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34 Jahre NABU-Artenschutzzentrum
 

Chronik des NABU-Artenschutzzentrums

1979 Auf Initiative von Peter Mannes, dem Stationsgründer, kauft der DBV mit Landesmitteln das etwa 3000 m² große Grundstück der alten Molkerei. Beginn des Engagements mit über 100 Arbeitsstunden für Aufräumarbeiten.

 

1980 Arnold Kinas übernimmt Arbeitsorganisation der Aufräum- und Umbauarbeiten.

 

1981 Es werden zwei Zivildienststellen eingerichtet. Aufnahme des ersten Wildvogels.

 

1982 Ausbau eines Seminarraumes.

 

1983 Anschaffung eines Fahrzeuges, welches gemeinsam vom BUND, DBV und der Vogelpflegestation genutzt wird.

 

1985 Anstellung des Tierpflegers Olaf Lessow. Erste öffentliche Stationsführung im Juli 1985. Ausbau eines Aufzucht- und eines Quarantäne-Raumes im vorderen Wirtschaftstrakt.

 

1986 Der erste "Tag der offenen Tür" (Sommerfest) wird ins Leben gerufen und von etwa 1.300 Besuchern wahrgenommen. Der Dachboden des Wirtschaftstraktes wird ausgebaut.

 

1987 Berthold Bzdak wird im Rahmen einer AB-Maßnahme als Koordinator für die Vogelpflegestation angestellt. Die Öffnungszeiten der Station sind ausschließlich Samstags und Sonntags von 8:00-17:00 Uhr.

 

1988 Gründung des Fördervereins. Schirmherr: Dr. Lemke, Oberkreis direktor. Marion Schöneweiss wird als ABM-Kraft für Verwaltungsaufgaben angestellt.

 

1989 Öffnungszeiten täglich von 8:00-17:00 Uhr. Aufstellung zweier Telegrafenmasten als Nisthilfen für Weißstörche im Freigehege.

 

1990 Erweiterung des Geländes durch Ankauf des Nachbargrundstückes (West) durch den NABU- Landesverband. Namensänderung vom DBV zum Naturschutzbund.

 

1991 Marion Schöneweiss wird als hauptamtliche Verwaltungskraft für Station und Kreisverband übernommen. Die Station wird vom Landkreis als Landschaftspflegehof genutzt. Der Parkplatz an der Westseite mit 22 Einstellplätzen wird eingeweiht.

 

1992 Peter Mannes stirbt am 11.03.1992 im Alter von 45 Jahren. Petra Stalf übernimmt kommissarisch die Stationsführung. Abschluss eines Kooperationsvertrages mit dem Land Niedersachsen bezüglich der Aufnahme beschlagnahmter, exotischer Wildtiere. Namensänderung in „NABU-Artenschutzzentrum“. Errichtung eines Reptilienraumes.

 

1993 Wolfgang Rades wird erster hauptamtlicher Stationsleiter des heutigen NABU-Artenschutzzentrums. Das Dach des Hauptgebäudes wird neu gedeckt, der Schornstein wird saniert.

 

1994 Baubeginn der Nordvolieren. Die erste Viehmoorexkursion findet statt. Elisabeth Tonagel übernimmt hauptamtlich die Verwaltung.

 

1995 Einweihung des Exotentraktes für Papageien. Fertigstellung zweier Freigehege.

 

1996 Das 10.000 Quadratmeter große Erweiterungsgelände wird umzäunt und bepflanzt.

 

1997 Baubeginn des Storchenhauses. Installation einer Videokamera auf dem Dach des Hauptgebäudes zur Beobachtung der Wildstörche auf dem Molkereischornstein. Der Kinderklub, kurz "Kiki-Klub", wird durch Petra Stalf ins Leben gerufen.

 

1998 Vor dem Hauptgebäude wird ein Bauerngarten angelegt. Bärbel Rogoschik verstärkt das Team des NABU-Artenschutzzentrums.

 

1999 Das Storchenhaus mit Wurzelraumkläranlage wird eingeweiht.

 

2000 Baubeginn der Westvolieren, der von Willi Gerecke ehrenamtlich tatkräftig begleitet wird. Erster Einsatz in Frankreich zur Rettung verölter Vögel nach einem Tankerunglück.

 

2001 Einweihung der Westvolieren. Bärbel Rogoschik übernimmt die Leitung des Zentrums. Joachim Neumann, der schon als ZDL im Zentrum tätig war, unterstützt zeitweise das Team.

 

2002 Fertigstellung der Nordvolieren. Ausbau eines Lager- und eines Überwinterungsraumes. Baubginn der Freilandterrarien. Dagmar Brunke und Karin Brech verstärken das Team in der Tierpflege und in der Umweltbildung.

 

2003 Vertragsunterzeichnung zwischen dem Land Niedersachsen und dem NABU-Artenschutzzentrum zur finanziellen Unterstützung der nächsten 5 Jahre. Einweihung der Freilandterrarien. Baubeginn der ersten Rundflugvoliere. Die Dachgeschosswohnung wird zur Praktikanten/innen-, FÖJ-Wohnung umgebaut. Der Landkreis erstellt 5 Fahrradgaragen mit Überdachung auf dem Zentrumsgelände.

 

2004 Fertigstellung und Einweihung zweier Rundflugvolieren zum Training verletzter Greifvögel. Baubeginn einer „Weidenhütte“ durch das BVJ der BBS II Gifhorn. Bernd Muthen engagiert sich ehrenamtlich, vorzugsweise im Holzbereich.

 

2005 Fertigstellung der Weidenhütte. Eine 10.000 Liter- Zisterne zur Regenwassernutzung wird in die Erde gebracht und angeschlossen. Darüber wird eine Beobachtungsplattform gebaut. Das alte Storchenhaus weicht einem Unterstand für das Reh. Der erste Ausbildungsplatz zum Zootierpfleger wird geschaffen.

 

2006 Fertigstellung und Einrichtung eines Schildkröten-Quarantäneraumes. Bau einer neuen Uhuvoliere im nordwestlichen Teil des Geländes.

 

2007 Das 33.333 Pflegetier - eine Schleiereule - wird eingeliefert und 14 Tage später wieder in die Freiheit entlassen. Auf dem Gelände entstehen 2 je 90 m² große Naturteiche aus Ton zur besseren Rekonvaleszenz von Feuchtgebietsbewohnern wie Störchen, Reihern, Tauchern etc.

 

2008 Olaf Lessow, Tierpfleger seit 1985, stirbt im September im Alter von 48 Jahren. Karin Brech aus der Umweltbildung geht krankheitsbedingt in den Vorruhestand.

 

2009 VW unterstützt das Zentrum mit der Leihgabe eines Transporters.

Im Bereich des hinteren Betriebshofes entsteht eine neue L-förmige Überdachung sowie 3 kleinere Außenvolieren zur Unterbringung junger Singvögel.

 

2010 Völlig veraltete Dachfenster werden im Tierbetrieb gegen neue ausgewechselt. Bedingt durch die extreme Hitze muß erstmals ein Aufnahmestopp für Jungvögel verhängt werden, da die Kapazitäten ausgereizt sind. Im Landschildkrötenraum wird die Elektrik komplett saniert und angepasst. Zur Präsentation des Zentrums werden 4 Stellwände entwickelt. Der Zivildienst wird auf 6 Monate verkürzt.

 

2011 Die Elektrik im Bereich des Aufzuchtraumes wird erneuert. Zum Ende des Jahres werden die völlig veralteten "Ostvolieren" abgerisssen. In der ersten Etage des Haupthauses entstehen weitere Unterbringungsmöglichkeiten für Praktikanten.

Der Zivildienst endet mitte des Jahres. An seine Stelle rückt der Bundesfreiwilligendienst.

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