienstleistende bis jetzt noch keine passende Zivildienststelle gefunden hat und für den der Beginn des Zivildienstes im April oder Mai 2009 zeitlich machbar wäre, sollte sich möglichst schnell im NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde
(Tel. 05373/6677 oder NABUARTENSCHUTZZENTRUM@t-online.de) melden. Die Einsatzbereiche sind in erster Linie in der Tierpflege zu finden, da das NABU-Artenschutzzentrum mit ca. 2.500 Pflegetieren pro Jahr neben Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit hier einen seiner Aufgabenschwerpunkte aufweist. Darüber hinaus stellen aber auch z. B. die Instandhaltung der bestehenden Anlagen, der Neubau von Volieren oder die Pflege des Geländes weitere, mögliche Aufgabenbereiche dar.

Leiferde, den 12. Januar 2009
Fisch gehört – nicht nur weltweit – sondern auch im NABU-Artenschutzzentrum zu den begrenzten Ressourcen. So freuten sich die Mitarbeiter sehr, als vor 3 Tagen der Schwarzstorch, der seit dem ersten Oktober 2008 im Zentrum gepflegt wird, erstmals etwas anderes als nur Fisch verspeiste. Das war auch dringend notwendig, da die Fischreserven mittlerweile wieder fast gegen Null tendieren und der Nachschub durch die Vereisung der Seen ausbleibt.
Auch fischfressende Vögel müssen zur Zeit den Gürtel enger schnallen, da Seen und Teiche als Nahrungsdepots nicht in Frage kommen. So wurden denn auch am dritten Januar sowohl ein Haubentaucher (um 1.00 Uhr nachts) aus Isenbüttel als auch ein Zwergtaucher aus Leiferde in das NABU-Artenschutzzentrum gebracht.
Nach liebevoller Pflege und reichlich schnabelgerechten Fischchen konnten beide nach einer Woche Pflege an der Oker ausgewildert werden. Joachim Neumann, der die Auswilderung übernahm, berichtet, dass sich der Zwergtaucher gleich 2 weiteren Artgenossen angeschlossen habe. Froh ist Bärbel Rogoschik, dass es wieder zwei Fischfresser weniger sind, die es zu versorgen gilt. Doch die Freude wärte nicht lange, zwei Stunden nach der Auswilderung der Taucher erreichte der nächste Zwergtaucher (aus Hildesheim) das Zentrum, Einlieferungsgrund: Abmagerung. Na dann: Guten Appetit.

Leiferde, 29. September 2008
Über 60 Igel bevölkern zur Zeit die Räumlichkeiten des NABU-Artenschutzzentrums und sorgen mit ihrem igeltypischen Duft für einen gewissen Geruchspegel.
Doch damit nicht genug, wurden am Sonntag gleich zwei Vertreter mit gut funktionieren Analdrüsen eingeliefert. Ein Iltisfrettchen, im Volksmund auch Stinker oder Stänker genannt, da es einen intensiven Geruch verbreiten kann, wurde aus Thüringen als Fundtier im Zentrum abgegeben.
Eine geruchliche Steigerung kann ein weiterer Pflegling aufweisen, der Sonntagabend aus dem Raum Wolfsburg gebracht wurde. In einem Hühnerstall wurde dort ein Stinktier oder Skunk überrascht und nach Leiferde gebracht.
„Leider wird zunehmend propagiert, dass Stinktiere liebenswerte Hausgenossen sind,“ so Bärbel Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum. „Nachdem die Haltung von Frettchen in der Wohnung schon lange nicht mehr ungewöhnlich ist, findet diese neue, nachtaktive Tierart, aus Nordamerika, immer mehr Anhänger“. Nicht anders zu erklären ist es, dass dieses Tier, entweder ausgesetzt oder geflüchtet, plötzlich in Wolfsburg auftauchte.

Leiferde 22. Oktober 2008
Seit dem ersten Oktober diesen Jahres ist ein seltener Pflegling im NABU-Artenschutzzentrum zu Hause, ein diesjähriger Schwarzstorch.
Das Tier hat schon einiges hinter sich. Wurde es doch bei Aue in Sachsen als verletztes Tier in einem dortigen Tiergarten abgegeben und versorgt und 5 Wochen später ins NABU-Artenschutzzentrum nach Leiferde gebracht.
Da die Flügelverletzung den Mitarbeitern ernsthafte Sorgen bereitete, brachten man den Schwarzstorch in die Tierärztliche Hochschule nach Hannover, wo es operiert wurde. Mittlerweile ist er wieder in Leiferde „gelandet“, wo er weiterhin medizinisch, in einer nicht für den Besucher einsehbaren Voliere, versorgt wird. „Leider mag er nur Fisch (lebend oder tot) fressen“, berichtet Bärbel Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum „und mittlerweile sind unsere Vorräte aufgebraucht“. Wer also noch Fisch in seiner Kühltruhe hat und eine Verwendung dafür sucht oder als Angler eine gute Quelle hat, der kann gerne Fische - in jeder Größenordnung - im NABU-Artenschutzzentrum abgeben. Den Schwarzstorch wird es bestimmt sehr freuen.
Nachdem im Jahr 2006 auf Grund der Vogelgrippe eine leichte Entspannung bezüglich der Anzahl der im NABU-Artenschutzzentrum gepflegten Tiere zu verzeichnen war, war im vergangenen Jahr wieder ein neuer bislang nicht erreichter Spitzenwert zu verzeichnen. Mit 2.348 Tieren wurden sogar 164 Tiere mehr als im bisherigen Spitzenjahr 2005 gepflegt. Bärbel Rogoschik, Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums Leiferde, erklärte: „Das bedeutet, dass Tag und Nacht, alle drei Stunden und 54 Minuten ein neues Tier im NABU-Artenschutzzentrum aufgenommen wurde. Auch bei der Artenanzahl kam es mit 208 Arten zu einem neuen Höchststand, denn das bisherige Maximum lag bei 197 Arten im Jahr 2002.“
Nach wie vor wird die weitaus größte Artengruppe von den einheimischen Wildvögeln gestellt, die im Bezugsjahr mit 1.604 Individuen aus 98 Arten zu Buche schlugen. Auffallend gering war hierbei die Anzahl der Tag-Greifvögel, deren neun Arten sich nur auf 121 Tiere summierten. Insgesamt ist, zumindest in den letzten sechs Jahren, trotz steigender Pflegetierzahlen, ein deutlicher Abwärtstrend der im NABU-Artenschutzzentrum gepflegten Greifvögel zu beobachten.
Nach dem EU-Einfuhrverbot für Wildvögel im Oktober 2005 wurden, wohl in Folge dessen, weniger exotische Wildvögel im NABU-Artenschutzzentrum zur Pflege aufgenommen. Im Gegensatz dazu entwickelte sich die Anzahl der vor Ort gepflegten Reptilien. So wurde im vergangenen Jahr mit 141 Individuen in 47 Arten auch hier eine neue Höchstmarke erreicht. „Leider hält der Trend, schuppentragende Hausgenossen auszusetzen, weiterhin an. So wurde beispielsweise bei Helmstedt eine Schnappschildkröte ausgesetzt, in Wolfsburg eine Boa Constrictor in einem Eimer abgestellt oder in Braunschweig Tokehs im Gurkenglas entsorgt“ informierte Bärbel Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum. „Ich habe in keinster Weise Verständnis für so eine Handlungsweise, die zudem ganz klar den Tatbestand der Tierquälerei beinhaltet“ so Rogoschik weiter. Betrachtet man die offizielle CITES-Statistik für Deutschland (Statistik über die Einfuhr geschützter Arten) fällt auf, dass der Tierhandel die durch den Importstopp bedingten Ausfälle des Vogelhandels offensichtlich durch vermehrten Import von Reptilien auszugleichen versucht.
Ordentlich zugelegt haben auch die im Zentrum aufgenommenen Säuger, deren 26 Arten sich im Bezugsjahr auf 474 Tiere summierten.
Die Herkunft der Tiere verteilte sich auf 34 Landkreise aus fünf Bundesländern, wobei, wie jedes Jahr, die meisten Tiere (765) aus dem Landkreis Gifhorn stammten, gefolgt von Braunschweig (533), Peine (274), Wolfsburg (214), Hannover (124), und Celle (121).
„Die prozentuale Verteilung der Einlieferungsursachen der im NABU-Artenschutzzentrum gepflegten Tiere ist der der Vorjahre sehr ähnlich“, berichtet Joachim Neumann, „nur haben wir uns im letzten Jahr, entsprechend der gestiegenen Gesamttierzahlen, auf einem deutlich höheren Niveau bewegt“. Besonders bemerkbar macht sich dies bei der traditionell größten Gruppe der Waisen, die sich auf bislang noch nie erreichten 1.252 Individuen summierte. Auch bei der Gruppe der Kollisionsopfer gab es deutliche Zunahmen auf 460 Tiere.
Wie schon in den vorigen Jahren, wurden auch im letzten Jahr die Uhrzeiten notiert, zu denen die Tiere gebracht bzw. geholt wurden. Zum ersten Mal lag die Verteilung der Häufigkeiten anders. So lag der Höhepunkt im Jahr 2007 im Bereich 12.00 bis 12.59 Uhr mit 15,7 Prozent aller Tiere. Trotz allem wurde ein hoher Prozentsatz, nämlich 35 Prozent, d.h. 780 Tiere außerhalb der ‚normalen’ täglichen Öffnungszeiten aufgenommen.
Wie schon seit vielen Jahren, wird die Umweltbildung von zahlreichen Gruppen aller Altersstufen in unterschiedlichsten Themenbereichen genutzt. So fanden im letzten Jahr 184 Veranstaltungen (ohne Großveranstaltungen und Ausstellungen gerechnet) statt, an denen 3.361 Personen teilnahmen. Es wurde 71 mal Kindergeburtstag gefeiert, 34 Führungen durchgeführt, 8 Vorträge gehalten, 21 Treffen des Kinder KiKi-Klubs veranstaltet und weitere 49 Seminare vom Naturmenü bis zum Nistkastenbau arrangiert.
Das Storchenfest wurde mit über 3.000 Besuchern wieder zum Erfolg und erstmalig brütete ein zweites wildes Storchenpaar auf dem Gelände des NABU-Artenschutzzentrums.
Uwe-Peter Lestin, Vorsitzender des Förderkreises des NABU-Artenschutzzentrums, berichtete begeistert von den zwei neuen jeweils 90 Quadratmeter großen Tonteichen, die für Störche, Reiher, Enten und Co entstanden sind. Die Maßnahme wurde vom Land Niedersachsen gefördert. „Diese Teiche sollen dazu beitragen“, so Uwe-Peter Lestin, „den Tieren eine artgerechtete Haltung zukommen zu lassen und sie auf eine mögliche Auswilderung besser vorbereiten zu können. Gleichzeitig soll den Besuchern die Verbindung von Feuchtgebietsbewohnern und deren Lebensraum näher gebracht werden“.

Tierpaten gesucht
Der Sommer ist wieder eingezogen und mit ihm die Schar an Exoten, die ausgesetzt oder entlaufen, im NABU-Artenschutzzentrum gepflegt werden. So bevölkern momentan unter anderem 50 Reptilien die Räumlichkeiten in Leiferde, wovon 20 Tiere (13 Schildkröten, vier Schlangen sowie ein Gecko, ein Chamäleon und eine Agame) als „Fundtiere“ in den letzten eineinhalb Monaten hinzukamen. In den Regionen Gifhorn, Wolfsburg, Peine, Braunschweig, Celle, Hildesheim und Göttingen wurden die zum Teil in Südeuropa, Nordamerika, Australien, Thailand oder Arabien vorkommenden Wildtiere ausgesetzt oder sind ihren Besitzern entkommen. „Leider befindet sich ein Großteil dieser Tiere in tierärztlicher Behandlung,“ so Bärbel Rogoschik vom NABU- Artenschutzzentrum. Bei einigen Tieren sind sogar Operationen und langdauernde Therapien notwendig, um ihre Vitalität wieder herzustellen. (Wie bei der auf dem Foto abgebildeten Landschildkröte, der das Schwanzschild amputiert werden mußte.) „Das kostet uns dieses Jahr eine große Stange Geld,“ so Rogoschik weiter. Um dies etwas aufzufangen würden wir gerne Patenschaften für die kranken Pfleglinge vergeben, um diesen auch weiterhin die notwendige Pflege zukommen lassen zu können. Wer sich für solch eine Patenschaft interessiert kann sich diesbezüglich gerne mit Frau Rogoschik unter der Tel.Nr.: 05373/6677 in Verbindung setzen.

Leiferde, Hannover, 11. Juli 2007 --- 96/07 - NABU Pressedienst
Ausgerechnet am Samstag, den 07.07.2007 war es soweit: Um 10.15 Uhr wurde der 33.333 Pflegling seit Gründung des NABU-Artenschutzzentrums im Jahr 1980 in Leiferde abgegeben. Hierbei handelte es sich um eine diesjährige Schleiereule, die stark abgemagert aufgefunden worden war.
"Ich hätte die Eule wahrscheinlich gar nicht bemerkt", berichtet Finder Falk Rischbieter, "wenn mein Hund sie nicht am Wegesrand aufgespürt hätte." Für Falk Rischbieter war sofort klar, dass das Tier ohne fremde Hilfe eingehen würde. "Die Eule wollte zwar flüchten, flatterte aber immer nur ein, zwei Meter weiter und kam überhaupt nicht vom Boden weg".
Kurzerhand wurde das Tier eingefangen und in das NABU-Artenschutzzentrum Leiferde transferiert. Hier wurde das bestätigt, was der Finder schon vermutet hatte. Das Tier war stark abgemagert und einfach zu schwach zum Fliegen.
Nach erfolgter Flüssigkeitstherapie wurde der jungen Schleiereule später eine Baby-Maus zwangsverabreicht, was offenbar den Appetit anregte. In der folgenden Nacht vertilgte die Eule selbsttätig drei halbwüchsige Mäuse. "Dies lässt auf die Möglichkeit einer baldigen Wiederauswilderung hoffen, die von uns in den nächsten 14 Tagen vorgenommen wird", erklärte Bärbel Rogoschik, Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums Leiferde.
Auf die Mitarbeiter des NABU-Artenschutzzentrums Leiferde werden in naher Zukunft vermutlich noch weitere, ähnlich geartete Fälle zukommen. "Durch die anhaltend nasse Witterung wird für viele Tiere, vor allem für unerfahrene Jungtiere, die Nahrung knapp", so Bärbel Rogoschik.
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